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Hisbollah sieht sich bereit für «jegliches Szenario»

Hisbollah-Milizen bei Kämpfen in Beirut (Archivbild): Die Terrororganisation hat Pläne für einen Einmarsch in Israel.
Die Hisbollah handelt nach eigenen Angaben aus Solidarität mit der HamasBild: Jamal Eddine/ via www.imago-images.de

Hisbollah sieht sich bereit für «jegliches Szenario»

17.09.2024, 11:0417.09.2024, 11:04

Als Reaktion auf Beschlüsse des israelischen Sicherheitskabinetts sieht sich die Hisbollah im Libanon informierten Kreisen zufolge auf «jegliches Szenario» vorbereitet.

Quellen aus der proiranischen Schiitenorganisation sagten der Nachrichtenagentur DPA: «Unsere Kämpfer stehen seit dem 8. Oktober bereit. Unsere Anführer haben bei sämtlichen Anlässen betont, dass wir den Libanon beschützen werden.»

Die Hisbollah handelt nach eigenen Angaben aus Solidarität mit der Hamas und will ihre Angriffe erst einstellen, wenn die «Aggressionen gegen das palästinensische Volk» aufhören.

Israels Sicherheitskabinett hatte zuvor die Rückkehr der geflüchteten israelischen Bürger in ihre Wohnorte im Norden des Landes zu einem neuen Kriegsziel gemacht. Der einzige Weg dahin sei «ein militärischer Einsatz», wie Israels Verteidigungsminister Joav Galant nach Angaben seines Büros bei einem Treffen mit US-Vermittler Amos Hochstein sagte. Es besteht die Sorge, dass der Konflikt an der israelisch-libanesischen Grenze weiter eskalieren könnte.

Seit Beginn des Kriegs im Gazastreifen zwischen Israel und der islamistischen Hamas vor fast einem Jahr kommt es im Grenzgebiet der beiden Länder nahezu täglich zu militärischen Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah. Auf beiden Seiten gab es Tote – die meisten von ihnen waren Mitglieder der Hisbollah.

Rund 60 000 Israelis haben wegen des Beschusses ihre Häuser und Wohnungen im Norden Israels verlassen müssen. Auf der anderen Seite der Grenzen haben sich nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) rund 110 000 Menschen in anderen Teilen des Libanons in Sicherheit bringen müssen. (sda/dpa)

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