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Iran macht kurdische Gruppen für Angriff in Isfahan verantwortlich

Iran macht kurdische Gruppen für Angriff in Isfahan verantwortlich

01.02.2023, 11:1901.02.2023, 11:19
Workers take out a medical stretcher with a wounded member of the Azerbaijan Embassy in Iran's capital from the bus upon arrival at an airport outside Baku, Azerbaijan, Sunday, Jan. 29, 2023. A g ...
Bild: keystone

Teheran hat nach einem Drohnenangriff auf einen Rüstungsbetrieb in der zentraliranischen Stadt Isfahan kurdische Gruppen für die Attacke verantwortlich gemacht.

Der Angriff sei «unter Beteiligung und Anleitung kurdischer Oppositionsgruppen» erfolgt, berichtete am Mittwoch das Portal Nour-News, das als Sprachrohr des iranischen Sicherheitsrats gilt. Die Angreifer hätten Hilfe vom israelischen Geheimdienst Mossad erhalten. Die vom Iran erhobenen Vorwürfe liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte der Iran Stellungen in den Kurdenregionen des benachbarten Nordirak mit Raketen und Drohnen angegriffen. Teheran wirft den Oppositionsgruppen vor, die jüngsten systemkritischen Proteste im Land zu unterstützen. Der Konflikt mit den kurdischen Separatisten schwelt hingegen bereits seit Jahren.

Die iranische Region Kurdistan gilt seit Ausbruch der Proteste im September 2022 als Protesthochburg. Auslöser der Protestwelle war der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini im Polizeigewahrsam. Sie war von der sogenannten Sittenpolizei wegen Verstosses gegen islamische Kleidungsvorschriften festgenommen worden.

In den vergangenen Wochen nahmen die Strassenproteste allerdings wieder ab. Ihren Unmut drücken viele Frauen inzwischen durch zivilen Ungehorsam aus - etwa indem sie den Kopftuchzwang ignorieren.

Das «Wall Street Journal» berichtete nach dem Drohnenangriff in der Nacht zum Sonntag, dass Israel hinter der Attacke stecke. Israels Armee äusserte sich dazu nicht. Seit der Islamischen Revolution 1979 bezeichnet Teheran Israel als Erzfeind. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bezeichnet den Iran ebenfalls als «wichtigsten Feind» und sieht in der politischen Führung ein «Terrorregime». (aeg/sda/dpa)

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