International
Griechenland

Greta Thunberg mit Aktivisten der Gaza-Flottille in Athen gelandet

Greta Thunberg und andere Aktivisten der Gaza-Flottille in Athen gelandet

06.10.2025, 20:2006.10.2025, 20:20
Swedish activist Greta Thunberg arrives at the Eleftherios Venizelos International Airport in Athens, Monday, Oct. 6, 2025 after being deported from Israel for taking part in a Gaza-bound aid flotilla ...
Greta Thunberg und andere Aktivisten sind in Athen angekommen.Bild: keystone

Rund 160 Aktivisten der propalästinensischen Gaza-Flottille von insgesamt rund 400 Menschen sind am Nachmittag am Flughafen der griechischen Hauptstadt Athen gelandet, darunter die schwedische Aktivistin Greta Thunberg. Der Flug sei in Abstimmung mit Israel organisiert worden, teilte das griechische Aussenministerium mit. Unter den Passagieren waren demnach Aktivisten aus 15 europäischen Ländern, darunter auch 27 griechische Staatsbürger, die an der «Globalen Sumud-Flottille» teilgenommen hatten und Hilfsgüter in den Gazastreifen liefern wollten.

Ein Statement von Thunberg nach ihrer Ankunft ging in den Sprechchören von Unterstützern unter, wie der Sender ERTnews zeigte. Über hundert Menschen hatten die Aktivisten am Terminal erwartet. «Es ist bösartig, Millionen Menschen verhungern zu lassen», sagte die Schwedin, bevor der Rest ihrer Ansprache von den Rufen der Sympathisanten übertönt wurde.

«Völkermord auf unseren Telefonen»

Die schwedische Zeitung «Aftonbladet» zitierte Thunberg mit den Worten: «Lasst es mich sehr deutlich sagen, das ist ein Völkermord, der da vor sich geht. Vor unseren Augen. Ein livegestreamter Völkermord auf unseren Telefonen. Niemand in der Zukunft wird sagen können, dass wir es nicht gewusst haben.» Sie könne sehr lange darüber reden, wie schlecht die Aktivisten im Gefängnis behandelt worden seien, aber das sei nicht der Punkt, sagte Thunberg demnach.

Vorwürfe wegen mutmasslicher Misshandlung

Die Aktivisten, die mit einer Flotte privater Segel- und Motorboote Hilfslieferungen in den Gazastreifen bringen wollten, waren von Israel abgefangen und festgesetzt worden. Anschliessend gab es Vorwürfe von Organisatoren und Teilnehmern Gruppe an die israelischen Behörden, wonach die Aktivisten körperlich und psychisch misshandelt und gedemütigt worden seien. Das israelische Aussenministerium wies die Aussagen als «dreiste Lügen» zurück. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Venezuela: Demos für Rückkehr von Nobelpreisträgerin Machado
Bei Kundgebungen in Venezuela haben Anhänger der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado deren sichere Rückkehr sowie freie Wahlen in dem südamerikanischen Land gefordert. Mit venezolanischen Fahnen zogen die Demonstrierenden in Motorradkonvois durch die Strassen mehrerer Städte, wie Videos zeigten.
Zur Story