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7. Oktober 2023: Israel gedenkt den Getöteten des Hamas-Angriffs

Israeli soldiers attend a memorial service marking the third anniversary of the Oct. 7, 2023, Hamas cross-border attack on Israel, near Kibbutz Nahal Oz, southern Israel, where female observer soldier ...
Israelische Soldatinnen gedenken am 7. Oktober im Süden Israels einer Kollegin, die vor drei Jahren beim Überfall getötet wurde.Bild: keystone

Heute vor drei Jahren: Israel erinnert an den Hamas-Angriff am 7. Oktober

Drei Jahre nach dem Massaker der Hamas im Süden Israels gedenkt das Land der Opfer des Terrorangriffs.
07.10.2026, 09:3107.10.2026, 09:58

Präsident Izchak Herzog entzündete um 6.29 Uhr Ortszeit in seiner Residenz in Jerusalem eine Kerze in Erinnerung an die Toten und Verletzten. Um diese Zeit begann der Überfall, bei dem rund 1200 Menschen getötet wurden. «Drei Jahre seit diesem schrecklichen Morgen, drei Jahre Schmerz, Verlust und Erinnerung, die nicht ausgelöscht wird», schrieb er auf der Plattform X.

Am Morgen versammelten sich auch Polizisten an damaligen Kampfstätten im Süden des Landes, darunter in Sderot, um ihrer gefallenen Kolleginnen und Kollegen zu gedenken, wie die Polizei auf X schrieb. Trauernde kamen zudem auf das Gelände des Nova-Musikfestivals in der Nähe des Kibbuz Reim, um ihrer getöteten Angehörigen und Freunden zu gedenken. Bei der zentralen Gedenkfeier am Abend sollen zudem rund 50'000 Menschen in einem Park in Tel Aviv zusammenkommen, wie das israelische Radio berichtete.

epa13286444 One thousand, two hundred humans figures, referring to the 1,200 victims killed in the Hamas-led 07 October 2023 attacks, are placed by anti-government protesters near large Hebrew letters ...
1200 Figuren für die 1200 Getöteten vom 7. Oktober 2023.Bild: keystone

Doch am Gedenktag steht die Regierung unter Benjamin Netanjahu in der Kritik. An einem Strand in Tel Aviv wurden beispielsweise 1200 menschliche Figuren ausgelegt, darunter schrieben die Demonstranten auf Hebräisch: «Totalversagen».

Bei dem Überfall am 7. Oktober 2023 wurden auch 251 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Nach israelischen Angaben kamen damals rund 6000 Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen nach Israel. Bei dem auf den Überfall folgenden Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74'000 Palästinenser getötet.

Auswirkungen auch in der Schweiz spürbar

Seit den Anschlägen vom 7. Oktober 2023 hat sich die Sicherheitslage der jüdischen Gemeinschaft in der Schweiz verschlechtert. In der Westschweiz erreichten antisemitische Vorfälle einen neuen Höchststand, wie die Anti-Diffamierungsorganisation Cicad mitteilte.

In der Deutschschweiz, der italienischen und der rätoromanischen Schweiz wurden 2025 gemäss einem Bericht des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG) und der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) 177 antisemitische Vorfälle verzeichnet.

Im Jahr 2025 registrierte die Organisation in der Westschweiz 2438 antisemitische Handlungen, der höchste Stand seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2003. Die grosse Mehrheit, 91,8 Prozent, fand im Internet und in den sozialen Netzwerken statt. Bei einem Fünftel der Taten wurde der Holocaust geleugnet.

Dieser Anstieg des Antisemitismus habe sehr konkrete Auswirkungen auf den Alltag. Der sei für einen Teil der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger «sehr schwierig» geworden, fuhr er fort. Manche Juden verzichteten darauf, religiöse Symbole zu tragen, mieden bestimmte Orte oder verschwiegen ihre Identität – Situationen, die dem Cicad regelmässig gemeldet wurden. (leo/sda/dpa)

Israel hat seit dem Hamas-Massaker 100'000 Ziele angegriffen
Seit dem Hamas-Überfall im Süden Israels vor drei Jahren haben die israelischen Streitkräfte nach eigenen Angaben rund 100'000 Ziele in der Region angegriffen. Davon seien 65'000 im Gazastreifen gewesen, 28'000 im Libanon und in Syrien sowie 4500 in Iran, berichtete das israelische Radio unter Berufung auf das Militär. 970 israelische Soldaten seien in den vergangenen drei Jahren im Dienst getötet worden.

Bei dem Überfall am 7. Oktober 2023 wurden rund 1200 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Nach israelischen Angaben kamen damals rund 6000 Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen nach Israel. Bei dem auf den Überfall folgenden Krieg wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74'000 Palästinenser getötet.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hatte am Montag mitgeteilt, dass von den 6000 Terroristen bisher 4000 getötet worden seien. Das Militär sei angewiesen, auch die verbliebenen 2000 zu verfolgen und zu töten. (sda)
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quelle: keystone / abir sultan
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