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Israel

Befreite Gaza-Geisel ruft zu Überwindung des Hasses auf

Befreite Gaza-Geisel spricht zum ersten Mal öffentlich in emotionaler Videobotschaft

30.06.2024, 10:4130.06.2024, 13:56
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Die kürzlich aus der Geiselhaft im Gazastreifen befreite Israelin Noa Argamani hat in einer emotionalen Video-Botschaft zur Überwindung des Hasses aufgerufen. «Ich wünsche uns allen friedlichere Tage, ruhigere Tage, an denen wir von Familie, Freunden und guten Menschen umgeben sind. Am wichtigsten ist, dass wir lernen, zu lieben und nicht zu hassen», sagte die 26-Jährige in dem am Samstagabend bei einer Grosskundgebung in Israels Küstenstadt Tel Aviv abgespielten Video.

CORRECTS AGES: This undated photo provided by the Hostages Families Forum Headquarters shows Noa Ar gamani. Israel says it has rescued four hostages who were kidnapped in a Hamas-led attack on Oct. 7. ...
Bild: keystone

«Obwohl ich wieder zurück zu Hause bin, dürfen wir nicht die Geiseln vergessen, die immer noch von der Hamas gefangen gehalten werden», sagte Argamani.

«Wir müssen alles erdenklich Mögliche tun, um sie nach Hause zu bringen.»

Argamani und drei andere Geiseln waren vor drei Wochen bei einem israelischen Militäreinsatz im umkämpften Gazastreifen befreit worden. Das Schicksal der am 7. Oktober vergangenen Jahres vom Nova-Musikfestival in Israel in das angrenzende Küstengebiet verschleppten jungen Frau hatte weltweit grosse Anteilnahme ausgelöst. Aufnahmen, wie sie von den Terroristen auf einem Motorrad entführt wurde und dabei verzweifelt und weinend um Hilfe rief, kursieren seit Monaten in sozialen Medien.

Der ebenfalls verschleppte Freund der Studentin befindet sich noch immer in der Gewalt der Hamas. Es werden ausser ihm noch rund 120 Geiseln im Gazastreifen vermutet, viele von ihnen dürften aber schon tot sein.

Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde waren bei der Befreiungsaktion für Argamani und den anderen drei Geiseln 274 Palästinenser getötet und rund 700 weitere verletzt worden. Ein Sprecher der israelischen Armee hatte dagegen von weniger als 100 Todesopfern gesprochen.

Argamani bedankte sich in dem Video bei ihren Befreiern. Israelischen Medienberichten zufolge lernte die Israelin während ihrer Zeit als Geisel gut Arabisch. Sie sei dadurch eine Art «Repräsentantin» anderer weiblicher Geiseln geworden, mit denen sie vorübergehend zusammen festgehalten worden war. Seit ihrer Befreiung nach 246 Tagen in Geiselhaft sei Argamani intensiv an der Betreuung ihrer aus China stammenden krebskranken Mutter beteiligt, hiess es kürzlich in Medienberichten. (saw/sda/dpa)

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78 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Monsterius1
30.06.2024 15:45registriert März 2023
Was für eine starke junge Frau.
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78
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