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epaselect epa07201551 A protester wearing a yellow vest (gilets jaunes) waves a French flag during clashes with riot police near the Arc de Triomphe as part of a demonstration over high fuel prices on the Champs Elysee in Paris, France, 01 December 2018. The so-called 'gilets jaunes' (yellow vests) are a protest movement, which reportedly has no political affiliation, is protesting across the nation over high fuel prices.  EPA/YOAN VALAT

75'000 Menschen gingen am vergangenen Wochenende auf Frankreichs Strassen. Dieses Wochenende soll wieder demonstriert werden.  Bild: EPA/EPA

Französische Regierung will Krise eindämmen – «Gelbwesten» kündigen neue Demo an



Nach den Krawallen in Paris mit einem geschätzten Millionenschaden wollen Staatschef Emmanuel Macron und die Mitte-Regierung die schwere Krise eindämmen.

Premierminister Édouard Philippe plant laut französischen Medien ein neues Massnahmenpaket, um der «Gelbwesten»- Bewegung entgegenzukommen. Die «Gelbwesten» riefen allerdings zu neuen Protesten an diesem Samstag auf.

epa07192678 French Prime Minister Edouard Philippe, during a meeting to present a 10-year energy plan for the ecology transition at the Elysee Palace in Paris, France, 27 November 2018.  EPA/ELIOT BLONDET / ABACA / POOL  MAXPPP OUT

Édouard Philippe Bild: EPA/ POOL

Nach einem Krisentreffen von Präsident Emmanuel Macron, Premierminister Edouard Philippe und mehreren Ministern im Elysée-Palast verlautete am Montagabend aus Philippes Umfeld, der Regierungschef wolle rasch «Massnahmen» verkünden.

epa06063872 Les constructifs parliamentary group president at the French National Assembly Franck Riester delivers a speech during a special congress gathering both houses of parliament (National Assembly and Senate) in the palace of Versailles, outside Paris, France, 03 July 2017. Lawmakers from the two houses are usually called together only in times of national crisis, but Macron has convened the session, which he plans to make an annual event, to lay out his vision and priorities two months after his election.  EPA/ERIC FEFERBERG / POOL

Franck Riester Bild: EPA/AFP POOL

Damit solle sichergestellt werden, dass eine gewollte dreimonatige Gesprächsphase mit der Protestbewegung geregelt ablaufen könne. Kulturminister Franck Riester sagte, Philippe werde eine «starke Geste der Öffnung» machen.

Macron verschob kurzfristig einen für Mittwoch und Donnerstag geplanten Besuch in Belgrad. Laut französischen Medien ist der 40-Jährige mit der schwersten Krise seiner Amtszeit konfrontiert. Der sozialliberale Staatschef war im Mai 2017 in den Élyséepalast eingezogen.

Gelbwesten wollen weiter protestieren

Zuvor hatten Vertreter der Protestbewegung ein für Dienstag geplantes Treffen mit Philippe kurzfristig abgesagt. Zwei Vertreter der «Gelbwesten» gaben gegenüber der Nachrichtenagentur AFP «Sicherheitsgründe» für die Absage an.

Sie seien von Hardlinern bedroht worden, weil sie mit Regierungsvertretern sprechen wollten. Die Delegation der Aktivisten, die Philippe treffen wollte, wird nicht von allen Teilnehmern der Bewegung anerkannt.

Für diesen Samstag haben die Gelbwesten zu neuen Protesten aufgerufen.

Massenproteste in Frankreich eskalieren:

Proteste seit zwei Wochen

Die Proteste gegen hohe Kraftstoffpreise, Steuern und Lebenshaltungskosten halten nun schon seit rund zweieinhalb Wochen an. Schwere Ausschreitungen am Wochenende sorgten für Entsetzen.

Demonstranten hatten sich am vergangenen Samstag Strassenschlachten mit der Polizei in der Hauptstadt geliefert. Beobachter sprachen von bürgerkriegsähnlichen Szenen.

Schaufensterscheiben gingen zu Bruch, Autos brannten. Wie der Sender RTL unter Berufung auf das Rathaus berichtete, könnten die Schäden eine Summe von drei bis vier Millionen Euro erreichen.

epa07206100 Ambulance drivers light a fire on Place de la Concorde during a national ambulance drivers' protest, in Paris, France, 03 December 2018. Amid tensions in the country over protests for fuel hikes, ambulance drivers blocked traffic near the National Assembly and demonstrated against social security reforms, media reported.  EPA/IAN LANGSDON

Ausnahmezustand auf den Strassen in Paris.  Bild: EPA/EPA

Die Proteste der «Gelben Westen» erschüttern nicht nur die Hauptstadt, sondern das ganze Land. Laut Medien wurde in einigen Orten der im Nordwesten gelegenen Region Bretagne der Treibstoff knapp.

