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Kremlsprecher Peskow: Kiew wird von Europa zur Kriegsführung provoziert

epa12564786 Kremlin spokesman Dmitry Peskov attends a plenary session as part of the 16th VTB Investment Forum 'Russia Calling!' in Moscow, Russia, 02 December 2025. The forum runs from 02 t ...
Als oberster Medienkoordinator des Kremls trägt Peskow eine direkte Mitverantwortung an der Verbreitung von Unwahrheiten zum Ukraine-Krieg.Bild: keystone

Kremlsprecher Peskow: Kiew wird von Europa zur Kriegsführung provoziert

08.07.2026, 00:2408.07.2026, 10:25

Die Länder Europas drängen die Ukraine nach Ansicht von Kremlsprecher Dmitri Peskow zur Fortsetzung des Kriegs gegen Russland. «Die Europäer glauben immer noch, dass man Russland strategisch besiegen kann», sagte Peskow in einem Interview der Schweizer «Weltwoche». Dies sei «der grösste Fehler überhaupt». Und mit diesem europäischen Rückhalt sei Kiew nicht flexibel.

Die aktuelle Entwicklung in Europa, das aktuell massiv aufrüstet, bewertete der Sprecher von Kremlchef Wladimir Putin als Transformationsprozess. «Europa hat verstanden, dass es keine richtigen Sicherheitsgarantien der USA mehr gibt», sagte er und kritisierte die Verwendung von Steuergeldern für die europäische Aufrüstung. «Das ist Gehirnwäsche der europäischen Steuerzahler.»

Befürchtungen Europas über eine mögliche Eskalation des Ukraine-Kriegs zu einem Dritten Weltkrieg trat Peskow kategorisch entgegen. «Russland ist zu gross und verantwortungsvoll, um einen Dritten Weltkrieg auszulösen», betonte er. Auch die USA seien sich möglicher Konsequenzen bewusst. «Wir haben zwar keine guten Beziehungen zur Zeit, aber wir sind klug genug, miteinander zu reden.»

Angesichts der Spannungen infolge des Kriegs in der Ukraine sah Peskow viele Ähnlichkeiten zu den politischen Umständen der 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. «Die Militarisierung Europas beunruhigt uns», sagte er. Daher hoffe er auf eine neue Generation europäischer Politiker. Zu den russischen Politikern äusserte er sich im Interview nicht.

(sda/dpa)

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quelle: keystone / bo amstrup
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