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epa05045223 A Filipino woman walks past demonstrators holding banners during the Global Climate March in Quezon City, northeast of Manila, Philippines, 28 November 2015. According to activists' statements, thousands of Filipinos from different sectors joined the Global Climate March to address multiple climate related issues a few days before the 21st Conference of Parties (COP21) to be held in Paris. The COP21 also known as the 2015 Paris Climate Conference, which starts in the French capital Paris on 30 November, aims to achieve an international agreement on climate change, with the objective of keeping global warming below 2 degrees Celsius.  EPA/MARK R. CRISTINO

Auf der ganzen Welt demonstrieren die Menschen gegen den Klimawandel.
Bild: MARK R. CRISTINO/EPA/KEYSTONE

2300 Demos in 150 Staaten: Vor Klimagipfel in Paris gehen die Menschen weltweit auf die Strasse



Vor der Weltklimakonferenz in Paris haben Menschen rund um den Globus für den Klimaschutz demonstriert. An einer Auftaktkundgebung am Freitag im australischen Melbourne beteiligten sich 40'000 Demonstranten.

Insgesamt waren am Wochenende 2300 Veranstaltungen in 150 Staaten – auch in der Schweiz – geplant, bevor die Staats- und Regierungschefs am Montag in Paris eintreffen. Kundgebungen sind unter anderem in Berlin, London, Neu Delhi, Kampala, Kyoto, New York, Kairo und São Paulo vorgesehen. In Paris soll es am Sonntag eine zwei Kilometer lange Menschenkette geben.

epa04409954 A blindfolded puppet representing Australian prime minister Tony Abbott is carried as thousands of people march in a climate change rally in Melbourne, Australia, 21 September 2014. Crowds gathered in Melbourne, Cairns and other parts of Australia to demand immediate action on climate change, as part of a global rally ahead of a special UN summit. Demonstrators marched to the Cairns Convention Centre where G20 finance ministers were meeting, and held placards with the words 'Renewables' and 'Change Now.' The march in Melbourne drew thousands onto the streets, among the events organised in 159 countries. Some demonstrators criticised Australian Prime Minister Tony Abbott, whose government has become the world's first to repeal a carbon tax.  EPA/DAVID CROSLING AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Demonstrationszug in Melbourne. 
Bild: EPA/AAP

Start der Kampagne war in Melbourne. Auf Schildern dort hiess es: «Klimawandel ist nicht cool» oder «Es gibt keinen Planeten B». Unter den Demonstranten waren Gewerkschafter, Umweltschützer und Bewohner von Pazifikinseln, die vom Anstieg des Meeresspiegels infolge des Treibhauseffekts besonders betroffen sind.

In Manila beteiligten sich am Samstagmorgen mehr als 2500 Kirchenvertreter, Studenten und Aktivisten an einer Kundgebung, im ganzen Land sollte es Aktionen geben. Die Philippinen sind eines der am meisten von klimabedingten Naturkatastrophen betroffenen Länder.

Tausende in Genf und Zürich

In Genf versammelten sich am frühen Nachmittag 2000 bis 3000 Menschen auf dem Place des 22 Cantons. Die oft bunt gekleideten Umweltschützer trugen Transparente mit Botschaften wie «Milliarden für die Banken ... und für das Klima?» oder «Erneuerbare Energien sind Instrumente gegen Krieg und Terror».

epa05045585 People hold banners during the Global Climate March in Geneva, Switzerland, 28 November 2015. People gathered ahead the upcoming United Nations conference on climate change COP21 that will open in Paris, France, from Monday, 30 November.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Kundgebung in Genf.
Bild: EPA/KEYSTONE

Die Demonstranten machten sich auch mit Sprechgesängen bemerkbar und kritisierten multinationale Unternehmen, die oft verantwortungslos handelten. Begleitet von Musikgruppen marschierten die Demonstranten auf den Place Neuve. Sie formierten sich dort zu einem grossen Herz, das von einer Drohne aus der Vogelperspektive fotografiert werden sollte.

In Zürich versammelten sich gegen tausend Personen auf dem Helvetiaplatz, wie ein SDA-Korrespondent vor Ort schätzte. Die Stimmung war friedlich. Mehrere NGOs hatten Stände aufgebaut. Auch in Bern und St.Gallen sowie am Sonntag in Lugano waren Veranstaltungen geplant.

Schuh-Versammlung in Paris

In Paris selbst verboten die Behörden zwei für Sonntag sowie für den 12. Dezember geplante Grossdemonstrationen. Zur Begründung hiess es, nach den Angriffen mit 130 Toten am 13. November drohten in der französischen Hauptstadt weitere Anschläge.

Pairs of shoes are symbolically placed on a sidewalk near the Place de la Republique, due to the cancellation of a planned march following shootings in the French capital, ahead of the World Climate Change Conference 2015 (COP21), in Paris, France, November 28, 2015. Messages reads,

Die Schuhe in Paris.
Bild: ERIC GAILLARD/REUTERS

Stattdessen wollen Aktivisten Massen von Schuhen auf der Place de la République aufstellen – als Symbol für die tausenden Demonstranten, die an ihrem Protestmarsch gehindert werden; darunter ein Paar Schuhe im Namen von Papst Franziskus – beschriftet mit dessen Namen und dem Titel seiner Enzyklika gegen den Klimawandel.

Neues Abkommen aushandeln

Rund 10'000 Delegierte aus 195 Ländern verhandeln ab Sonntagabend in Paris unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen über ein neues weltweites Klimaabkommen zur Verringerung von Treibhausgasen. Das Abkommen soll erstmals auch die Schwellen- und Entwicklungsländer zur Reduzierung ihres Kohlendioxidausstosses verpflichten.

Vom Jahr 2020 an soll es an die Stelle des 1997 ausgehandelten Kyoto-Protokolls treten. Erklärtes Ziel ist es, die globale Erwärmung auf zwei Grad über dem Temperaturdurchschnitt vorindustrieller Zeit zu begrenzen.

Die offizielle Eröffnungszeremonie mit zahlreichen Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Barack Obama, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sowie die Staatschefs Russlands und Chinas, Wladimir Putin und Xi Jinping, findet am Montag statt. (lhr/sda/afp)

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