International
Klima

Schiffskollision in Nordsee: Plastikteilchen angespült

Schiffskollision in Nordsee: Plastikteilchen angespült

17.03.2025, 19:2817.03.2025, 19:28

Nach der Kollision zweier Frachtschiffe vor der britischen Nordseeküste sind Plastikteilchen gefunden worden.

Im Wasser sei am Sonntag etwas gesichtet worden, was sich als Plastikpellets herausgestellt habe, teilte die Küstenwache mit. Überwachungsflüge hätten das bestätigt, es seien auch einige Plastikteilchen an der Küste gefunden worden.

«Die Bergung hat heute begonnen», teilte Paddy O'Callaghan von der Küstenwache mit. Die Teilchen werden demnach in der Plastikproduktion eingesetzt und sind zwischen einem und fünf Millimetern gross. Sie seien nicht giftig, könnten aber ein Risiko für die Tierwelt darstellen.

Vor einer Woche waren das Containerschiff «Solong» und der Tanker «Stena Immaculate» zusammengestossen. Beide Schiffe gerieten in Brand. Der Tanker hatte 220'000 Barrel (knapp 35 Millionen Liter) Flugzeugtreibstoff geladen.

Risiko für die Tierwelt

Nach Einschätzung der Küstenwache ist es wahrscheinlich, dass die Plastikteilchen zum Zeitpunkt der Kollision ins Wasser gerieten. Die Bergungsarbeiten an beiden Schiffen würden fortgesetzt. Fische und Seevögel könnten die Plastikteilchen fälschlicherweise für Nahrung halten, warnte die Meeresschutzorganisation Marine Conservation Society der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge.

Warum die beiden Schiffe kollidiert waren, ist bislang nicht aufgeklärt. Der unter US-Flagge fahrende Öltanker war nach Angaben der Betreibergesellschaft Crowley von der unter portugiesischer Flagge fahrenden «Solong» gerammt worden, als er vor Anker lag. Ein Besatzungsmitglied wird vermisst, die Staatsanwaltschaft erklärte den Mann für tot. Der Kapitän der «Solong» wurde wegen des Verdachts der grob fahrlässigen Tötung angeklagt. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
«Dummheit kennt keine Grenzen»: Russische Flugabwehr schiesst Hobby-Piloten bei Moskau ab
Regelmässig greifen ukrainische Drohnen Russland an, die Flugabwehr ist nervös. Das wurde nun laut einem Bericht einem Hobbypiloten und seinem Passagier zum Verhängnis.
Ein russischer Hobbypilot und sein Passagier sind einem Bericht zufolge zu Opfern der russischen Flugabwehr geworden. Pawel Koschkin und sein Fluggast waren am Freitag südöstlich von Moskau mit einer einmotorigen Maschine in der Luft, als sie mutmasslich von der Rakete eines russischen Flugabwehrsystems getroffen wurden, wie das unabhängige russische Portal «Mediazona» berichtet.
Zur Story