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Iran

Bob Levinson: Ex-FBI-Agent stirbt iranischer Gefangenschaft

Ex-FBI-Agent stirbt in iranischer Gefangenschaft

26.03.2020, 06:4826.03.2020, 08:02

Der frühere FBI-Mitarbeiter Bob Levinson ist nach Angaben seiner Familie nach 13 Jahren in iranischer Gefangenschaft gestorben. Dies teilte die Familie am Mittwoch (Ortszeit) mit.

«Wir haben kürzlich Informationen von US-Regierungsvertretern erhalten, die sie ebenso wie uns zu dem Schluss kommen liessen, dass unserer wundervoller Ehemann und Vater in iranischer Gefangenschaft gestorben ist», hiess es.

So suchte das FBI nach Levinson:

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Die genauen Todesumstände seien aber unklar, doch sei Levinson noch vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie gestorben, hiess es weiter in der Mitteilung. Die Familie machte die «grausamen, herzlosen Handlungen des iranischen Regimes» für seinen Tod verantwortlich. Die Familie dankte der Regierung und der US-Bundespolizei FBI für ihre Bemühungen um seine Freilassung.

Mitgefühl von der US-Regierung

US-Präsident Donald Trump erklärte jedoch, er akzeptiere die Schlussfolgerung nicht, wonach Robert Levinson tot sei. Er räumte am Mittwochabend (Ortszeit) jedoch im Weissen Haus ein: «Es sieht nicht gut aus.» Levinson sei seit langer Zeit krank gewesen, sagte Trump. «Er war ein guter Mann», sagte Trump und drückte der Familie des vor 13 Jahren im Iran verschwundenen Levinson sein Mitgefühl aus.

Der frühere US-Bundespolizist war im März 2007 unter mysteriösen Umständen auf der iranischen Insel Kisch verschwunden, wo er dem Handel mit gefälschten Zigaretten nachgespürt haben soll. Die US-Zeitung «Washington Post» hatte 2013 berichtet, dass Levinson für den US-Geheimdienst CIA im Iran spioniert habe. Die iranische Regierung hat stets bestritten, etwas über das Verschwinden des Ex-FBI-Mitarbeiters zu wissen.

Angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus im Iran hatte US-Aussenminister Mike Pompeo in der vergangenen Woche das Regime in Teheran zur «unverzüglichen» Freilassung aller in dem Land inhaftierten US-Bürger aufgefordert. Der Iran müsse auch den Verbleib Levinsons aufklären und ihm seine Rückkehr in seine Heimat ermöglichen, verlangte Pompeo.

Der Iran gehört zu den am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Ländern weltweit. Nach Angaben der Regierung haben sich mittlerweile mehr als 27'000 Menschen infiziert, mehr als 2000 Menschen starben. Die Dunkelziffer dürfte aber erheblich höher liegen. (sda/afp/dpa)

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