International
Iran

Demokraten kritisieren Trump nach Tod von US-Soldaten scharf

Sen. Mark Warner, D-Va., speaks during a news conference on Capitol Hill, Wednesday, June 17, 2026, in Washington. (AP Photo/Jose Luis Magana)
Mark Warner
Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner.Bild: keystone

Demokraten kritisieren Trump nach Tod von US-Soldaten scharf

Demokratische Mitglieder des US-Kongresses haben nach dem Tod zweier weiterer Soldaten ihres Landes scharfe Kritik an der Kriegsführung von Präsident Donald Trump im Iran geübt.
20.07.2026, 02:4820.07.2026, 02:48

Der stellvertretende Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Mark Warner, sagte dem Sender CBS News, es sei in vielerlei Hinsicht bemerkenswert, dass die USA nicht mehr Todesopfer zu beklagen hätten. «Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte», betonte er und verwies dann auf die 16 bislang im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten. Das passiere, «wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt».

Update: Mittlerweile 17 tote US-Soldaten
as US-Militär hat den Tod eines weiteren seiner Soldaten im Iran-Krieg gemeldet. Am Samstag sei ein US-Soldat im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein weiterer Soldat wurde demnach verletzt und wird weiterhin wegen einer leichten Verletzung medizinisch behandelt. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 17.

Als stellvertretender Vorsitzender des Geheimdienstausschusses gehört er dem kleinen Kreis hochrangiger Kongressmitgliedern an, der sogenannten «Gang of Eight», auf die die US-Regierung Briefings zu Geheimdienstangelegenheiten in bestimmten Situationen beschränken kann. Er könne eindeutig sagen, dass «keine unmittelbare Bedrohung durch den Iran bestand», betonte Warner und warf Trump vor, den Krieg ohne Plan begonnen zu haben.

Bereits am Samstag, als das US-Militär erstmals seit März wieder den Tod von zwei seiner Soldaten infolge von iranischem Beschuss meldete, hatten mehrere Demokraten mit Kritik an Trump reagiert. «Das ist der Preis für Präsident Trumps unnötigen Krieg», schrieb Nikki Budzinski, Abgeordnete im Repräsentantenhaus, auf der Plattform X. Ihr Parteikollege Herbert Conaway forderte Trump auf, den Krieg zu beenden. «Genug ist genug», schrieb er auf X. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Innovativ und tödlich: Der Drohnenkrieg der Ukraine
1 / 18
Innovativ und tödlich: Der Drohnenkrieg der Ukraine

Die Ukraine wehrt sich erfolgreich gegen den Aggressor Russland, dabei spielen Drohnen eine zentrale Rolle. In dieser Bildstrecke geht es um Meilensteine und historische Wendepunkte...

quelle: keystone / alex babenko
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Erste Kampfliga für humanoide Roboter gegründet
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Midterm-Rekord: Schon mehr als 54 Millionen Amerikaner haben gewählt
Noch bevor am Dienstag der eigentliche Wahltag beginnt, haben mehr als 54 Millionen Menschen bei den US-Midterms ihre Stimme abgegeben. Besonders in mehreren umkämpften Senatsstaaten ist die Frühwahl stark gestiegen.
In den USA können Wähler je nach Bundesstaat schon Tage oder Wochen vor dem eigentlichen Wahltag abstimmen – persönlich in einem Wahllokal oder per Brief. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, haben bis Sonntag bereits mehr als 54 Millionen Menschen davon Gebrauch gemacht.
Zur Story