Am Montag wurden zwei «Gelbwesten» wegen Ausschreitungen in der zentralfranzösischen Stadt Puy-en-Velay zu mehrmonatigen Haftstrafen verurteilt. In Puy-en-Velay war am Samstagabend am Rande der Proteste die Präfektur in Brand gesetzt worden. (sda/afp/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • RandyRant 04.12.2018 23:28
    Highlight Highlight Also wenn es stimmt dass ein Zusammentreffen mit Wortführern der GJs u.a. daran gescheitert sein soll, dass Macron nicht mit ihnen live im TV diskutieren wollte, dann ist er halt echt ein riesen Lauch...
  • Sebastian Wendelspiess 04.12.2018 11:23
    Highlight Highlight Angeblich hatten die Gelbwesten gefordert, das Gespräch mit der Regierung solle live im TV übertragen werden, auch an dieser Forderung ist das Gespräch gescheitert.
    • RandyRant 04.12.2018 23:30
      Highlight Highlight So Leute wie Macron haben ihren Job halt nur weil Roboter noch nicht menschlich genug wirken.
      Der Roboter könnte seine Antworten wenigstens live von den Lobbyisten und Beratern empfangen und an einer solchen Sendung teilnehmen ;)
  • miarkei 04.12.2018 08:05
    Highlight Highlight Ich habe das Gefühl mit Frankreich (Wirtschaft) geht es doch seit einigen Jahren bergab. Hohe Arbeitslosigkeit vor allem bei den Jungen. Oder irre ich mich?
  • G. Schmidt 04.12.2018 07:45
    Highlight Highlight Gewalttätige Protestgruppe ohne wirkliche Forderungen?

    Da müssen viele Mitläufer darunter sein, die gerne mal ein Auto abfackeln wollten...
  • Domino 04.12.2018 07:26
    Highlight Highlight Jeden Silvester werden in Frankreich um die 1000 Fahrzeuge angezündet ( letztens 1031). Das erscheint meist nicht mal in den deutschsprachigen Nachrichten. Wenn sich aber der „normalo Steuerzahler“ auf die Strasse begibt wird schon fast der Notstand ausgerufen.
  • Markus97 04.12.2018 07:18
    Highlight Highlight Mir kommt es vor als würden gewisse Kräfte absichtlich eine Eskalation provozieren. Nimmt mich wunder was rauskommt, wenn die Proteste vorbei sind.
  • Veneris 04.12.2018 06:56
    Highlight Highlight Korrektur zum Artikel.

    "Sozialliberal" streichen und Wirtschaftsliberal einsetzen.
  • Clife 04.12.2018 06:38
    Highlight Highlight Ich finde den Protest ja legitim aber die Franzosen scheinen mir aus dem komplett falschen Ansatz her zu demonstrieren. Steuer auf umweltverschmutzende statt umweltschonende Autos (Frankreich war doch das Land, das in einigen Jahren schon komplett auf E umsteigen wollte) ist doch gut. Sie würden besser gegen Diskriminierung auf Grund von Steuervergünstigungen gegenüber Reichen demonstrieren dann hätten sie auch einen achtsamen Grund...
    • hävi (the return) 04.12.2018 13:02
      Highlight Highlight Und dann wäre es für Sie auch viel einfacher zwischen den Guten und den Bösen zu unterscheiden.
  • Rumbel the Sumbel 04.12.2018 06:38
    Highlight Highlight Sie seien von Hardlinern bedroht worden, weil sie mit Regierungsvertretern sprechen wollten....was waren das wohl für welche, die bedroht haben?
    • Markus97 04.12.2018 10:53
      Highlight Highlight Gerade gestern gingen mehrere Artikel rum, die sagten das ein gewisses Land aus dem Osten auch in der Schweiz Leute im Strassenkampf ausbildet. Nach einem Bericht des NDB mit dem Zweck Eskalationen herbeizuführen. Ein Schelm wer böses denkt.
    • Rumbel the Sumbel 04.12.2018 12:15
      Highlight Highlight Könnte auch sein. Ebenso gewisse Menschen aus den Kriegsgebieten mit terroristischem Hintergrund. Soziale Unruhen spielen deren Hand.
    • Sebastian Wendelspiess 04.12.2018 12:30
      Highlight Highlight @markus verschwörungstheorie?
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