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Trump erhöht Druck auf Iran, Angriffe gehen weiter

Trump erhöht Druck auf Iran, Angriffe gehen weiter – die neusten Entwicklungen

24.07.2026, 07:1524.07.2026, 07:15

Trump macht Druck auf den Iran

US-Präsident Donald Trump versucht im Konflikt um die Strasse von Hormus den Druck auf den Iran zu erhöhen. Während er das US-Militär in der nunmehr 13. Nacht in Folge Ziele in dem Land bombardieren liess, kündigte Trump an, Schäden an Schiffen und Frachtgut würden von den USA ab sofort mit iranischem Geld beglichen.

President Donald Trump speaks at Wheeler High School, Wednesday, July 22, 2026, in Marietta, Ga. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
Donald Trump
Donald Trump versucht, den Iran weiter unter Druck zu setzen.Bild: keystone

Gemeint sind offensichtlich Teherans eingefrorene Vermögenswerte. Der Iran bleibt jedoch hart: Nach Informationen der «New York Times» lehnte die Führung der Islamischen Republik einen vom irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi übermittelten Vorschlag der US-Regierung für eine erneute Waffenruhe ab.

Die Einzelheiten des Vorschlags waren der Zeitung zwar nicht bekannt. Iranische Vertreter hätten jedoch erklärt, Teherans Führung sei nicht an einer vorübergehenden Vereinbarung interessiert, die die Frage der Kontrolle über die Strasse von Hormus ungeklärt lasse, hiess es unter Berufung auf iranische und irakische Beamte. Der Iran pocht auf die alleinige Kontrolle über die für den Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge. Das US-Militär will mit den nächtelangen Angriffen die vom Iran ausgehende Bedrohung für Handelsschiffe und zivilen Seeleute in der Strasse von Hormus unterbinden.

Erneut Explosionen gemeldet

Nach Beendigung der jüngsten Angriffswelle am frühen Morgen teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf X mit, es seien erneut Kommandozentralen, Drohnenlager und Küstenüberwachungsanlagen ins Visier genommen worden. Zuvor hatten iranische Medien über Explosionen unter anderem nahe den Städten Ahwaz, Andimeschk und Omidiyeh in der Provinz Chusestan berichtet. Auch aus dem Bereich der Insel Gheschm in der Strasse von Hormus sowie der Grossstadt Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet. Laut dem Portal «Nur News», das dem Sicherheitsrat der Islamischen Republik nahesteht, war die Flugabwehr auch in der Hauptstadt Teheran im Einsatz.

Wie in den vorangegangenen Nächten reagierte der Iran mit Gegenangriffen. So wehrten die Streitkräfte in Kuwait nach eigenen Angaben erneut Raketen und Drohnen aus dem Iran ab. Die Bevölkerung des Emirats wurde aufgerufen, Sicherheits- und Schutzanweisungen zu befolgen. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim galten die Attacken einem Militärstützpunkt, der auch von der US-Luftwaffe genutzt wird. Die Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen.

Kuwait gehört zu den Staaten am Golf, die zuletzt immer wieder Ziel iranischer Gegenangriffe wurden. Die Länder des sogenannten Golfkooperationsrats sowie Jordanien verurteilten am Donnerstag die Attacken, die sich auch gegen die Zivilbevölkerung und nicht-militärische Infrastruktur wie Wasserentsalzungsanlagen und Flughäfen richteten. Dem Golfkooperationsrat gehören Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an.

Bericht: Iran lässt Schäden schnell beheben

Die USA und der Verbündete Israel hatten den Iran-Krieg am 28. Februar begonnen. Nach Informationen der US-Zeitung «Wall Street Journal» ist die dabei beschädigte Infrastruktur im Iran jedoch rasch wieder aufgebaut worden – von tief in den Bergen gelegenen Raketenstützpunkten bis hin zu Brücken, Häfen und Produktionsanlagen. Die Zeitung stützt sich dabei auf Angaben israelischer und westlicher Beamter sowie auf Satellitenbilder. Trotz der heftigen Angriffe sei der Iran weiter in der Lage, präzise Treffer gegen Schiffe zu landen und US-Verbündete mit Raketen anzugreifen.

Der zwischenzeitlich von den Konfliktparteien zurückgefahrene Iran-Krieg war Anfang des Monats aufs Neue eskaliert, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Strasse von Hormus beschossen hatten. Mit seiner Ankündigung auf der Plattform Truth Social, Schäden an Schiffen und Frachtgut würden fortan mit iranischem Geld beglichen, signalisiert der US-Präsident, er werde den Iran zur Rechenschaft ziehen. Allerdings blieb unklar, wie genau er das rechtlich begründen will. Trump sprach von einer «fairen und gerechten Vorgehensweise».

Trump droht Iran nach Huthi-Angriffen

Zuvor hatte er der Führung in Teheran nach Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz vor Jemens Küste im Falle einer erneuten Attacke mit Vergeltung gedroht. «Sollten sie dies erneut tun, werden die USA den Iran zur Rechenschaft ziehen, da die Huthi als Stellvertreter des Irans agieren», hatte Trump auf seiner Plattform geschrieben. Er kündigte «schwere militärische Strafen gegen den Iran und natürlich auch gegen die Huthi selbst» an.

Die mit dem Iran verbündeten Huthi hatten Angriffe auf zwei saudische Öltanker für sich reklamiert, die eine von ihr ausgerufene «Blockade» im Roten Meer missachtet hätten. Etwa ein halbes Dutzend Schiffe hatte zuvor nach Ausrufung der Blockade durch die Miliz zu Wochenbeginn den Kurs geändert – auch um die Meerenge Bab al-Mandab vor Jemens Küste zu meiden, die die Miliz mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angreifen kann. Saudi-Arabien kündigte an, «alle notwendigen Schritte» zum Schutz seiner Schiffe zu unternehmen. In der Nacht zum Donnerstag kam es dann zum Angriff der Huthi.

Während Trump immer wieder neue Drohungen gegen die Führung in Teheran ausspricht, bekommt er aus dem eigenen Parlament zunehmend Gegenwind für seinen Kurs. Das Repräsentantenhaus verabschiedete erneut eine Resolution zu dem Konflikt, in der die Kongresskammer Trump aufforderte, den Militäreinsatz zu beenden. Der Beschluss hat zwar keine unmittelbaren Konsequenzen, zeigt aber, dass der politische Druck auf den Präsidenten steigt – zumal im November die wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress bevorstehen. (dab/sda/dpa)

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