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Iran

Israel vermeldet Tod von Ali Laridschani im Iran

Israel vermeldet: Irans Sicherheitschef Ali Laridschani getötet

17.03.2026, 10:3517.03.2026, 11:02

Der einflussreiche iranische Sicherheitsberater Ali Laridschani soll tot sein. Dies vermeldet der israelische Verteidigungsminister Israel Katz nach Angaben seines Büros. Laridschani soll bei einem gezielten Angriff in der Nacht getötet worden sein. Aus dem Iran gibt es keine Bestätigung.

Iranian Secretary of Supreme National Security Council Ali Larijani, addresses a speech at the grave of former Hezbollah leader Sayyed Hassan Nasrallah, in Beirut, Lebanon, Wednesday, Aug. 13, 2025. ( ...
Ali Laridschani ist offenbar tot.Bild: keystone

Laridschani gehörte zu den prägenden Figuren des iranischen Systems. In den vergangenen vier Jahrzehnten hatte er zahlreiche Schlüsselpositionen inne, unter anderem bei den Revolutionswächtern, wo er in das Führungskorps aufstieg. Später war er Kulturminister, Leiter des staatlichen Rundfunks und schliesslich Parlamentspräsident.

Bei der Niederschlagung der Proteste 2025 und 2026 galt Ali Laridschani als Schlüsselfigur. Beobachter sehen in ihm den Drahtzieher hinter der blutigen Repression, bei der Tausende, möglicherweise Zehntausende Menschen getötet worden sein sollen. Er war es, der den Schiessbefehl erteilte.

Nach den Massakern im Januar 2026 setzte die US-Regierung von Donald Trump Laridschani auf die Sanktionsliste. Ihm wurde vorgeworfen, die gewaltsamen Einsätze angeordnet oder zumindest gebilligt zu haben. Zeitzeugen berichten zudem, dass er sich in Phasen existenzieller Bedrohung stets auf die Seite der Hardliner gestellt habe.

Auch Basidsch-Kommandeur soll tot sein

Neben Laridschani soll gemäss israelischen Angaben auch der Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet worden sein.

Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hiess es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich, schrieb die israelische Armee.

FILE - Commander of Iran's Basij paramilitary force, Gen. Gholam Reza Soleimani, gives a press conference in Tehran, Iran, Nov. 18, 2019. (AP Photo/Ebrahim Noroozi, File)
Gholam Reza Soleimani
Gholamresa Soleimani soll ebenfalls tot sein.Bild: keystone

Die Basidsch-e Mostasafin (Mobilisierte der Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit im Iran. Gegründet nach der Islamischen Revolution 1979 und rekrutiert aus jungen Teilen der Gesellschaft, spielt die Miliz eine zentrale Rolle bei der Unterdrückung von Protesten im Land. Die Miliz ist Teil der Revolutionsgarden, ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger angehören.

Israels Armeechef: «Bedeutende präventive Erfolge»

Die israelische Armee teilte mit, Generalstabschef Ejal Zamir habe mit Blick auf nächtliche Angriffe im Iran von «bedeutenden präventiven Erfolgen» gesprochen. Diese hätten «das Potenzial, die operativen Ergebnisse und die Ziele der israelischen Armee zu beeinflussen», sagte Zamir, ohne sich konkret auf Laridschani zu beziehen. Er sagte lediglich, die Armee gehe «entschlossen gegen mehrere Ziele im Iran» vor. Man nehme neben Infrastruktur der iranischen Machthaber auch «Elemente der Revolutionsgarden und des repressiven Apparats des Regimes» ins Visier.

Das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu veröffentlichte ein Bild des Regierungschefs unter der Überschrift: «Ministerpräsident Benjamin Netanyahu befiehlt die Tötung hochrangiger Vertreter des iranischen Regimes.» (dab/hkl/sda)

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quelle: keystone / maya levin
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