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Iran-Krieg live: USA verlegen weitere Kampfjets in den Nahen Osten

Tankers and cargo vessels are seen in the Gulf of Oman, along shipping routes linking the Strait of Hormuz and the Arabian Sea, Tuesday, June 16, 2026. (AP Photo)
Oman Strait of Hormuz
Steht wieder im Fokus: die Strasse von Hormus.Bild: keystone
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USA verlegen weitere Kampfjets in den Nahen Osten ++ US-Angriff auf unfertiges AKW im Iran

Der Konflikt um die Strasse von Hormus lässt die Kämpfe in Nahost wieder aufflammen. Alle News live im Ticker.
16.07.2026, 00:3219.07.2026, 18:02
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17:55
USA verlegen weitere Kampfjets nach Nahost
Die USA verlegen inmitten des eskalierenden Iran-Kriegs Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten. Das «Wall Street Journal» berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfjets vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Grossbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region.

Auch die «New York Times» berichtet unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden. (sda/dpa)
16:49
Trump fordert: Iran ins Russland-Sanktionspaket aufnehmen
US-Präsident Donald Trump hat seine republikanische Partei aufgefordert, den Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen. «WICHTIG!!!», schrieb Trump in Grossbuchstaben hinter seine Forderung, die er auf der Plattform Truth Social postete. «Das wollte Lindsey tun», ergänzte der Präsident, und verwies damit auf den kürzlich gestorbenen Senatoren Lindsey Graham. Dieser hatte sich massgeblich für das Gesetzesvorhaben für neue Sanktionen gegen Russland eingesetzt.

Im US-Senat wird bereits seit über einem Jahr um das neue Sanktionspaket gegen Russland gerungen. Vor wenigen Tagen stellten Senatoren der beiden grossen US-Parteien einen überarbeiteten Gesetzentwurf vor. Die Initiative sieht den Angaben zufolge Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die grössten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, darunter China und Indien. Ausnahmen soll es demnach für Länder geben, die weniger als 15 Prozent des von Russland exportierten Erdgases kaufen und «bedeutende Massnahmen» ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren.

Senator Graham hatte kurz vor seinem Tod bei einem Besuch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew Unterstützung des Weissen Hauses für das Sanktionspaket gegen Russland verkündet. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland Ukraine hatte vor über vier Jahren auf Befehl des russischen Präsidenten Wladimir Putin begonnen. (sda/dpa)
14:59
Iran greift Küstenstadt Akaba in Jordanien an
Der Iran hat nach Informationen der israelischen Armee Jordaniens Küstenstadt Akaba am Roten Meer angegriffen. Die israelische Armee habe Raketenbeschuss aus dem Iran auf die Stadt beobachtet, die nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt liegt, teilte die Armee mit. Es sei möglich, dass Auswirkungen des Angriffs auch auf israelischem Gebiet bemerkbar würden. In mehreren Teilen Jordaniens ertönten Warnsirenen, wie der regierungsnahe Fernsehsender Al-Mamlaka berichtete.

Jordaniens Streitkräfte fingen nach eigenen Angaben drei iranische Raketen ab. Eine vierte sei in abgelegenem Gebiet niedergegangen, berichtete die Nachrichtenagentur Petra. Opfer oder Schäden habe es nicht gegeben. In mehreren Teilen Jordaniens ertönten Warnsirenen. Über dem Gebiet Akaba war zu sehen und zu hören, wie die Flugabwehr Raketen abfing, wie aus Videos in sozialen Medien hervorging.

Der Flughafen und Hafen in Akaba wurde nach US-Angaben evakuiert. Das teilte die US-Botschaft mit und bezog sich dabei auf eine laufende Evakuierung durch die jordanischen Behörden. Grund sei eine «spezifische und glaubwürdige Bedrohung». Von Reisen über den internationalen Flughafen oder den Hafen werde abgeraten.

