International
Grüne

Sondervermögen in Deutschland auf der Kippe: Grünen-Spitze dagegen

500-Milliarden-Sondervermögen in Deutschland auf der Kippe: Grünen-Fraktionsspitze dagegen

10.03.2025, 13:1410.03.2025, 13:14

Die deutschen Grünen wollen dem milliardenschweren Verteidigungs- und Infrastrukturpaket von CDU/CSU und SPD nicht zustimmen. Die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Katharina Dröge, sagte in Berlin, sie und die Co-Vorsitzende Britta Hasselmann hätten der Fraktion empfohlen, nicht zuzustimmen.

epa11953392 (L-R) Green party (Die Gruenen) co-chair Felix Banaszak, Green party (Die Gruenen) co-chair Franziska Brantner, Green party (Die Gruenen) faction co-chairwoman in the German parliament Bun ...
Katharina Dröge am Montag vor den Medien. Bild: keystone

Parteichefin Franziska Brantner sagte, die Grünen stünden nicht zur Verfügung, um Wahlgeschenke von Christ- und Sozialdemokraten zu finanzieren. Es gehe um eine nachhaltige Reform der Schuldenbremse.

CDU, CSU und SPD hatten in ihren Sondierungen für eine neue deutsche Regierung vereinbart, die Schuldenbremse für höhere Verteidigungsausgaben zu lockern und ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 500 Milliarden Euro für die Infrastruktur zu schaffen.

Dröge sagte, Unions und SPD wollten eine Schatzkiste schaffen mit Spielgeld, um es in Steuerentlastungen zu stecken, in eine Reform des Agrardiesels und eine Erhöhung der Pendlerpauschale.

Die Grünen hatten ihre Zustimmung zunächst offen gelassen. Für Unmut sorgte in der Fraktion das Vorgehen von CDU/CSU-Fraktionschef und Kanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU), der Gesprächen über ähnliche Vorhaben vor der Wahl eine Absage erteilt hatte. Hinzu kamen Ausfälle von CSU-Chef Markus Söder gegen die Grünen beim politischen Aschermittwoch.

Inhaltlich hatten die Grünen detaillierte Vorschläge verlangt sowie Geld auch für den Klimaschutz. Bei der Verteidigung hatte die Fraktion auch darauf gepocht, etwa die Nachrichtendienste stärker zu berücksichtigen.

Die Grundgesetzänderungen sollten am 13. März ins Plenum eingebracht und am 18. März noch vom alten Bundestag beschlossen werden. Das Kalkül war, noch die alte Zusammensetzung des Parlaments dafür zu nutzen. Im neu gewählten Bundestag, der sich am 25. März konstituiert, hätten die Parteien der extremen Rechten und Linken zusammen nämlich eine Sperrminorität. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Medien: US-Regierung erwägt neue Angriffe auf den Iran
In ihrem festgefahrenen Krieg im Nahen Osten erwägt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump neue Angriffe auf Ziele im Iran.
Zur Story