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Britische Corona-Untersuchung: Regierung verschwendete 10 Milliarden

Britische Corona-Untersuchung: Regierung hatte 10 Milliarden Pfund verschwendet

14.07.2026, 18:5514.07.2026, 18:55
KEYPIX - epa12469825 Former British Prime Minister Boris Johnson departs the Covid-19 Inquiry in London, Britain, 21 October 2025. Johnson gave evidence to the Covid Inquiry over his government's ...
Er war während der Corona-Pandemie Premierminister: Boris Johnson.Bild: keystone

Die britische Zentralregierung und Regionalregierungen haben einer öffentlichen Untersuchung zufolge während der Corona-Pandemie knapp zehn Milliarden Pfund (rund 10,8 Milliarden Franken) beim Einkauf von Schutzausrüstung verschwendet. Das geht aus dem fünften Bericht einer von der pensionierten Richterin Heather Hallett geleiteten Untersuchung hervor, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete.

Die Verschwendung von Steuergeldern sei «riesig» gewesen, kritisierte Hallett. Sie betrifft dem Bericht zufolge zwei Drittel der für Schutzausrüstung ausgegeben Mittel. Dutzende Millionen seien zudem für unbrauchbare Ausrüstung ausgegeben worden.

Boris Johnson will von Kritik nichts wissen

Beweise für Vetternwirtschaft oder Korruption fand die Untersuchung demnach nicht. Trotzdem seien mit einer Überholspur für Aufträge, die von Regierungsmitgliedern vermittelt wurden, falsche Prioritäten gesetzt worden. Das sei ein fehlgeleitetes und unfaires System gewesen, das öffentliches Vertrauen in die Beschaffung untergraben habe. Verträge, die so zustande kamen, seien teurer gewesen und hätten mehr Probleme verursacht als diejenigen, die auf herkömmlichem Wege zustande kamen, so der Bericht weiter.

Der chaotische Umgang mit der Coronavirus-Pandemie hatte der britischen Regierung des damaligen Premierministers Boris Johnson grosse Kritik eingebracht. Laut der Johns-Hopkins-Universität in den USA starben im Vereinigten Königreich mehr als 220'000 Menschen mit einer Covid-19-Infektion, bei 24,7 Millionen Infektionen insgesamt.

Der Ex-Premier reagierte nach der Veröffentlichung des Berichts mit Unverständnis. Er brauche keine Belehrung durch eine Untersuchung über den Umgang seiner Regierung mit der Pandemie, so der Ex-Premier laut PA. «Wir haben eine Menge Schutzausrüstung in unglaublicher Geschwindigkeit beschafft und ich bin sehr stolz auf das Ergebnis», sagte Johnson. (sda/dpa)

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18 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Wolf im Fuzzipelz
14.07.2026 20:18registriert August 2018
Fast jedes Land hat einen Jens Spahn!
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El Ninio
14.07.2026 19:54registriert Juni 2020
Das wird wohl in jedem 1 Weltland so gewesen sein. Wäre trotzdem schön zu sehen welche länder/Regierungen sich besonders über den Tisch ziehen liessen.
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Squawk 7700
14.07.2026 21:21registriert Mai 2025
Wenn Hochwasser angesagt ist, werden auch hunderttausende von Franken ausgegeben, um Beaver aufzustellen, Kräne zu organisieren und den Zivilschutz aufzubieten. Wenn dann ein einzelner Kran reicht, um ein paar Bäume aus dem Fluss zu holen, damit es nicht staut und sogar die Beaver überflutet werden, ist das doch eigentlich positiv.

Bei Corona wussten wir auch nicht genau, was auf uns zu kommt und dann muss man es mit den Sicherheitsmassnahmen als erstes übertreiben. Die Schweiz hat dann gut reagiert und schnell zurückgerudert. Da kann man wirklich nicht mötzeln.
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