International
Energie

Benzinpreise in Indien erstmals seit Iran-Krieg erhöht

Indien erhöht erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise

15.05.2026, 21:5415.05.2026, 21:54

In Indien sind erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise erhöht worden. Seit dem Morgen (Ortszeit) hätten die Mineralölunternehmen die Preise für Benzin sowie für Diesel um 3 Rupien (0.02 Euro) pro Liter angehoben, berichteten die Zeitung «The Hindu» und andere indische Medien.

Es ist demnach der höchste Anstieg seit vier Jahren. Im März 2022 seien die Kraftstoffpreise um rund 9 Rupien gestiegen. Damals hätten die Unternehmen auf die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine reagiert. Laut «The Hindu» gab es seitdem nur winzige Erhöhungen unter einer Rupie.

Vergleichsweise geringer Preisanstieg

Dem indischen Sender NDTV zufolge ist es jetzt der geringste Preisanstieg unter den grössten Volkswirtschaften. Während die Welt mit steigenden Kraftstoffkosten zu kämpfen hatte wegen der Nahost-Krise, sei Indien eine Ausnahme gewesen, schrieb der Minister für Parlamentsangelegenheiten, Kiren Rijiju, auf der Plattform X. Einige Länder hätten Preiserhöhungen um 20 bis zu fast 100 Prozent erlebt. «Indien begrenzte den Anstieg auf nur +3,2% für Benzin und +3,4% für Diesel.»

In Delhi kostete jetzt an der Tankstelle ein Liter Benzin 97,77 Rupien (0.87 Euro) und ein Liter Diesel 90,67 Rupien.

Indiens Premierminister Narendra Modi hatte zuletzt seine Landsleute angesichts der Nahost-Krise und steigender Energiekosten aufgerufen, Sprit zu sparen und auch wieder mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Der Verbrauch von Benzin und Diesel müsse runter, ratsam seien daher öffentliche Transportmittel.

Die gestörten Lieferketten als Folge des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran belasten das bevölkerungsreichste Land der Erde erheblich. Indien deckt 90 Prozent seines Ölbedarfs und 60 Prozent seines Bedarfs an Flüssiggas mit Importen ab. Zugleich verstärken höhere Ölpreise den Druck auf die Landeswährung, die in den vergangenen Wochen erheblich an Wert gegenüber dem US-Dollar verlor. (sda/dpa)

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