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Sturzflut in Nepal: Die Entwicklungen im Liveticker

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Sturzflut in Nepal

Im Grenzgebiet zwischen Nepal und China hat eine zerstörerische Welle aus Wasser, Schlamm und Geröll mindestens 270 Menschen getötet.

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Über 1000 Tote allein in Nepal ++ weiterhin Gefahr vor neuer Sturzflut

Am Mittwoch hat eine Sturzflut in der Grenzregion zwischen Nepal und China über 400 Menschen in den Tod gerissen. Die Entwicklungen im Liveticker.
01.09.2026, 08:3701.09.2026, 08:37

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einer Sturzflut entlang des Flusses Bhotekoshi haben am Mittwoch gewaltige Schlamm- und Gesteinsmassen eine Schneise der Verwüstung geschlagen.
  • Auf Videos und Bildern ist zu sehen, wie die Flut Brücken, Fahrzeuge und ganze Dörfer unter sich begrub und mit sich riss.
  • Die Zahl der Toten und Vermissten steigt stündlich. Unter ihnen sind auch viele ausländische Touristen und Touristinnen
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13:19
Seuchengefahr steigt
Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya mit vielen Toten und Vermissten in Nepal und China warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vor Seuchengefahr. Viele Vertriebene auf engem Raum, Überschwemmungen, stehendes Wasser – all dies erhöhe das Risiko, dass sich ansteckende Krankheiten ausbreiten, sagte ein Sprecher in Genf.

Die Vereinten Nationen haben nach eigenen Angaben bereits jede Menge Material nach Nepal gebracht. Dazu gehören neben Trinkwasser und Nahrungsmitteln auch Zelte, Nottoiletten, Medikamente, Impfstoffe und Schutzkleidung. Vier Gesundheitseinrichtungen seien völlig zerstört und zwei beschädigt worden, und zwei Kliniken seien nicht mehr erreichbar, sagte der WHO-Sprecher.

Das nepalesische Rote Kreuz will 10'000 Haushalte mit Notunterkünften, Hygieneartikeln und anderem versorgen. «Das ist erst der Anfang», sagte Matt Baden von der Rotkreuz- und Rothalbmondföderation (IFRC) in Nepal. «Ganze Gemeinden sind von der Aussenwelt abgeschnitten, Häuser wurden zerstört und Existenzen zunichtegemacht – und das volle Ausmass der Schäden wird erst dann bekannt sein, wenn die Hochwassergefahr nachlässt und eine Rückkehr sicher ist.» Das Rote Kreuz braucht dafür 25 Millionen Franken. (sda/dpa)

8:34
Über 1000 Tote
Nach der gewaltigen Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der Toten in Nepal und Tibet auf mehr als 1000 gestiegen. In ihrer jüngsten Statistik spricht die Polizei in Kathmandu von 1007 Toten allein in Nepal. China hatte zuvor 16 Opfer auf der tibetischen Seite gemeldet.

Viele Leichen sind den Behörden zufolge bei ihrem Fund völlig entstellt und teilweise schon stark verwest. Die Zahl der Todesopfer dürfte in den nächsten Tagen und Wochen noch weiter steigen.

Die Zahl der Vermissten stieg laut einem Polizeisprecher in Nepal auf fast 4600. In Tibet waren es zuletzt knapp 550. Auch zu Hunderten Ausländern fehlt seit der Katastrophe vom vergangenen Mittwoch jede Spur.

Tausende Einsatzkräfte suchen weiter in den Erdmassen und in verschütteten Tunneln nach Vermissten. Die Such- und Rettungsarbeiten werden immer wieder von weiteren drohenden Sturzfluten und schlechtem Wetter beeinträchtigt. (sda/dpa)

10:28
In China werden Deutsche vermisst
Erstmals seit der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge im Grenzgebiet zu Nepal haben chinesische Behörden Details zu den auf ihrer Seite vermissten Ausländern bekanntgegeben. Unter den 261 Vermissten seien auch drei Deutsche, teilten Vertreter der Autonomen Region Tibet mit.
Nach jüngsten Informationen der Behörden in China und Nepal wurden als Folge der Naturkatastrophe bislang 691 Todesopfer registriert. Zuvor hatten die chinesischen Behörden in der Autonomen Region Tibet mitgeteilt, die Zahl der Toten sei von 7 auf 16 gestiegen. Die Zahl der Vermissten auf chinesischer Seite ging auf 546 zurück. Zusammen mit den mehr als 2.400 in Nepal noch gesuchten Flutopfern galten damit rund 3.000 Menschen weiter als vermisst - darunter Hunderte Ausländer.
9:30
Neuer Stausee gebildet
Nach der Sturzflut im Himalaya zwischen Nepal und China hat sich oberhalb eines chinesischen Grenzpostens erneut ein See angestaut. Wie der chinesische Katastrophenschutz mitteilte, überwachen Experten ihn mit einer Aufklärungsdrohne.

