International
Gesundheit

Neue Glyphosat-Klage gegen Bayer in den USA eingereicht

Neue Glyphosat-Klage gegen Bayer in den USA eingereicht

22.06.2021, 05:4622.06.2021, 05:46
Bayer hat am Mittwochabend eine formelle Einigung mit den Kl
Gegen Bayer wurde wieder wegen des Unkrautvernichters Glyphosat Klage eingereicht.Bild: sda

Gegen Bayer ist in den USA nach langer Pause wieder eine Klage wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat vor Gericht eingereicht worden. Der Kläger Michael Langford macht die jahrzehntelange Verwendung des glyphosathaltigen Bayer-Herbizids Roundup für seine Krebserkrankung verantwortlich, wie seine Anwälte am Montag mitteilten.

2007 wurde bei dem Mann aus Kalifornien demnach Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert, später entwickelte er weitere Krebsarten. Die Klage wurde bei einem kalifornischen Gericht in San Franciso eingereicht, ein Gerichtstermin steht noch nicht fest.

Bislang hat Bayer drei Glyphosat-Prozesse in erster Instanz verloren - mit millionenschweren Schadenersatzzahlungen - und in zwei der Berufungsverfahren Niederlagen erlitten. Im Juli könnten in den USA weitere Glyphosat-Klagen vor Gericht kommen, hatte Vorstandschef Werner Baumann kürzlich schon gesagt.

Die Klagewelle hatte sich der Konzern mit der Übernahme des Glyphosat-Entwicklers Monsanto ins Haus geholt. Vor rund einem Jahr gab Bayer einen rund 11.6 Milliarden Dollar schweren Vergleich bekannt. Zuletzt standen aber noch für knapp 30'000 der zuletzt bekannten 125'000 Klagen Einigungen aus. (sda/reuters)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Sie hat gelitten – Jetzt verklagt diese Rentnerin Monsanto
Video: srf
Das könnte dich auch noch interessieren:
Maricarmen wurde nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung geschmissen: Riesenproteste in Spanien
Zehntausende Menschen haben in Madrid für das Recht auf Wohnen und gegen Zwangsräumungen demonstriert. Der Protest stand unter dem Motto «Ni una Maricarmen más» («Keine weitere Maricarmen») und richtete sich vor allem gegen die Zwangsräumung einer 87-Jährigen, die nach 70 Jahren aus ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt vertrieben worden war. Das Innenministerium sprach von rund 25'000 Teilnehmern, die Veranstalter vom Mieterverband «Sindicato de Inquilinas» von 300'000.
Zur Story