International
Iran

US-Bericht räumt Munitionsmangel infolge des Iran-Kriegs ein

US-Bericht räumt Munitionsmangel infolge des Iran-Kriegs ein

15.09.2026, 14:5415.09.2026, 14:54

Eine Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums hat in einem ersten offiziellen Bericht an den Kongress Munitionsengpässe infolge des Iran-Kriegs eingeräumt.

Der Munitionsverbrauch im Rahmen der «Operation Epic Fury» (auf Deutsch etwa: «Operation Epische Wut») habe «strategische Bestandslücken» verursacht und «Engpässe in der Rüstungsindustrie bei der Nachschubversorgung offenbart», hiess es in dem am Montag (Ortszeit) erschienenen Bericht.

Um diese Engpässe zu verringern, arbeite das Verteidigungsministerium daran, Beschaffungsprozesse und Produktionsvorlaufzeiten zu straffen und kritische Materialien, Komponenten und ausgewählte Munition einzulagern, «um im Notfall schnell reagieren zu können», hiess es.

Defense Secretary Pete Hegseth arrives to greet Australia's Deputy Prime Minister and Minister of Defence Richard Marles on his arrival at the Pentagon, Wednesday, Sept. 2, 2026, in Washington. ( ...
Pete Hegseth weist Berichte über Munitionsknappheit immer wieder zurück.Bild: keystone

Verfasst wurde der Bericht von der Generalinspektion des Pentagons, einer unabhängigen Behörde innerhalb des Ministeriums. Er deckt den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni ab.

Die US-Munitionsvorräte sind seit Kriegsbeginn Ende Februar ein politisch brisantes Thema. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Berichte über Munitionsknappheit wiederholt zurückgewiesen. Auch US-Präsident Donald Trump war solchen Berichten immer wieder entgegengetreten und hatte Menschen, die diese verbreiten, mit langen Haftstrafen gedroht.

Am Montag schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, die USA produzierten mehr Waffen «als jemals zuvor in unserer Geschichte». Diese würden täglich an die Streitkräfte im Nahen Osten und darüber hinaus geliefert. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
23 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Autofahrer
15.09.2026 15:45registriert Juli 2026
Da muss man sich keine Sorgen machen, sind ja Profis am Werk.
390
Melden
Zum Kommentar
avatar
Reini Bauer
15.09.2026 15:46registriert März 2022
Wie wurde damals die UDSSR gesprengt? Durch ein Wettrüsten der USA. Wie wird wohl die USA demnächst gesprengt? Durch planlose Kriege der USA. Tragisch.
331
Melden
Zum Kommentar
avatar
Apropopos
15.09.2026 15:27registriert Mai 2025
Und jetzt bekommt die Generalinspektion des Pentagon lange Haftstrafen für den Bericht?
Ich wäre eher für sehr sehr lange Haftstrafen für die Verursacher dieser Probleme.
Und dann wird nachgerückt auf den Präsidentensessel.
Oh, der einzig saubere im WH ist wohl der Abwart.
Na ja, schlimmer kann es nicht werden.
292
Melden
Zum Kommentar
23
Aus der polnischen Ostsee gefischte Drohne trug Sprengsatz
Eine russische Drohne, die Polens Armee unweit der Ostseeküste geborgen hat, war mit Sprengstoff bestückt.
«Sie enthielt einen Splittersprengkopf samt Zünder», sagte ein Sprecher der ermittelnden Staatsanwaltschaft in Posen (Poznan) der Nachrichtenagentur PAP. Spezialkräften der Armee sei es gelungen, den Sprengkopf von dem Fluggerät zu trennen und noch am Strand zu entschärfen.
Zur Story