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USA attackieren erneut den Iran, Kuwait und Bahrain unter Beschuss

epa12862096 An Israeli Air Force F-15 fighter jet flies over central Israel, 31 March 2026. A joint US-Israeli military operation continues to target multiple locations across Iran since 28 February 2 ...
Die USA attackiert erneut den Iran – Teheran reagiert mit Angriffen auf Golfstaaten.Bild: keystone

USA attackieren erneut den Iran, Kuwait und Bahrain unter Beschuss – das lief in der Nacht

Das US-Militär hat in der Nacht auf Donnerstag erneut den Iran attackiert, Teheran reagiert mit Angriffen auf Kuwait und Bahrain. Die neusten Entwicklungen im Nahen Osten.
08.07.2026, 22:3509.07.2026, 06:08

Das lief in der Nacht

Die USA haben im Streit mit dem Iran um die Strasse von Hormus in zweiter Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik bombardiert. Es seien entlang der iranischen Küste rund 90 militärische Ziele, darunter Luftabwehrsysteme, Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenlager getroffen worden, teilte das US-Militär mit. Irans Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht des Landes - griffen nach eigenen Angaben im Gegenzug erneut US-Stützpunkte in den beiden mit Washington verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain an.

US-Präsident Donald Trump drohte dem Iran noch heftigere Angriffe an. Die Attacken des US-Militärs seien Vergeltungsmassnahmen für vom Iran beschossene Schiffe, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. «Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!» Das zuständige US-Regionalkommando Centcom teilte unterdessen in den frühen Morgenstunden mit, dass die neue Angriffswelle abgeschlossen sei.

Irans Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb am frühen Morgen auf der Plattform X: «Amerika hat noch immer nicht begriffen, dass Einschüchterung und Wortbruch nicht mehr folgenlos bleiben. Um es ganz deutlich zu sagen: Wenn ihr zuschlagt, werdet ihr selbst getroffen.»

Laut dem regierungstreuen Sender Press TV forderte Teheran den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nach den erneuten «grossangelegten» US-Angriffen zu sofortigem Handeln auf und warnte Washington vor den Konsequenzen.

Erneut Explosionen im Iran

Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen in mehreren Gebieten entlang der Küste des Landes. Unter anderem habe es Detonationen im Bereich der Grossstadt Bandar Abbas, der Hafenstadt Buschehr und der Insel Abu Musa im Persischen Golf gegeben. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna wurden auch Gebäude am Flughafen der Stadt Iranschahr beschädigt. Zudem sei eine Eisenbahnbrücke in der nordöstlichen Provinz Golestan getroffen worden, meldete der Staatssender Irib. Laut Press TV war es der erste US-Angriff in der Region seit dem Beginn der Waffenruhe im April. Laut den Revolutionsgarden wurde noch eine weitere Brücke getroffen.

Der Golfstaat Kuwait geriet daraufhin in der zweiten Nacht in Folge unter Beschuss. Die Luftabwehr wehre Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee mit. Details gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten wie in der Nacht zuvor die Alarmsirenen. Beide Länder beherbergen US-Militärbasen, die nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt liegen.

Streit um Strasse von Hormus eskaliert

Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) schrieb in einer Lage-Analyse, der Iran sei bereit, sich auf einen umfassenden Konflikt mit den USA einzulassen, sollte dies zur Sicherung seiner Kontrolle über die Strasse von Hormus nötig sein. Laut Experten ist die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge Irans stärkstes wirtschaftliches und militärisches Druckmittel.

Commercial vessels are seen in the Strait of Hormuz off Bandar Abbas, Iran, Tuesday, June 30, 2026. (Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP)
Iran War Strait of Hormuz
Der Iran pocht darauf, laut Abkommen allein verantwortlich für die Verwaltung der Meerenge zu sein.Bild: keystone

Die Wiederöffnung der Strasse von Hormus ist ein zentrales Element des Rahmenabkommens, auf das sich Washington und Teheran Mitte Juni verständigt hatten. Doch der entsprechende Passus in dem Abkommen enthält Formulierungen, die Interpretationsspielraum lassen. Der Iran pocht darauf, laut Abkommen allein verantwortlich für die Verwaltung der Meerenge zu sein.

