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Impfquote bei US-Vorschulkindern sinkt weiter

Eine Pflegefachfrau spritzt einem Kind eine Covid-19 Impfung, im Referenz-Impfzentrum des Kantons Zuerich beim Zentrum f
Vor zehn Jahren waren in den USA noch 94,7 Prozent der Vorschulkindern gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. (Symbolbild)Bild: keystone

Impfquote bei US-Vorschulkindern sinkt weiter

18.08.2026, 15:3818.08.2026, 15:38

In den USA sind immer weniger Vorschulkinder gegen verbreitete Infektionskrankheiten geimpft. Die Quote habe gegenüber dem Vorjahr bei den meisten erfassten Impfungen leicht abgenommen, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit Sitz in Atlanta mit.

Sie lag im Schuljahr 2025/2026 bei 92,0 Prozent bei der Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten, 92,4 Prozent bei den Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln sowie gegen Polio. Das war ein Rückgang von 0,1 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Zugleich stieg der Anteil der Vorschulkinder, die von mindestens einer Impfvorgabe ausgenommen waren, von 3,6 auf 4,2 Prozent. Die Gesetze der Bundesstaaten sehen Ausnahmen von den Impfvorschriften für Schulen vor, etwa aus medizinischen, religiösen oder weltanschaulichen Gründen. Die Mehrzahl der Ausnahmen nun erfolgte laut CDC aus nicht-medizinischen Gründen (4,0).

Meiste Masernfälle in 35 Jahren

Die CDC untersteht Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der als Impfskeptiker gilt. Präsident Donald Trump hatte kürzlich in einem Dekret verfügt, die Zahl der empfohlenen Impfungen zu reduzieren. Ausserdem fordert er die Aufteilung von Kombi-Impfungen auf mehrere Arztbesuche. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte mit Sorge und scharfer Kritik auf die Kinderimpf-Politik der US-Regierung reagiert und etwa erklärt, dass die Anordnung «nicht im Einklang mit dem Stand der Wissenschaft» stehe.

Insgesamt zeigen die CDC-Zahlen einen Trend zum Rückgang der Impfquote über die Jahre. Der wird begleitet von einer Masern-Epidemie in dem Land. Die USA haben in diesem Jahr so viele Masern-Fälle wie seit 35 Jahren nicht mehr registriert. Vor zehn Jahren lag die Impfquote unter Vorschulkindern gegen Masern, Mumps und Röteln bei 94,7 Prozent und damit 2,3 Prozentpunkte über dem jetzigen Wert.

«Bei einigen Krankheiten wie Masern kann selbst ein geringer Rückgang der Impfquote zu mehr Ausbrüchen führen, weil für eine Gemeinschaftsimmunität mehr als 95 Prozent der empfänglichen Personen immunisiert sein müssen», sagte Andrew Racine, Präsident der American Academy of Pediatrics, der Zeitung Washington Post. (sda/dpa)

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