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Neuer britischer Premier Burnham bildet Kabinett und ruft bei Trump an

epa13123503 New British Prime Minister Andy Burnham delivers a speech outside 10 Downing Street in London, Britain, 20 July 2026. Burnham became British Prime Minister after Keir Starmer resigned. EPA ...
Andy Burnham will Grossbritannien zurück in die Erfolgsspur bringen.Bild: keystone

Neuer britischer Premier Burnham bildet Kabinett und ruft bei Trump an

Wenige Stunden nach seiner Ernennung hat der britische Premierminister Andy Burnham das Kabinett neu geordnet. Zudem telefonierte er mit US-Präsident Donald Trump.
20.07.2026, 20:4220.07.2026, 22:15

Der 56-Jährige, der am Vormittag von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt worden war, machte überraschend unter anderem den früheren Verteidigungsminister John Healey zum Finanzminister. Healey hatte das Kabinett im Juni aus Protest gegen den Kurs von Burnhams Vorgänger Keir Starmer verlassen.

Die Berufung zum sogenannten «Chancellor of the Exchequer» sei «die grösste Ehre», sagte der erfahrene Minister. «Gemeinsam werden wir eine neue Wirtschaft aufbauen, neue Hoffnung schaffen und die Interessen der arbeitenden Menschen in diesem Land voranbringen.» Neuer Aussenminister ist der bisherige Energieminister Ed Miliband, die bisherige Chefin im Foreign Office, Yvette Cooper, ist jetzt Gesundheitsministerin. Innenministerin bleibt Shabana Mahmood.

Etliche Vertraute von Starmer spielen unter dem neuen Regierungschef dagegen künftig keine grosse Rolle mehr, darunter der frühere Vize-Regierungschef und Justizminister David Lammy und die bisherige Finanzministerin Rachel Reeves. «Ich wäre stolz gewesen, weiterhin im Kabinett zu dienen. Aber ein neuer Premierminister hat das Recht, sein eigenes Team zusammenzustellen», sagte Lammy der Nachrichtenagentur PA zufolge.

Telefonat mit Trump, Einladung von Merz

Eine der ersten offiziellen Amtshandlungen des neuen Premiers war ein Telefonat mit US-Präsident Donald Trump. Unter Starmer war das Verhältnis der Downing Street zum Weissen Haus merklich abgekühlt, was vor allem aber an Trump lag. Der Premierminister habe die Hoffnung geäussert, «dem Präsidenten bei einem künftigen Besuch zeigen zu können, was Manchester zu bieten hat», teilte ein Sprecher mit Blick auf Burnhams vorheriges Amt als Bürgermeister von Greater Manchester mit. Trump war zuletzt im September 2025 von König Charles III. zum Staatsbesuch empfangen worden.

Bei der Darlegung seiner Vision als Premierminister des Vereinigten Königreichs habe Burnham erklärt, «dass sein Schwerpunkt auf der Reindustrialisierung des gesamten Landes liegen werde», hiess es in der Mitteilung der Downing Street. Ausserdem habe Burnham sein Engagement für Verteidigung und Sicherheit bekräftigt. Die Gewährleistung der Sicherheit des Vereinigten Königreichs und seiner Verbündeten habe oberste Priorität auf seiner politischen Agenda, wurde Trump demnach gesagt.

Auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefonierte Burnham. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte Burnham am Mittag gratuliert. «Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind einander enge Verbündete und Partner», schrieb Merz. «Gerade in diesen Zeiten beweist sich unsere tiefe Verbundenheit. Sehr gern möchte ich mich mit Ihnen zu den vor uns liegenden Herausforderungen austauschen und lade Sie daher gern zu einem baldigen Besuch nach Berlin ein.» (sda/dpa)

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