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Internationale Energieagentur will Ölreserven schneller freigeben

Vaca Muerta, Argentina, January 12, 2016: Extraction of unconventional oil. Battery of pumping trucks for hydraulic fracturing (Fracking). // Vaca Muerta, Argentinien, 12. Januar 2016: Gewinnung von u ...
Angesichts der steigenden Kraftstoffpreise nehmen internationale Versuche zu, auf Notreserven zuzugreifen.Bild: Shutterstock (symbolbild)

Internationale Energieagentur will Ölreserven schneller freigeben

07.10.2026, 19:5507.10.2026, 19:55

Die Internationale Energieagentur (IEA) will den von den G7-Staaten angesichts der steigenden Kraftstoffpreise geforderten Zugriff auf Ölnotreserven umsetzen. Die IEA-Mitgliedsregierungen hätten sich dafür ausgesprochen, die im März beschlossene Freigabe von Ölreserven zu beschleunigen und so bald wie möglich abzuschliessen, teilte die IEA nach einem Treffen in Paris mit.

Angesichts der angespannten Lage auf den Dieselmärkten solle der Freigabe von Dieselvorräten so weit wie möglich Vorrang eingeräumt werden.

Die IEA hatte im März als Reaktion auf den Iran-Krieg die Freigabe einer Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Rohöl strategischer Ölreserven beschlossen. Davon seien bislang rund 325 Millionen Barrel tatsächlich freigegeben worden, wobei einige Länder grössere Mengen freigegeben hätten, als sie ursprünglich zugesagt hatten, teilte die IEA mit.

Die vollständige Freigabe aller im März zugesagten Bestände, die noch nicht freigegeben wurden, würde rund 100 Millionen Barrel auf den Markt bringen. Dies entspricht der von den G7 geforderten Menge.

Die IEA-Mitgliedsregierungen verfügten nach wie vor über beträchtliche öffentliche Ölnotreserven im Umfang von rund 1,1 Milliarden Barrel, darunter über 200 Millionen Barrel Diesel, teilte die Energieagentur in Paris mit. Die IEA sei bereit, bei Bedarf weitere Mengen dieser Reserven auf den Markt zu bringen.

Die G7, zu denen neben Deutschland auch Frankreich, Grossbritannien, Italien, die USA, Japan und Kanada gehören, hatten Anfang Oktober gefordert, dass ab sofort und über vier Monate 100 Millionen Barrel Rohöl tatsächlich freigegeben werden. Mit der Massnahme sollen die Preise für Kraftstoffe gesenkt werden. (sda/awp/dpa)

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