Bombe an irischer Grenze entdeckt – zwei Festnahmen
Die irische Polizei hat nahe der Grenze zu Nordirland mutmasslich einen Anschlag verhindert. Bei einer nachrichtendienstlich gestützten Operation am vergangenen Mittwoch wurde in einem Auto eine Bombe gefunden, wie Polizeichef Justin Kelly am Mittag sagte.
Die Fahrerin sowie später auch ein Mann seien festgenommen und befragt worden. Kelly sprach von einem «bedeutenden» Fund. Der Wagen wurde im Rahmen von Ermittlungen einer Spezialeinheit gegen militante republikanische Splittergruppen gestoppt.
Irische Republikaner in Nordirland streben die Vereinigung mit der Republik Irland zu einem vereinigten Irland an – im Gegensatz zu den Unionisten, die den Verbleib Nordirlands im Vereinigten Königreich befürworten. Im daraus resultierenden Nordirlandkonflikt, der etwa drei Jahrzehnte dauerte und 1998 weitgehend beigelegt wurde, waren Tausende Menschen gestorben.
Kelly sagte dem Sender RTÉ zufolge, es sei besorgniserregend, dass es weiterhin eine kleine Gruppe dissidenter Republikaner gebe, die ihre Waffen und Sprengstoffe nicht ausser Gebrauch gesetzt hätten. Justizminister Jim O'Callaghan bezeichnete den Vorfall als «sehr besorgniserregend». (dab/sda/dpa)