Bericht: Angriffe könnten noch länger dauern

Nach Informationen des US-Nachrichtenportals «Axios» bereitet sich das Weisse Haus auf eine mögliche mehrtägige oder sogar mehrwöchige militärische Auseinandersetzung mit dem Iran in der Meerenge vor. Die Dauer und die Intensität der neuen Angriffe hingen von den nächsten Schritten Teherans ab, hiess es unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Sie könnten ein oder zwei Tage, eine Woche oder einen Monat andauern, je nachdem ob der Iran seine Angriffe auf Handelsschiffe in der Strasse von Hormus fortsetze, hiess es.

Nach Trumps Darstellung wollen die Iraner aber weiterhin ein Friedensabkommen. «Sie haben vor kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen abschliessen», behauptete er auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel nach Washington. Er sei sich aber nicht sicher, ob sie eines Abkommens würdig seien oder sich an eines halten würden, sagte Trump. Auf die Frage einer Journalistin, warum Irans Führung Handelsschiffe angreife, wenn sie doch an einem Abkommen interessiert sei, sagte er: «Weil ... sie etwas verrückt sind.»

Trump über Irans Führung: «Sie sind Abschaum»

Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatte das US-Militär nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele im Iran attackiert. Trump stellte daraufhin am Rande des Nato-Gipfels in Ankara die Waffenruhe offen infrage und äusserte Zweifel an einer Fortsetzung der Verhandlungen mit Teheran. «Ich denke, es ist vorbei. Ich will nichts mehr mit ihnen zu tun haben. Sie sind Abschaum», sagte er. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb auf X: «Wir begegnen Obszönitäten nicht mit Obszönitäten, sondern mit Taten: furchtlos und mit grossem Mut».

President Donald Trump speaks during a media conference at the NATO summit in Ankara, Turkey, Wednesday, July 8, 2026. (AP Photo/Hussein Malla)
Donald Trump
Trump stellte am Rande des Nato-Gipfels in Ankara die Waffenruhe offen infrage und äusserte Zweifel an einer Fortsetzung der Verhandlungen mit Teheran.Bild: keystone

Die erneute Eskalation erfolgte während der Trauerfeiern für Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei. Mehr als vier Monate nach seiner Tötung durch einen israelischen Luftangriff soll er heute im Imam-Resa-Heiligtum seiner Heimatstadt Maschhad - dem wichtigsten Zentrum des schiitischen Islams im Iran - unter Ausschluss der Öffentlichkeit beerdigt werden. Nach seiner Tötung hatten die USA und Israel mehr als fünf Wochen Krieg gegen den Iran geführt, bis im April eine Waffenruhe vereinbart wurde.

Iran will erst verhandeln, wenn Drohungen aufhören

Laut Irans Aussenminister Araghtschi wird es keine Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen zur Beendigung des Krieges geben, solange Drohungen andauerten. Der Vermittlerstaat Pakistan hatte nach den US-Angriffen in der Nacht zum Mittwoch beide Konfliktparteien zu Zurückhaltung aufgerufen.

Man fordere alle Seiten auf, ihren Verpflichtungen aus dem Rahmenabkommen nachzukommen, hiess es. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Nach den jüngsten Kämpfen ist jedoch unklar, ob dieser Zeitplan noch Bestand hat. Streitpunkte sind weiterhin das iranische Atomprogramm, die Sicherheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus sowie Irans Unterstützung für militante Gruppen in der Region.

Gut informierte Kreise in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatten am Mittwoch Sorgen zurückgewiesen, die jüngste Eskalation könne den Verhandlungsprozess gefährden. Eine nächste Runde wäre demnach wieder in Pakistan möglich. Auch die katarische Hauptstadt Doha sei im Gespräch. (sda/dpa)

