International
USA

Trump sucht wegen «Save America Act» die Konfrontation mit Republikanern

President Donald Trump speaks as he meets with NATO Secretary General Mark Rutte in the Oval Office at the White House, Wednesday, June 24, 2026, in Washington. (AP Photo/Jacquelyn Martin)
Trump NATO  ...
Trump spricht von einem «nationalen Notstand».Bild: keystone

Trump sucht die Konfrontation mit Republikanern

Wenn der Kongress nicht über sein Gesetz zur Stimmabgabe berät, will er ein anderes Gesetz nicht unterzeichnen. Doch dafür fehlen Stimmen.
25.06.2026, 00:5225.06.2026, 05:39
Ein Artikel von
t-online

US-Präsident Donald Trump verschärft die Gangart gegen seine Parteifreunde im Kapitol. Er weigert sich, ein am Vortag vom Kongress beschlossenes Gesetz zu unterzeichnen, wenn nicht auch der von ihm seit langem geforderte «Save America Act» durch das Parlament gehe. Auf der Plattform Truth Social schrieb Trump von einem «nationalen Notstand».

Bild
Truth Social

Trump versucht seit Monaten, seine Parteikollegen im Kongress vom «Save America Act» zu überzeugen. Das Gesetz sieht unter anderem vor, dass Bürgerinnen und Bürger bei der Registrierung für die Stimmabgabe ihre Staatsbürgerschaft nachweisen müssen. Bei Bundeswahlen muss zudem ein Lichtbildausweis vorgelegt werden. Ausserdem will Trump eine Regel verankern, die Transmenschen die Teilnahme an sportlichen Wettbewerben erschweren würde. Im März hatte Trump bereits angekündigt, kein anderes Gesetz zu unterzeichnen, bevor sein Vorhaben durchs Parlament gegangen ist.

Das am Dienstag vom Repräsentantenhaus beschlossene und von Trump blockierte Gesetz hat damit nichts zu tun. Es soll US-Amerikanern erleichtern, sich ein Eigenheim leisten zu können, und erhielt in beiden Kammern überparteiliche Unterstützung. US-Medien beschrieben es als das grösste Gesetz zur Finanzierbarkeit von Wohnraum seit Jahrzehnten.

Die demokratische Politikerin Elizabeth Warren reagierte auf Trumps Absage der Unterzeichnungszeremonie und schrieb auf X: «Eine grosse parteiübergreifende Mehrheit im Kongress hat ein Gesetz zur Senkung der Wohnkosten verabschiedet. Doch in letzter Minute weigert sich Donald Trump, es zu unterzeichnen. Seine Politik hat dazu geführt, dass Ihre Kosten gestiegen sind – und das ist ihm egal.»

Trump traf konservative Republikaner

Trump traf am Mittwoch konservative Republikaner, wie die «New York Times» berichtete. Der Mehrheitsführer im Senat, der Republikaner John Thune, hatte zuvor mehrfach gesagt, für Trumps Vorhaben fehlten die nötigen Stimmen.

Der US-Präsident ging nach dem Treffen nicht näher auf die Inhalte ein und deutete lediglich an, dass er einige wenige in seiner Partei nicht möge. Der republikanische Senator Tim Sheehy sprach gegenüber dem Sender Fox News von einem «lebhaften» Austausch zwischen dem Präsidenten und den Senatoren.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Pressefotos 2026 (Nord- und Zentralamerika)
1 / 9
Die besten Pressefotos 2026 (Nord- und Zentralamerika)

«Columbia University Pro-Palestine Protests» von Alex Kent, New York Times
Die Barnard-College-Absolventin Jesse Pearce wird vor der Abschlussfeier der Columbia University festgenommen. Gemeinsam mit derzeitigen Studierenden protestierten Absolventen gegen die anhaltenden finanziellen Verbindungen der Hochschule zu Israel.

quelle: alex kent/world press photo
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Trump widerspricht sich selbst zum Reflecting Pool
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
47 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Swen Goldpreis
25.06.2026 02:12registriert April 2019
Aber jetzt mal was anderes: Irgendwie ist US-System auch wirklich doof eingerichtet. Bei uns gibts eine zentrale Einwohnerkontrolle, die sicherstellt, dass jeder Stimmberechtigte in der Schweiz abstimmen kann und dass jeder der Abstimmungsunterlagen bekommt, auch stimmberechtigt ist. Ich würde nicht mal bezweifeln, dass da auch schon Fehler unterlaufen sind, aber es ist ein System, das grundsätzlich hervorragend funktioniert.

Aber in den USA ist das total absurd gelöst. Da muss man sich als Wähler einer Partei zuerst registrieren lassen, um überhaupt abstimmen zu können. Was für Scheissland.
1322
Melden
Zum Kommentar
avatar
Maronni
25.06.2026 00:57registriert Juni 2020
Trennung von Exekutive und Legislative (und Judikative) hat so ihren Grund.
Den Unterschied hat die Orange aber vergessen. äh. nie gekannt.
1120
Melden
Zum Kommentar
avatar
Auster N
25.06.2026 02:20registriert Januar 2022
Das ist jetzt aber viel zu früh um die Mid-terms zu verhindern. Ein Notstand hält sicher nicht bis November. Trump ist komplett vom Bus gefallen. Demenz oder einfach dumm steht zur Debatte.
800
Melden
Zum Kommentar
47
Trumps kolossales Scheitern: Das ist der entscheidende Fehler des US-Präsidenten
Der Friedensplan für Gaza ist geplatzt, der Iran tanzt ihm auf der Nase herum: Hinter beiden Niederlagen steckt dieselbe Fehleinschätzung.
Fürs Schachspielen ist Donald Trump nicht bekannt. Trotzdem bemühte er am Sonntag folgenden Vergleich: Die Verhandlungen mit dem Iran über die Wiedereröffnung der Strasse von Hormus seien «wie eine Schachpartie». Es werde sich schon regeln, fügte er an. «Es regelt sich immer.»
Zur Story