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Homosexualität

Florida-Gouverneur DeSantis will Unterricht über Homosexualität verbieten

Florida-Gouverneur DeSantis will Unterricht über Homosexualität verbieten

In den USA kämpfen Republikaner um Einfluss auf den Lehrplan an öffentlichen Schulen. In Florida unterzeichnete der Gouverneur nun ein umstrittenes Gesetz, das die sexuelle Aufklärung einschränkt – und erntete Kritik.
29.03.2022, 12:4229.03.2022, 13:13
Florida Gov. Ron DeSantis displays the signed Parental Rights in Education, aka the Don't Say Gay bill, flanked by elementary school students during a news conference on Monday, March 28, 2022, a ...
Ron DeSantis freut sich.Bild: keystone
Ein Artikel von
t-online

Floridas konservativer Gouverneur Ron DeSantis hat ein umstrittenes Gesetz in Kraft gesetzt, das den Unterricht über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität in Grundschulen verbietet. «Wir werden dafür sorgen, dass Eltern ihre Kinder zur Schule schicken können, um Bildung zu erhalten, keine Indoktrination», sagte der Republikaner, bevor er das Gesetz am Montag unterzeichnete.

Die oppositionellen Demokraten und Vertreter der LGBTQ-Gemeinschaft haben das Gesetz scharf kritisiert und ihm den Namen «Don't Say Gay» – etwa: Sag nicht schwul – verpasst.

Bis zu welcher Klasse gilt das Gesetz?

Das vor gut drei Wochen vom Parlament des konservativ regierten Bundesstaats verabschiedete Gesetz betrifft Kinder vom Kindergarten bis zur dritten Klasse. Es verbietet, über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität «in einer Weise zu unterrichten, die nicht alters- oder entwicklungsgemäss für Schüler» ist. Nach Ansicht von Kritikern ermöglicht diese Formulierung, das Gesetz auch auf ältere Kinder anzuwenden.

Die Republikaner entgegnen, der Gesetzentwurf verbiete lediglich, die Themen sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität in den offiziellen Lehrplan aufzunehmen. Lehrer könnten weiterhin spontan über das Thema sprechen, wenn Kinder danach fragten.

US-Präsident nannte das Gesetz «hasserfüllt»

Die Organisation Equality Florida , die sich für LGBTQ-Rechte einsetzt, kritisierte DeSantis für die Unterzeichnung des Gesetzes. Der Gouverneur habe damit den «Ruf unseres Staates als einladender und integrativer Ort für alle Familien beschädigt, er hat uns zum Gespött und zum Ziel landesweiten Hohns gemacht», erklärte die Organisation. «Was noch schlimmer ist. Er hat die Schulen weniger sicher für Kinder gemacht.»

Kritik kam zu einem früheren Zeitpunkt des gesetzgebenden Verfahrens auch vom US-Präsidenten Joe Biden . In einer Botschaft auf Twitter bezeichnete er das geplante Gesetz als «hasserfüllt» und sicherte der LGBTQ-Gemeinschaft die Unterstützung seiner demokratisch geführten Regierung zu.

Die Republikaner in Florida kämpfen seit Monaten dafür, dass Eltern ein grösseres Mitspracherecht darüber eingeräumt wird, was ihre Kinder in der Schule lernen. Neben sexueller Orientierung geht es dabei auch um den Umgang mit Rassismus. Im Februar hatte das Unterhaus des Parlaments von Florida einen Gesetzentwurf verabschiedet, der den Unterricht über Rassismusthemen als Teil der offiziellen Lehrpläne verbietet.

(AFP,t-online )

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