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Feuer in Australien: Foto von verbranntem Känguru-Baby geht um die Welt

Feuer in Australien: Foto von verbranntem Känguru-Baby geht um die Welt

06.01.2020, 04:2806.01.2020, 04:28

In Australien wüten seit Oktober verheerende Buschbrände, die mittlerweile eine Fläche von mehr als sechs Millionen Hektar zerstört haben. Das ist mehr als die Fläche von Dänemark (ohne Grönland). Am Sonntag brannten weiterhin rund 200 Feuer, viele davon waren ausser Kontrolle.

Der Fotograf Brad Fleet zeigte nun auf seinem Instagram-Kanal die dramatischen Folgen der Brände – mit einem schockierenden Foto eines verbrannten Känguru-Babys.

Auch auf Twitter geht Brad Fleets Bild des verkohlten Känguru-Kindes seit einigen Tagen viral. «Der Gedanke daran, dass das Tier bei lebendigem Leib verbrannt ist, ist einfach zu viel für das Herz», schrieb eine Nutzerin beispielsweise in dem sozialen Netzwerk als Reaktion auf das Foto.

Verheerende Folgen für Flora und Fauna

Die Brände bedrohen nicht nur Menschenleben und ganze Ortschaften. Sie haben auch bereits mehr als 5.5 Millionen Hektar Land verwüstet. Die Folgen für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt des Kontinents sind verheerend. Experten schätzen, dass allein in dem besonders betroffenen Bundesstaat New South Wales bereits fast eine halbe Milliarde Tiere in den Flammen ums Leben gekommen sind.

Schätzungen zufolge sind bereits 480 Millionen Tiere verendet

Auch Bilder von geretteten Koalas, die gierig Wasser aus von Helfern gehaltenen Flaschen trinken und von hilflos in verkohlten Wäldern herumirrenden Kängurus sind in den vergangenen Wochen um die Welt gegangen. Eine am Freitag veröffentlichte Studie der Universität von Sydney schätzt die Zahl der seit September im Staat New South Wales verendeten Tiere auf 480 Millionen – wobei es sich um eine «sehr zurückhaltende» Kalkulation handelt, wie die Autoren betonen. Die wahre Zahl könne noch «bedeutend höher» liegen.

Er gehe davon aus, dass landesweit bereits Milliarden von Tieren durch die Feuer ums Leben gekommen seien, sagt Professor Andrew Beattie von der Macquarie-Universität nahe Sydney, «wenn man Säugetiere, Vögel, Reptilien und grössere Insekten wie Schmetterlinge mit einrechnet». Es sei «ziemlich sicher, dass in grossen Teilen dieser sehr ausgedehnten Brandgebiete der grösste Teil der Tierwelt tot ist», betont der Biologe. «Die Flora und Fauna ist fort.»

(as/mit dpa)

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Bilder der Buschbrände in Australien
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Bilder der Buschbrände in Australien
Im Südwesten Australiens sieht es momentan aus als ginge die Welt unter.
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Australiens Buschbrände sind weiterhin ausser Kontrolle
Video: srf
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