Jordaniens Kommunikationsminister Mohammed al-Mumani teilte dagegen mit, die Behörden hätten keine Anordnung zur Evakuierung gegeben – weder am Flughafen von Akaba noch am Hafen. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra. Der Betrieb an Hafen und Flughafen laufe normal. Auch der TV-Sender Al-Mamlaka berichtete von normalem Betrieb am Hafen.

Akaba liegt an einem kurzen Küstenabschnitt Jordaniens am Roten Meer nahe der Grenzen zu Israel im Westen und Saudi-Arabien im Süden. Die einzige Küstenstadt des Königreichs sichert ihm den direkten Zugang zu Seewegen. Die Stadt ist aber auch bei Strandurlaubern und Tauchern beliebt und als Ausgangspunkte für touristische Besuche in der Wüste Wadi Rum und in der antiken Felsenstadt Petra. (sda/dpa)
14:54
Irans Aussenminister spricht über Sicherheitslücken
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat in einem Interview überraschend offen über Sicherheitslücken vor dem Krieg mit den USA und Israel gesprochen. Im Gespräch mit dem konservativen und regierungstreuen Medienaktivisten Dschawad Mogoi schilderte der Minister ausführlich seine Erlebnisse des ersten Kriegstags am 28. Februar. Iranische Medien veröffentlichten Ausschnitte des Interviews, das bislang nicht in voller Länge online ist.


Aussenminister Abbas Araghtschi.

Araghtschi erklärt darin unter anderem, dass mehrere wichtige Entscheidungsgremien aus Politik und Militär gleichzeitig tagten, als die Luftangriffe auf Teheran erfolgten. Am ersten Kriegstag wurden einflussreiche Politiker und Generäle getötet, darunter auch Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei. Morgens noch habe Araghtschi dessen Stabschef getroffen, um Chamenei über den Stand der Verhandlungen mit den USA zu informieren.

«Entscheidend ist meiner Ansicht nach, dass sie über diese Sitzungen informiert waren», sagte der Minister mit Blick auf Israel und die USA. «Das deutet möglicherweise auf eine Sicherheitslücke hin, die bestand und wahrscheinlich noch immer besteht». Araghtschi sagte, die Sicherheitslücke beschränke sich nicht nur auf Infiltration. «Manchmal betrifft sie auch die Beeinflussung der Ausrichtung von Entscheidungsprozessen», fügte er hinzu und betonte: «Mehr möchte ich dazu nicht offen sagen.» (sda/dpa)
14:37
Kuwait meldet erneut Beschuss – Kraftwerk getroffen
Der Golfstaat Kuwait steht bei der Eskalation zwischen dem Iran und den USA erneut unter Beschuss. Das Land wehre «feindliche Raketen und Drohnen» aus dem Iran ab, teilte die Armee mit.

Eine Anlage zur Stromerzeugung und Entsalzung sei dabei innerhalb von zwei Tagen zweimal angegriffen worden, erklärte das Energieministerium. Es sei zu einem Brand gekommen, wodurch auch die Stromerzeugung beeinträchtigt gewesen sei. Derzeit liefen Arbeiten, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Der Wüstenstaat Kuwait ist wie die weiteren Golfländer auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen, um die heimische Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Aus solchen Anlagen stammen rund 90 Prozent des Trinkwassers in Kuwait. In der Region gibt es mehr als 400 solcher Entsalzungsanlagen, die etwa auch Bahrain und Saudi-Arabien stark nutzen. Vom weltweiten Wasser aus Entsalzungsanlagen stammen ganze 40 Prozent aus den Golfstaaten.

An die Einwohner in Kuwait kam der Hinweis, dass die zu hörenden Explosionen von der Flugabwehr stammten, die Angriffe abwehrte. Die Menschen im Land wurden aufgefordert, sich an die Anweisungen der Behörden zu halten.