Die neusten Entwicklungen

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Guterres warnt vor «katastrophalen Folgen» erneuter Kämpfe mit Iran
Vor dem Hintergrund einer drohenden neuen Eskalation im Iran-Konflikt hat UN-Generalsekretär António Guterres zu Zurückhaltung aufgerufen. «Der Generalsekretär bekräftigt erneut, dass eine Rückkehr zu umfassenden Feindseligkeiten katastrophale Folgen hätte - für die Menschen in der Region, für den internationalen Frieden und die Sicherheit sowie für die Weltwirtschaft», liess Guterres über seinen Sprecher Stéphane Dujarric in New York mitteilen.
3:18
Kuwait wieder unter Beschuss - Sirenengeheul auch in Bahrain
Nach Beginn einer erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran ist der Golfstaat Kuwait laut örtlichen Armeeangaben in der zweiten Nacht in Folge unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit den USA verbündeten Landes auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten wie in der Nacht zuvor wieder die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.
2:53
Berichte: USA greifen Eisenbahnbrücke im Iran an
Das US-Militär hat Medienberichten zufolge in der Nacht auch eine Eisenbahnbrücke im Nordosten des Irans bombardiert. Mehrere Geschosse hätten die in der Provinz Golestan gelegene Brücke getroffen, berichtete der Staatssender Irib auf der Plattform X. Nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV ist es der erste Angriff in der Region seit Beginn der Waffenruhe im April. Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen US-Beamten, dass im Zuge der erneuten Angriffswelle des US-Militärs zwei Eisenbahnbrücken im Iran bombardiert worden seien.
2:33
Pakistan fordert USA und Iran zu Zurückhaltung auf
Der Vermittlerstaat Pakistan hat die USA und den Iran angesichts der erneuten militärischen Eskalation zu Zurückhaltung aufgerufen. «Ein erneuter Konflikt liegt in niemandes Interesse», heisst es in einer Erklärung des Aussenministeriums. Sie erfolgte, nachdem das US-Militär in der Nacht zum Mittwoch Ziele im Iran angegriffen hatte.

Unterdessen begann das US-Militär mit einer weiteren Angriffswelle. Gut informierte Kreise in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad hatten am Mittwoch Sorgen zurückgewiesen, die jüngste Eskalation könne den Verhandlungsprozess gefährden. Eine nächste Runde wäre demnach wieder in Pakistan möglich. Auch die katarische Hauptstadt Doha sei im Gespräch, hiess es. Ein konkreter Termin war jedoch nicht bekannt. Es gebe «keine Alternative» zu einem fortgesetzten Dialog und Diplomatie, «um das gemeinsame Ziel des Friedens in der Region zu erreichen», hiess es in der Erklärung des pakistanischen Aussenministeriums.
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Iran will erst verhandeln, wenn Drohungen aufhören
Gemäss Trump will der Iran weiterhin ein Abkommen. Eine Bestätigung aus Teheran lag dazu zunächst nicht vor. Trump berichtet immer wieder von Gesprächen oder Telefonaten, die im Nachgang von den Gesprächspartnern ganz oder teilweise bestritten werden. Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor erklärt, Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen würden nicht beginnen, solange die Drohungen anhielten.
2:17
Trump: Iran will weiterhin «unbedingt» ein Abkommen
Der Iran will nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump weiterhin ein Friedensabkommen. «Sie haben vor kurzem angerufen, sie wollen unbedingt ein Abkommen abschliessen», behauptete Trump auf dem Rückflug vom Nato-Gipfel nach Washington. Er sei sich allerdings nicht sicher, ob sie eines Abkommens würdig seien oder ob sie sich an eines halten würden. Auf die Frage einer Journalistin, warum die iranische Führung Handelsschiffe angreife, wenn sie doch an einem Abkommen interessiert sei, sagte Trump: «Weil ... sie etwas verrückt sind.»
1:50
Neue US-Angriffe auf den Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben eine neue Welle von Angriffen gegen den Iran gestartet. Damit solle die Fähigkeit Teherans eingeschränkt werden, den Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus zu beeinträchtigen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Bereits am Vortag hatte Centcom nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran angegriffen und das mit Angriffen auf Handelsschiffe begründet.

US-Präsident Donald Trump hatte die neuen Angriffe zuvor in Aussicht gestellt. Das US-Militär habe den Iran «hart getroffen» und «wir werden sie höchstwahrscheinlich auch heute Nacht wieder hart treffen», sagte er. Er glaube trotzdem daran, dass der Konflikt zeitnah wieder beigelegt werde.
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000006.d46e11d7@apple
08.07.2026 22:56registriert Januar 2022
Stellt euch vor, die Menschheit würde dieselbe Energie, dasselbe Geld und denselben Erfindergeist in die Bekämpfung von Krankheiten, Hunger und den Klimawandel investieren, statt immer "bessere" Waffen zu entwickeln und sich gegenseitig zu bekriegen.
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Das Klavier singt Schlagzeug
08.07.2026 22:39registriert Juni 2024
Wie oft will er den Iran noch besiegen 😂
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knorz
08.07.2026 22:49registriert Mai 2022
Wenn du im Loch sitzt, grab tiefer.
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