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73 Tote nach Fährunglück in Guyana – mehrere Personen verhaftet

73 Tote nach Fährunglück in Guyana – mehrere Personen verhaftet

Knapp eine Woche nach dem schweren Fährunglück vor der Küste Guyanas sind inzwischen 73 Tote geborgen worden.
24.07.2026, 20:0724.07.2026, 20:07

Wie Präsident Irfaan Ali bei einem Treffen mit Angehörigen mitteilte, suchen Taucher am Freitag im Atlantik weiter nach Vermissten.

epa13129368 People under tents await the identification of the bodies after the MV Barima ferry sinking in Charity, Guyana, 22 July 2026 (issued 23 July 2026). Guyanese authorities reported that the n ...
Menschen an Land warten zur Identifizierung der Todesopfer unter Zelten.Bild: keystone

Die Behörden des südamerikanischen Landes vermuten, dass rund 180 Menschen an Bord waren, obwohl im Schiffsmanifest nur 133 eingetragen sind – darunter 17 Besatzungsmitglieder. Nach dem Unglück in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) wurden 79 Überlebende gerettet.

Einsatzkräfte aus Guyana und anderen Ländern sind an den Bergungsarbeiten beteiligt. Taucher versuchen laut dem Präsidenten, sich Zugang zum Inneren der gesunkenen Fähre zu verschaffen, wie der «Guyana Chronicle» berichtete. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Zwei Besatzungsmitglieder und Hafen-Beamter festgenommen

Die Ursache des Unfalls ist noch immer unklar. Untersucht wird unter anderem eine mögliche Überladung des mehr als 80 Jahre alten Bootes.

Derweil wurden drei Menschen festgenommen. Dabei handelt es sich um den Kapitän der Fähre und ein Besatzungsmitglied, die laut Behörden positiv auf Cannabis getestet worden waren. Ein Hafen-Beamter, der für die Überprüfung der Ladung des Schiffes verantwortlich war, wurde ebenfalls festgenommen, wie Ministerpräsident Mark Phillips sagte.

Die Fähre war vor Guyana auf dem Weg zwischen der Hauptstadt Georgetown und der abgelegenen Gemeinde Port Kaituma verunglückt. Das kleine Dorf liegt an einem Flusskanal im Inland Guyanas in der ölreichen Region Essequibo nahe der Grenze zu Venezuela. (sda/dpa)

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