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Konservativer Spitzenkandidat verliert Parlamentssitz in Kanada

FILE - Canada Federal Conservative Leader Pierre Poilievre appears at a federal election campaign event in Brampton, Ontario, on March 24, 2025. (Chris Young/The Canadian Press via AP, File)
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Der Spitzenkandidat der Konservativen Partei, Pierre Poilievre, bei einer Wahlkampagne in Ontario. Bild: keystone

Konservativer Spitzenkandidat verliert Parlamentssitz in Kanada

29.04.2025, 14:3929.04.2025, 14:39

Mit dem Sieg der liberalen Partei bei der Parlamentswahl in Kanada hat der Spitzenkandidat der konservativen Partei, Pierre Poilievre, seinen eigenen Sitz im Unterhaus verloren.

Stattdessen gewann in dem Wahlkreis in der Hauptstadt Ottawa Prognosen der Wahlbehörde zufolge der liberale Kandidat Bruce Fanjoy. Poilievre hatte den Sitz zuvor seit 2004 siebenmal in Folge gewonnen.

Auch der Spitzenkandidat der sozialdemokratischen New Democratic Party, Jagmeet Singh, verlor seinen Sitz in einem Wahlkreis in der westkanadischen Provinz British Columbia – und kündigte seinen Rücktritt an.

Die beiden anderen Spitzenkandidaten grosser Parteien – Yves-François Blanchet vom Bloc Québécois und Elizabeth May von den Grünen – konnten ihre Sitze verteidigen. Mays Mit-Vorsitzender Jonathan Pedneault bekam jedoch keinen Sitz.

Liberale knapp an absoluter Mehrheit gescheitert

Insgesamt gewannen die Liberalen von Premierminister Mark Carney nach Auszählung in rund 99 Prozent der Wahllokale voraussichtlich 168 Sitze im Parlament in der Hauptstadt Ottawa – und verfehlten damit knapp die absolute Mehrheit von 172 Sitzen. Die Konservativen kommen demnach auf 144 Mandate. Ihr Parteichef Poilievre gestand seine Niederlage ein und gratulierte Carney zum Wahlsieg.

Die Parlamentswahl stand unter dem Druck aggressiver Zollpolitik und Annexions-Drohungen von US-Präsident Trump. Noch am Wahltag hatte Trump die Kanadier erneut aufgefordert, einer Eingliederung in die USA als 51. Staat zuzustimmen. Seine Einmischung hatte den Wahlkampf komplett auf den Kopf gestellt: Lange lagen die oppositionellen Konservativen in Umfragen scheinbar uneinholbar vorn, doch im Widerstand gegen Trump rückten die Kanadier zusammen und versammelten sich nun überwiegend hinter Carney. (nib/sda/dpa)

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