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Gesundheit

Ebola: Weiterhin schnelle Ausbreitung der Krankheit im Kongo

Health workers disinfect themselves after preparing the body of an Ebola victim at Citadelle Clinic in Bunia, Congo, Friday, June 12, 2026. (AP Photo/Moses Sawasawa)
Congo Ebola
Helferinnen und Helfer desinfizieren sich gegenseitig.Bild: keystone

Weiterhin schnelle Ausbreitung von Ebola im Kongo

Die kongolesischen Gesundheitsbehörden melden einen weiterhin starken Anstieg der bestätigten Ebola-Fälle im Nordosten des Landes.
15.06.2026, 10:3815.06.2026, 10:38

Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der Fälle um 72 auf insgesamt 782 gestiegen, berichtete das Informationsministerium des zweitgrössten afrikanischen Landes. Die Zahl der bestätigten Todesfälle stieg im selben Zeitraum um 32 auf 181. Da sich die jüngsten offiziellen Zahlen auf den 13. Juni beziehen, dürfte die tatsächliche Zahl inzwischen noch höher sein. Die Sterblichkeitsrate liegt den Angaben zufolge bei 23,1 Prozent.

Nach Angaben des Ministeriums werden aktuell 359 Patienten in Spitälern und Isolierstationen behandelt. Problematisch ist weiterhin die Nachverfolgung der Kontakte. Mit 56,5 Prozent liegt die Nachverfolgungsrate deutlich unter der Zielmarke. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) warnte, dass einen Monat nach Bekanntwerden des Ausbruchs in der kongolesischen Provinz Ituri die Lücken bei Überwachung und Kontaktverfolgung die Bemühungen um eine Eindämmung der hochgefährlichen Krankheit untergrüben.

«Niemand kennt das wahre Ausmass oder die genauen Ausbreitungsorte», sagte Kate White, medizinische Notfallkoordinatorin von MSF im Kongo. «Wir wissen jedoch, dass die meisten Behandlungszentren in der Provinz Ituri überlastet sind; viele unserer Patienten erreichen uns erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit, und die meisten wurden vor ihrer Behandlung weder als Kontaktpersonen identifiziert noch überwacht.»

Zudem hätten viele betroffene Gemeinden keinen ausreichenden Zugang zu Testungen, auch die Übermittlung der Laborergebnisse dauere noch zu lange. «Ohne schnellere und flächendeckendere Tests wird es uns schwerfallen, Fälle früh genug zu erkennen, um den Ausbruch einzudämmen», betonte White.

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. (hkl/sda/dpa)

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