Auch im Golfstaat Bahrain ertönten wieder die Warnsirenen. Das Innenministerium rief Einwohner auf, Ruhe zu bewahren und sich an einen sicheren Ort zu begeben. (sda/dpa)
19:49
Irans Führung droht USA mit «unvergesslichen Lektionen»
Angesichts der neuen Eskalation am Persischen Golf hat die iranische Führung den USA mit «unvergesslichen Lektionen» gedroht. «Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch grössere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten», hiess es in einer Erklärung des obersten Führers Ajatollah Modschtaba Chamenei.

«Heute hat der grosse Satan erneut sein wahres, unmaskiertes Gesicht gezeigt, damit diese dunkle Erfahrung von Verbrechen und Vertragsbruch zu einem weiteren festen Beleg für die Verlogenheit, Unvernunft, Unzuverlässigkeit und Niederträchtigkeit der Vereinigten Staaten wird», hiess es in der Mitteilung weiter. Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi hatte zuvor das Mitte Juni mit den USA unterzeichnete Rahmenabkommen für ausgesetzt erklärt. (sda)
19:46
Zwei US-Soldaten sterben bei iranischem Angriff
Zwei US-Soldaten sind bei einem iranischen Angriff in Jordanien getötet worden. Ein weiterer Soldat wird noch vermisst.

Zwei US-Soldaten sind bei einem iranischen Raketen- und Drohnenangriff in Jordanien ums Leben gekommen. Das berichtet das zuständige US-Regionalkommandos Centcom auf der Plattform X. Ein weiterer US-Soldat wird demnach noch vermisst.

Vier verletzte Soldaten wurden zur medizinischen Behandlung in jordanische Krankenhäuser gebracht. Sie konnten inzwischen entlassen werden. Weitere Einsatzkräfte, die wegen leichter Verletzungen untersucht worden waren, kehrten in den Dienst zurück.

Aus Rücksicht auf die Angehörigen will Centcom zunächst keine weiteren Einzelheiten bekannt geben. Auch die Namen der getöteten Soldaten sollen erst 24 Stunden nach der Benachrichtigung ihrer Familien veröffentlicht werden.
17:29
Iran: Rahmenabkommen mit den USA ausgesetzt
Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hat nach Ansicht der Regierung in Teheran keinen Bestand mehr. Man habe das Abkommen ausgesetzt, sagte Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars. «Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt», zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview.

«Leider haben die Amerikaner mit ihren aggressiven Massnahmen gegen ihre Verpflichtungen aus der Absichtserklärung von Islamabad verstossen», führte Gharibabadi weiter aus. Das sei der Grund gewesen, warum auch der Iran sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühlt. (sda/dpa)
15:42
Kuwait verurteilt iranische Angriffe - Schaden an Ölanlage
Der mit den USA verbündete Golfstaat Kuwait hat den jüngsten Beschuss aus dem Iran auf sein Staatsgebiet scharf verurteilt. «Die wiederholten Angriffe auf lebenswichtige Einrichtungen offenbaren eine systematische und aggressive Vorgehensweise, die auf zivile Infrastruktur abzielt und das Leben sowie die Sicherheit der Bevölkerung gefährdet», hiess es in einer Mitteilung des Aussenministeriums.

Erheblicher Sachschaden im Ölsektor

Kuwaits Staatsagentur Kuna meldete iranische Angriffe auf einen «bedeutenden» Standort des Ölsektors. Dabei sei erheblicher Sachschaden entstanden und mehrere Menschen verletzt worden, hiess es weiter unter Berufung auf den Ölkonzern Kuwait Petroleum Corporation. Der Konzern sprach demnach von wiederholten, «abscheulichen» Angriffen aus dem Iran. Die Verletzten seien behandelt und der Standort evakuiert worden. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt.

Ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums erklärte auf X, der Iran habe nicht nur Militär- und Sicherheitseinrichtungen, sondern auch zivile Ziele ins Visier genommen. Betroffen seien «Anlagen zur Öl-, Strom- und Wasserversorgung». Das Militär habe am Samstag «feindliche» ballistische Raketen und Drohnen im kuwaitischen Luftraum abgefangen. (sda/dpa)

14:22
Iran: 50 Tote nach jüngsten US-Angriffen
Seit der neuen Eskalation am Persischen Golf sind im Iran Regierungsangaben zufolge mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 500 Menschen seien bei den US-Angriffen verletzt worden, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X schrieb.

Dem Sprecher zufolge wurden 460 Personen bereits aus dem Krankenhaus entlassen, während sich 37 weiterhin in stationärer Behandlung befinden.

Die Regierung berichtet in der Regel nur über zivile Opfer. Über Verluste unter den Streitkräften gibt es keine offiziellen Daten. (sda/dpa)

11:51
US-Verbündeter Kuwait meldet Angriff auf Elektrizitätswerk
Nach iranischen Angriffen auf mit den USA verbündete Golfstaaten hat Kuwait einen Schaden an einer Anlage zur Stromerzeugung und Meerwasserentsalzung gemeldet. Diese sei Ziel eines feindlichen Angriffs geworden, teilte das Ministerium für Elektrizität mit. In einem Teil der Einrichtung sei ein Feuer ausgebrochen, mehrere Generatoren seien daher vorsorglich abgeschaltet worden. Es handele sich bereits um das zweite Werk dieser Art, das binnen zwei Tagen in Kuwait attackiert worden sei.

Das Ministerium rief die Bevölkerung dazu auf, in dieser «aussergewöhnlichen Phase» sparsam mit Strom umzugehen. Die Angriffe fallen mitten in den Sommer, wenn Klimaanlagen in Kuwait unverzichtbar sind. Zuvor hatte die kuwaitische Armee gemeldet, mehrere aus dem Iran kommende Raketen und Drohnen abgefangen zu haben. (sda/dpa)
10:46
Revolutionsgarden rufen Jordanier zum Kampf gegen USA auf
Die iranischen Revolutionsgarden haben die Bewohner im mehrheitlich muslimischen Jordanien zum Kampf gegen die USA aufgefordert. «Eure religiöse und menschliche Pflicht besteht darin, sie mit allen Mitteln ausser Gefecht zu setzen und das heilige Land Jordanien von den Mördern unterdrückter Muslime zu säubern», hiess es in einer von iranischen Medien verbreiteten Erklärung der mächtigen Militärorganisation.

Die Revolutionsgarden reklamierten unterdessen Raketenangriffe auf einen von den USA genutzten Luftwaffenstützpunkt in Jordanien. Dabei sei unter anderem auf Schutzbunker für US-Kampfflugzeuge gezielt worden. Unverifizierte Videos in den sozialen Medien, die auch Militärexperten verbreiteten, zeigten mutmassliche Einschläge iranischer ballistischer Raketen in Jordanien.

Das Königreich Jordanien ist ein Verbündeter der USA. Amman unterhält Beziehungen zum Iran, betrachtet dessen Einfluss in der Region aber mit Sorge. Durch seine geografische Lage geriet das Land schon mehrfach in die Schusslinie, auch im Konflikt zwischen dem Iran und Israel. (sda/dpa)
8:26
Iran: 10'000 Einwohner nach US-Angriff ohne Wasser
Nach den US-Angriffen im Süden des Irans ist staatlichen Angaben zufolge die Trinkwasserversorgung für mindestens 10'000 Menschen unterbrochen. Hintergrund sei die Bombardierung einer Meerwasserentsalzungsanlage in der Küstenregion Dschask, berichtete der Pressedienst der Regierung unter Berufung auf die Wasserwerke der Provinz Hormusgan. Betroffen sind demnach 20 Dörfer an der Küste.

