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Frankreich

Hassa bint Salman verurteilt: Handwerker musste der Prinzessin die Füsse küssen

Lawyer of Saudi princess Hassa bint Salman, Emmanuel Moyne, arrives at courthouse in Paris, Thursday, Sept. 12, 2019. The only daughter of Saudi Arabia's King Salman has been found guilty by a Pa ...
Der Anwalt von Hassa bint Salman am Donnerstag im Pariser Gerichtsgebäude.Bild: AP

Handwerker musste saudischer Prinzessin die Füsse küssen – nun wurde sie verurteilt

12.09.2019, 20:3213.09.2019, 09:45
Sofia BOUDERBALA

Verhält sich so eine Prinzessin aus dem Morgenland? Weil sie einen Handwerker misshandeln und ihre Füsse küssen liess, ist die Tochter des saudiarabischen Königs Salman in Paris zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Das Strafgericht verhängte zudem eine Busse von 10'000 Euro gegen Hassa bint Salman. Ihr Anwalt kündigte Rechtsmittel gegen den Schuldspruch an.

Mit dem Urteil ging das Gericht über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus. Sie hatte sechs Monate Haft auf Bewährung und eine Busse von 5000 Euro gefordert. Die 42-jährige Prinzessin wurde in Abwesenheit verurteilt, sie wird per Haftbefehl gesucht. Ihre Anwälte hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

Die ältere Schwester des mächtigen saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman war 2016 mit einem Handwerker in Streit geraten, der in ihrer luxuriösen Pariser Wohnung einen Waschtisch reparieren sollte.

Dieser Hund muss getötet werden, er verdient es nicht zu leben»
Hassa bint Salman

Auslöser war ein eigentlich harmloses Handy-Foto, das der Handwerker nach eigenen Angaben für seine Reparaturen machte. Doch in diesem Moment betrat die Prinzessin das Bad. Sie dachte offenbar, er habe sie im Spiegel fotografiert und wolle das Bild verkaufen.

Rabiate Prinzessin

Das Gericht hielt die Darstellung des Handwerkers für glaubhaft. Danach wies die Prinzessin ihren Leibwächter an, den Arbeiter zu schlagen. «Dieser Hund muss getötet werden, er verdient es nicht zu leben», soll Hassa bint Salman nach Aussage des Klägers gesagt haben.

Ausserdem habe er sich mit gefesselten Händen niederknien und die Füsse der Prinzessin küssen müssen. Erst nach Stunden habe er die Wohnung wieder verlassen dürfen, gab der Handwerker zu Protokoll.

Der Leibwächter wurde zu acht Monaten Haft auf Bewährung und 5000 Euro Geldstrafe verurteilt. Er hatte den Vorfall vor Gericht ganz anders dargestellt. «Ich habe die Prinzessin um Hilfe rufen gehört», sagte er. Daraufhin habe er den Raum betreten und gesehen, wie sich die Prinzessin mit dem Handwerker um das Handy stritt. «Ich habe ihn gepackt und unter Kontrolle gebracht.»

Ruf als Wohltäterin

Die Anklage gegen die Prinzessin lautete auf Anstiftung zu körperlicher Gewalt und Freiheitsberaubung. Ihr Leibwächter musste sich wegen Gewalt und Freiheitsberaubung verantworten.

Die Staatsanwältin hatte bei einem Gerichtstermin im Juli ein Stück weit Verständnis für die Wut der Prinzessin geäussert: «Niemand hat sie fotografiert, seit sie acht Jahre alt war.» Bei dem Handwerker hätte es sich auch um einen «Feind des Landes» handeln können, etwa ein Mitglied der Dschihadistenmiliz «Islamischer Staat».

Die Prinzessin ist in ihrer Heimat als Wohltäterin bekannt. In den vom Königshaus kontrollierten Medien wird sie für ihre karitative Arbeit und den Einsatz für Frauen gefeiert. Das Urteil ist nach der Ermordung des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi ein weiterer Schlag für den Ruf der Herrscherfamilie. (sda/afp)

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«This is pivotal», sagt der Lange. «Das ist entscheidend». Den Republikanern in den USA steht das Wasser bis zum Hals, ihr Präsident ist so unpopulär wie nie, die Leute regen sich über die hohen Preise auf, über die unerschwinglichen Krankheitskosten und über den unnützen Krieg gegen Iran, der Benzin und Diesel verteuert. Der Lange setzt auf Donald Trump, der wie eine nervöse Fliege durch das Land schwirrt, von einer Rally mit den treuesten Anhängerschaften zum anderen: «Ich werde 72, und ich habe meiner Lebtag nie einen gesehen, der die Leute mit mehr Energie aufrüttelt.» Die Umfragen? «Ach was, Beto war in den Umfragen auch zweimal vorn, und er hat zweimal verloren. Schau doch, wer die Umfragen finanziert, und wer sie in Auftrag gibt».
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