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Umfrage: Mehrheit der Briten lehnt Brexit mittlerweile ab

epa06384871 The British Union flag and European Union flag outside parliament in London, Britain, 12 December 2017. British Prime Minister Theresa May is set to face another Brexit Bill showdown over  ...
Nur noch 41 Prozent der Briten befürworten den Brexit. Bild: EPA/EPA

Brexit, no thanks! Mehr als die Hälfte der Briten will nun doch in der EU bleiben

17.12.2017, 01:4417.12.2017, 09:08

Die Mehrheit der Briten will einer neuen Umfrage zufolge doch in der Europäischen Union bleiben. Dabei ist der Vorsprung der EU-Befürworter mit 51 Prozent vor den Brexit-Anhängern mit 41 Prozent so gross wie noch nie zuvor.

Dies berichtet die Zeitung «The Independent» am Samstag unter Berufung auf eine Studie des Meinungsforschungsinstituts BMG. Bei der Volksbefragung im Juni 2016 hatten 52 Prozent der Briten für den EU-Austritt und 48 Prozent dagegen gestimmt.

Die Frage, ob Grossbritannien Mitglied der EU bleiben sollte oder nicht, beantworteten in der neuen Umfrage sieben Prozent mit «weiss nicht». Ein Prozent antwortete gar nicht.

Ehemalige Nichtwähler entscheidend

Verantwortlich für den immer grösser werdenden Abstand zwischen Brexit-Gegnern und -Befürwortern sind vor allem diejenigen Briten, die sich nicht an dem Referendum im Juni 2016 beteiligt hatten, wie der Chef von BMG Research, Michael Turner, der Zeitung sagte. Die damaligen Nichtwähler würden nun mit überwältigender Mehrheit im Verhältnis 4:1 für den EU-Verbleib stimmen, während die damaligen Befürworter und Gegner eines EU-Austritts überwiegend (zu rund 90 Prozent) bei ihrer Meinung geblieben seien. Befragt wurden rund 1500 Erwachsene vom 5. bis zum 8. Dezember.

Zuletzt hätten die Brexit-Befürworter im Februar in Umfragen geführt, seitdem habe es eine langsame Verschiebung in der öffentlichen Meinung in Richtung der Brexit-Gegner gegeben.

Vasall der EU?

Die Briten schulden der EU Milliarden

Video: srf

Der britische Aussenminister und Brexit-Befürworter Boris Johnson sprach sich unterdessen in der Zeitung «Sunday Times» dafür aus, bei den Verhandlungen mit der EU so viel wie möglich herauszuholen. Sollte Grossbritannien die europäischen Verordnungen nicht abstreifen können, werde das Königreich zu einem «Vasallenstaat» der EU werden, warnte er.

Premierministerin Theresa May handelt gegenwärtig mit den anderen EU-Mitgliedern die genauen Bedingungen und Umstände des Austritts aus. Dieser soll im März 2019 erfolgen. (sda/reu/dpa)

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