Das US-Militär greift nach eigenen Angaben Ziele im Süden Irans an, um dessen Fähigkeit zum Beschuss der Strasse von Hormus zu schwächen. Bewohner und iranische Journalisten berichten in den sozialen Medien jedoch auch von Angriffen auf zivile Einrichtungen, darunter Brücken, Strassen und kritische Infrastruktur. Angesichts von Temperaturen weit über 40 Grad sind Attacken auf die Wasserversorgung für die Bevölkerung besonders gravierend.

Der als Vahid bekannte Netzjournalist berichtete auf Telegram über massive Angriffe in der Hafenstadt Bandar Abbas, die seit Tagen bombardiert wird. «Gerade war eine schlimme Explosion zu hören, sodass die Fenster gewackelt haben. Die ganze Zeit ist das Geräusch von Kampfflugzeugen am Himmel zu hören», zitierte der in den USA ansässige Journalist einen Bewohner. (sda/dpa)
4:05
Huthi-Miliz warnt Saudi-Arabien vor «Belagerung»
Die mit dem Iran verbündete jemenitische Huthi-Miliz hat das benachbarte Saudi-Arabien vor einer «Belagerung» gewarnt. Man sei bereit, das Prinzip «Belagerung gegen Belagerung, Flughafen gegen Flughafen und Hafen gegen Hafen» anzuwenden, zitierte die jemenitische Nachrichtenagentur Saba den Verteidigungsminister der Miliz, Mohammed al-Atafi. Er bezog sich damit offenbar auf einen Luftangriff zu Wochenbeginn auf den Flughafen der Hauptstadt Sanaa, für den die Miliz Saudi-Arabien verantwortlich gemacht hatte.

Wenig später hatte das Verteidigungsministerium der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, die Angriffe für sich reklamiert. Damit sollte die Landung eines iranischen Flugzeugs auf jemenitischem Boden verhindert werden, hiess es. Die Huthi kündigten Vergeltung an. Saudi-Arabien fing daraufhin nach eigenen Angaben einen Raketenangriff ab. Am Donnerstag drohte der Anführer der Miliz, Abdel Malik al-Huthi, Saudi-Arabien mit Angriffen unter anderem auf Ölanlagen und Flughäfen.

Die Miliz gilt als einer der wichtigsten nicht staatlichen Verbündeten des Irans. Sollte es zu einer weiteren Eskalation im Iran-Krieg zwischen Washington und Teheran kommen, könnte die Huthi-Miliz wieder mit Drohungen und Angriffen am Eingang zum Roten Meer den Schiffsverkehr durch den Suezkanal zum Erliegen bringen. Das hätte nicht nur Folgen für den internationalen Handel. (sda/dpa)

22:35
Siebte Nacht in Folge: Neue US-Angriffe gegen den Iran
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 15.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen, hiess es.

Bei ihren vorherigen massiven Angriffen auf den Iran hatten die USA zuletzt nicht nur militärische Ziele attackiert, sondern nach iranischen Medienberichten auch Infrastruktur, die auch zivilen Zwecken dient, beschädigt. Bis zum frühen Freitagmorgen (MESZ) bombardierte das US-Militär eine Reihe von Zielen. Nach iranischen Angaben wurden Brücken, ein Flughafen und Infrastruktur der Seefahrt getroffen.

Irans UN-Botschafter hatte daraufhin erklärt, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Das US-Militär erklärte dagegen, man habe Dutzende «militärische Ziele» getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung. (sda/dpa)
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44 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Das Klavier singt Schlagzeug
12.07.2026 02:18registriert Juni 2024
Die Strasse von Hormus wird ja häufiger gesperrt als die Axenstrasse!
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Rumpelstilz aka Motzbrocken
12.07.2026 08:58registriert November 2023
War abzusehen. Auch der Iran wird im Westen seine Schläfer haben….

Donald verteilt wenigstens den Terrorismus fair auf den ganzen Planeten.

Was für eine beschissene politische Welt!!
Religiös Durchgeknallte und Donald…..
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Violett
12.07.2026 06:56registriert Juni 2020
Krieg ist einfach provitabler als Frieden, offensichtlich.
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