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«Wandelnde Bedrohungen»: USA bestätigen erstmals Waffen im Weltall

Secretary of the Air Force Troy Meink speaks during the United States Air Force Academy Graduation Ceremony at Falcon Stadium, Thursday, May 28, 2026, at the United States Air Force Academy in Colorad ...
Luftwaffen-Staatssekretär Troy Meink.Bild: keystone

«Wandelnde Bedrohungen»: USA bestätigen erstmals Waffen im Weltall

15.09.2026, 12:5815.09.2026, 12:58

Washington hat die Stationierung von Waffen im Weltraum laut US-Medien erstmals offiziell bestätigt. Gewertet wurde die Äusserung von Luftwaffen-Staatssekretär Troy Meink als Warnung an China und Russland.

Die Waffen seien zum Schutz von US-Streitkräften und als Antwort auf «sich wandelnde Bedrohungen» notwendig, sagte Meink den Berichten zufolge während einer Konferenz im US-Bundesstaat Maryland am Montag (Ortszeit).

«Heute stellen wir weiter sicher, dass wir bereit sind, uns den Herausforderungen sich wandelnder Bedrohungen zu stellen, wo auch immer diese auftreten», sagte Meink demnach. «Aus diesem Grund verfügen die Vereinigten Staaten nun über im Orbit stationierte Waffen zur Weltraumkontrolle, die die Streitkräfte vor feindseligen Handlungen von Gegnern verteidigen können.»

Was könnte damit gemeint sein?

Details zu den Waffen und dem Zeitpunkt ihrer Stationierung liess Meink offen. Er betonte aber die Bedeutung des Schrittes für die «Abschreckung», wie die «Washington Post» berichtete. Möglich sei, dass das US-Militär unter anderem die Fähigkeit habe, feindliche Satelliten zu zerstören, sollten diese US-Truppen oder US-Satelliten ins Visier nehmen, sagte ein namentlich nicht genannter Regierungsvertreter der Zeitung.

Die Ankündigung rückt die 2019 unter Präsident Donald Trump gegründete «US Space Force» ins Zentrum, deren oberster ziviler Chef Meink ist. Die «USSF» soll US-Interessen im Weltraum schützen, der als entscheidend für die nationale Sicherheit gilt. Als Bedrohung werden auf der Website der «USSF» China und Russland benannt, die ihre militärische Schlagkraft im All ausbauten. Russland betrachte den Weltraum dabei als Kriegsschauplatz künftiger Konflikte, heisst es.

Chinas Aussenministerium forderte am Dienstag, angesprochen auf die Einschätzung der Space Force, das Aufrüsten im All einzustellen. China setze sich konsequent für die friedliche Nutzung und die Wahrung der Sicherheit im Weltraum ein und lehne die Militarisierung des Weltraums ab, sagte Sprecher Guo Jiakun in Peking.

Seit Jahrzehnten warnen Sicherheitsexperten, dass der Erdorbit zum Kriegsschauplatz werden könnte. Der Grund ist die wachsende Abhängigkeit moderner Streitkräfte von Satelliten etwa für Navigation, Kommunikation und Aufklärung. Angriffe könnten auch die zivile Kommunikation und andere, für die Weltwirtschaft entscheidende Systeme, stören. (sda/dpa)

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