International
Iran

Krieg USA Iran: Trumps Generäle raten ab, Pentagon dementiert

FILE - The Pentagon is seen from the air, July 15, 2026, in Washington. (AP Photo/Alex Brandon, File)
Media Pentagon Stars and Stripes
Im Pentagon zeigt man sich gar nicht erfreut, über einen Bericht der «Washington Post »– und dementiert ihn.Bild: keystone

«Zu lang und zu viel»: Trumps Generäle raten vor Verlägerung des Iran-Kriegs ab

31.08.2026, 00:4031.08.2026, 00:56

Das US-Verteidigungsministerium hat einen Medienbericht zumindest in Teilen dementiert, wonach mehrere hochrangige US-Militärs vor einer Verlängerung des US-Einsatzes gegen den Iran gewarnt haben. «Vieles davon ist schlichtweg falsch», schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X. Er betonte, dass die Veröffentlichung streng geheimer Lageberichte ein «Verbrechen» sei.

In einem Statement an die Deutsche Presse-Agentur sagte Parnell, dass der Artikel «ein schlecht recherchierter Bericht voller Ungenauigkeiten» sei. Zu internen operativen Abläufen oder bestimmten Risikobewertungen wolle er sich nicht öffentlich äussern.

Zuvor hatte die «Washington Post» unter Berufung auf mit einem geheimen Dokument vertraute Personen berichtet, dass mehrere hochrangige US-Militärs Verteidigungsminister Pete Hegseth darauf hingewiesen hätten, dass eine Verlängerung grossangelegter Operationen gegen den Iran nicht tragbar sei. Zudem könnten dadurch die Fähigkeiten der Streitkräfte, Bedrohungen auch in der Heimat abzuwehren, eingeschränkt werden, schrieb die Tageszeitung unter Berufung auf das sogenannte Secretary of Defense Orders Book (SDOB).

Dabei handelt es sich laut «Washington Post» um eine in der Regel zweimal im Monat zusammengestellte Übersicht über die weltweite Verfügbarkeit von US-Kriegsschiffen, Flugzeugen, Personal und Waffensystemen. Die Warnungen seien von Oberbefehlshabern von Heer, Marine und Luftwaffe sowie den Vier-Sterne-Generälen, die die US-Operationen in Europa, Asien und Lateinamerika leiten, ausgesprochen worden, hiess es weiter.

Die «Washington Post »zitierte eine mit den Vorgängen vertraute Person, wonach der Grundtenor innerhalb der US-Militärführung jener sei, dass bereits der seit einem halben Jahr andauernde Krieg «zu viel und zu lang» sei.

Laut dem Dokument sei vorgesehen, dass einige in Nahost stationierten Truppen bis September und andere bis 2027 dort bleiben sollen. Eine mögliche Verlängerung des Truppeneinsatzes habe die Militärführung dazu veranlasst, ihre Besorgnis zu äussern. (her/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Sabrina Carpenter empört über US-Regierung
1 / 4
Sabrina Carpenter empört über US-Regierung

Popstar Sabrina Carpenter hat sich empört über ein Video des Weissen Hauses geäussert.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Trump zum Ende des Deals mit dem Iran
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Siedler greifen in palästinensischem Dorf Fernsehteam an – mehrere Verletzte
Radikale israelische Siedler haben Medienberichten zufolge Mitglieder eines US-Fernsehteams und eine palästinensische Familie im besetzten Westjordanland angegriffen. Dabei seien ein Mann und eine Frau verletzt worden, hiess es. Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Vorfall habe sich im Dorf Dschalud südlich von Nablus ereignet. NBC News berichtete, dass mehrere Journalisten des US-Senders attackiert worden seien.
Zur Story