International
EU

Italien verlängert Grenzkontrollen zu Spanien

Italien verlängert Grenzkontrollen zu Spanien

Im Streit über den Umgang mit Migranten hat Italien die Grenzkontrollen zum EU-Partner Spanien um weitere 15 Tage verlängert.
31.08.2026, 13:1231.08.2026, 13:12

Das Innenministerium in Rom teilte mit, die Benachrichtigung über die Verlängerung der Kontrollen an den Luft- und Seegrenzen werde an die EU übermittelt. Die Massnahme war von der rechten Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni vor einem Monat nach der Ankunft Tausender Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta ergriffen worden.

Italy's Prime Minister Giorgia Meloni speaks during a media conference at the NATO summit in Ankara, Turkey, Wednesday, July 8, 2026. (AP Photo/Francisco Seco)
Giorgia Meloni
Giorgia Meloni ist nicht glücklich mit dem spanischen Umgang mit illegaler Migration.Bild: keystone

Das Ministerium erklärte, die «Bewertungsgrundlagen, die der Wiedereinführung der Kontrollen am vergangenen 1. August zugrunde gelegen hatten», bestünden weiterhin. Minister Matteo Piantedosi habe seinen spanischen Amtskollegen Fernando Grande-Marlaska über die Verlängerung in einem «konstruktiven Telefongespräch» informiert, hiess es aus Rom.

Spanien kontrolliert auch Einreisen aus Italien

Nach der italienischen Rückkehr zu Grenzkontrollen – wie in Zeiten vor dem Schengen-Abkommen zum freien Reiseverkehr in Europa – reagierte Spanien eine Woche später und kontrolliert seitdem seinerseits Ankömmlinge aus Italien an Häfen und Flughäfen. Die Regelung soll bis zum 7. September gelten. Ob Spanien die Kontrollen nun auch verlängern wird, ist noch unklar.

Rom argumentierte damals, seine Grenzen müssten wegen des Andrangs der Menschen auf Ceuta geschützt werden. Es gab keine Hinweise darauf, dass sich von den Migranten aus Ceuta jemand auf den Weg nach Italien gemacht hätte. Sie durften nicht einmal auf das spanische Festland. Kritiker werteten Melonis Schritt deshalb als innenpolitisch motivierte Symbolpolitik. Die neue rechte Partei Futuro Nazionale setzt ihre Regierung zunehmend unter Druck. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
3
«Zu lang und zu viel»: Trumps Generäle raten vor Verlängerung des Iran-Kriegs ab
Das US-Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht zumindest in Teilen dementiert, wonach mehrere hochrangige US-Militärs vor einer Verlängerung des US-Einsatzes gegen den Iran gewarnt haben. «Vieles davon ist schlichtweg falsch», schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X. Er betonte, dass die Veröffentlichung streng geheimer Lageberichte ein «Verbrechen» sei.
Zur Story