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Kolumbiens Wahlsieger stoppt Übergang nach Betrugsvorwürfen

epa13064178 Far-right politician Abelardo de la Espriella (R) reacts as the National Electoral Council (CNE) presents him with his certificate as Colombia's president-elect after winning the runo ...
Abelardo de la Espriella.Bild: keystone

Kolumbiens Wahlsieger stoppt Übergang nach Betrugsvorwürfen

Nach Vorwürfen der scheidenden linken Regierung wegen Wahlbetrugs gegen das Lager des gewählten kolumbianischen Präsidenten Abelardo de la Espriella hat dieser den formellen Übergangsprozess ausgesetzt.
08.07.2026, 00:3808.07.2026, 01:57

Nur einen Monat vor seinem Amtsantritt warf der rechte Anwalt dem Staatschef Gustavo Petro und dessen politischer Bewegung vor, sich an der Macht festklammern zu wollen.

Petro hatte zuvor angekündigt, den knappen Wahlsieg De la Espriellas bei der Stichwahl am 21. Juni in dem südamerikanischen Land nicht anzuerkennen. Er werde die Macht am 6. August dennoch übergeben, schrieb der derzeitige Präsident auf X, nachdem De la Espriella den Übergangsprozess gestoppt hatte.

Bei der Präsidentenwahl kam der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Kandidat auf rund 49,6 Prozent der Stimmen, der linke Regierungskandidat Iván Cepeda auf rund 48,7 Prozent. Petro selbst durfte nicht mehr antreten, weil die Wiederwahl des Präsidenten in der Verfassung untersagt ist.

Linkes Regierungslager ruft zum «zivilen Ungehorsam» auf

Laut Petro wurden die Wahlergebnisse im US-Bundesstaat Kalifornien mit Hilfe von Algorithmen manipuliert, die private israelische Geheimdienstunternehmen entwickelt haben sollen. Cepeda hat seine knappe Niederlage bei der Stichwahl zwar eingestanden, die Kolumbianer jedoch zum «zivilen Ungehorsam» aufgerufen.

De la Espriella sprach von einem Putschversuch des Regierungslagers. «Wir können nicht mit einer Bande von Putschisten und Korrupten am Verhandlungstisch sitzen», sagte der Wahlsieger in einer Videobotschaft auf der Plattform X. Petro und Cepeda hätten nicht nur Angst davor, dass die Korruption der derzeitigen Regierung aufgedeckt werde, sondern auch vor den rechtlichen Konsequenzen ihrer «Verbindungen zum Drogenterrorismus». (sda/dpa)

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