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Italiener erkennt auf den Schockbildern der EU-Zigipäckli seinen Vater wieder

Italiener erkennt auf den Schockbildern der EU-Zigipäckli seinen Vater wieder

19.11.2016, 16:1320.11.2016, 09:48

Die neuen, von der EU verordneten Schockbilder auf den Zigarettenschachteln, haben bei Raffaele Leone ihre Wirkung erzielt: Er war geschockt – weil er auf einem der Bilder seinen Vater wiedererkannte. 

Raffaele Leone mit der Zigarettenpackung und einem eigenen Bild seines Vaters.
Raffaele Leone mit der Zigarettenpackung und einem eigenen Bild seines Vaters.bild via lastampa.it

«Meinen Vater auf all diesen Zigarettenschachteln zu sehen, hat mich erschüttert», sagt der 49-Jährige aus einem Turiner Vorort gegenüber der Tageszeitung La Stampa. Wie die Aufnahme entstanden ist, weiss er nicht. Ebenso wenig, wie sie auf den Zigarettenschachteln endete. Agostino Leone sei 2014 im Alter von 73 Jahren gestorben. Ein halbes Jahr zuvor habe er einen schweren Schlaganfall erlitten. «Er hat Zigarren geraucht, aber nicht auf der Lunge», so Leone.

Raffaele Leone hat sich einen Anwalt genommen und von der Europäischen Union Auskunft verlangt. Dort hat man ihm beschieden, die EU besitze für alle 42 verwendeten Fotos die Bildrechte. Wie sein Vater sein Einverständnis dazu gegeben haben soll, ist ihm unklar, da er nach dem Schlaganfall seine rechte Hand nicht mehr richtig habe benutzen können.

Er gibt an, das Bild schon vor Monaten entdeckt zu haben. An die Öffentlichkeit sei er erst jetzt gegangen, weil er vor einigen Tagen im Internet gelesen habe, dass ein Spanier behauptet, er sei auf jenem Foto abgebildet, wie er sich von einer Rückenoperation erholt. Leone ist sich indes sicher: «Ich kann mich nicht irren, das ist mein Vater.» Er beschuldige niemanden, er wolle nur verstehen, warum ihn niemand vorgängig informiert habe. «Ich verlange ausführliche Antworten.» (kri)

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