International
Justiz

Bestechung durch «El Chapo»: Ex-Minister Mexikos verurteilt

Bestechung durch «El Chapo»: Ex-Minister Mexikos verurteilt

21.02.2023, 22:1221.02.2023, 22:12

Eine Jury in New York hat Mexikos früheren Sicherheitsminister Genaro García Luna für schuldig befunden, Schmiergelder in Millionenhöhe von Ex-Drogenboss «El Chapo» angenommen zu haben. Das entschied die Jury nach Gerichtsangaben am Dienstag nach rund vier Prozesswochen und dreitägigen Beratungen. García Luna droht nun eine lange Haftstrafe.

Die Staatsanwaltschaft hatte García Luna vorgeworfen, den Drogenschmuggel des Kartells geschützt zu haben. Die Verteidigung des Angeklagten dagegen behauptete, Luna sei immer integer gewesen und werde nun Opfer der Rache derjenigen Kriminellen, die er in Zusammenarbeit mit den USA hinter Gittern gebracht habe.

Luna hatte in seiner Amtszeit von 2006 bis 2012 eine führende Rolle im Kampf der mexikanischen Regierung gegen den Drogenhandel gespielt, zuvor war er Chef von Mexikos nationaler Ermittlungsbehörde. Der 54-Jährige war 2019 in der texanischen Stadt Dallas verhaftet worden. Sein Prozess findet in New York statt, wo Joaquín «El Chapo» Guzmán zu lebenslanger Haft verurteilt worden war, nachdem er in Mexiko gefasst und ausgeliefert worden war. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«El Chapo» ist nicht allein: Die 34 berüchtigtsten Drogenbarone Mexikos
1 / 36
«El Chapo» ist nicht allein: Die 34 berüchtigtsten Drogenbarone Mexikos
«El Ingeniero», Tijuana-Kartell, verhaftet am 23.06.2014, Fernando Sánchez Arellano
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Culiacán im Ausnahmezustand nach Verhaftung von Drogenboss Ovidio «El Ratón» Guzmán López
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Erbprinz legt Veto ein: Abtreibungen bleiben in Liechtenstein strafbar
Ein Gesetz zur Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Liechtenstein scheitert am Fürstenhaus. Erbprinz Alois macht von seinem Vetorecht Gebrauch.
Liechtensteins Erbprinz hat die Drohung wahr gemacht: Er legt sein Veto gegen die Einführung einer Fristenregelung ein. Damit bleiben Schwangerschaftsabbrüche auch in Zukunft illegal – und Liechtenstein bleibt eines der wenigen Länder in Europa mit einem Abtreibungsverbot.
Zur Story