Damit staute sich in der Region erneut Wasser an, das möglicherweise eine neue Flut auslösen könnte, sollte es den Schlamm und das Geröll durchbrechen, die das Wasser zurückhalten. Am Fluss Purepuqiang-Zangbu hatte sich zuvor zeitweise ein See gebildet, der aber auf natürliche Weise wieder abfloss, wie die Behörden mitgeteilt hatten.

Der neue See war laut Katastrophenschutz am Samstagabend entdeckt worden. Zuvor habe sich ein Erdrutsch ereignet, der die Bildung des Sees verursacht habe, hiess es. Rettungskräfte flussabwärts am Grenzübergang Gyirong wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht. Die chinesischen Rettungskräfte suchen hauptsächlich dort nach möglichen Opfern. Der Grenzposten im Südwesten Tibets war vor der Flutkatastrophe ein wichtiger Verbindungspunkt mit Nepal für Handel und Tourismus.

Die Sorge vor weiteren Fluten beeinträchtigt die Arbeit der Rettungskräfte in Nepal und China immer wieder. Erst am Morgen (Ortszeit) hatte eine Flutwarnung im Katastrophengebiet in Nepal erneut für Unruhe gesorgt. (sda/dpa)

7:08
Zahl der Toten steigt auf 750
Nach der Flutkatastrophe in China und Nepal ist die Zahl der Todesopfer auf 750 gestiegen. In Nepal wurden nach Angaben des Katastrophenschutzes 734 Leichen geborgen. Chinas Behörden hatten zuvor bekanntgegeben, dass die Opferzahl im Katastrophengebiet im Südwesten der Region Tibet 16 erreicht habe.

Rund 2.500 Menschen galten laut Behördenangaben in Nepal weiter als vermisst, darunter 589 Ausländer. Zusammen mit den Vermissten in Tibet wird noch nach rund 3.000 Menschen gesucht.
(sda/dpa)
4:21
Nepal warnt vor weiterer Flut.
Nach der Sturzflut im Himalaya hat Nepals Katastrophenschutz vor einer möglichen weiteren Katastrophe gewarnt. Die Warnung galt für den Fluss Bhotekoshi, wie der Katastrophenschutz auf der Online-Plattform X mitteilte. Die Behörden mahnten die Menschen in der Gegend Rasuwa, Nuwakot und Dhading zur Vorsicht.

Am Mittwoch hatte nach bisherigen Erkenntnissen der Abbruch an einem Gletscher im Grenzgebiet zwischen Nepal und China eine Sturzflut ausgelöst. Diese hatte sich anschliessend durch den Bhotekoshi von nepalesischem Territorium aus über den Südwesten Tibets zurück nach Nepal ihren Weg gebahnt und dabei massive Schäden verursacht.

Nach jüngsten Informationen der Behörden in China und Nepal wurden als Folge der Naturkatastrophe bislang 691 Todesopfer registriert. Zuvor hatten die chinesischen Behörden in der Autonomen Region Tibet die Zahl der Toten von 7 auf 16 erhöht. Die Zahl der Vermissten auf chinesischer Seite ging auf 546 zurück. Zusammen mit den mehr als 2.400 in Nepal noch gesuchten Flutopfern galten damit rund 3.000 Menschen weiter als vermisst - darunter Hunderte Ausländer. (sda/dpa)
3:29
Zahl der vermissten Deutschen steigt möglicherweise
Unter den in China nach der Flutkatastrophe im Himalaya vermissten Ausländern sind laut chinesischen Behörden auch drei Deutsche. Das teilte die Regierung in der Autonomen Region Tibet mit, in deren Südwesten am Mittwoch eine Sturzflut den Grenzübergang Gyirong zu Nepal verwüstet hatte. Die Zahl der Todesopfer stieg in China demnach von 7 auf 16. Vermisst wurden noch 546 Menschen.

Ob sich damit die Zahl der vermissten Deutschen im Katastrophengebiet in Nepal und Tibet insgesamt erhöht hat oder ob es Dopplungen bei den Angaben der Behörden beider Seiten gibt, war zunächst unklar. Unter anderem befand sich eine Reisegruppe mit einem nepalesischen Veranstalter am Unglückstag noch in Tibet, um den Grenzübergang Gyirong zurück nach Nepal zu überqueren, wie ein Reiseveranstalter auf Anfrage gesagt hatte.

Das Auswärtige Amt hatte bislang von einer hohen einstelligen Zahl an vermissten Deutschen in der Region gesprochen. In Nepal galten noch acht Deutsche als vermisst.

Die vermissten Ausländer stammten aus insgesamt 23 Ländern, die meisten aus Nepal, wie die Behördenvertreter auf einer Pressekonferenz sagten. Weitere Vermisste kamen unter anderem aus den USA (18), Grossbritannien (15) und einzelne jeweils aus Frankreich, Spanien, Portugal und den Niederlanden
(sda)
11:13
Grosse Betroffenheit bei Schweizer Diaspora
Bei der nepalesischen und der tibetischen Gemeinschaft in der Schweiz hat die Sturzflut im Himalaya eine grosse Betroffenheit hinterlassen, wie Vertreter der Gemeinschaften am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagten.

Die Bilder der verheerenden Sturzflut hinterliessen wenig Hoffnung, erzählte Markus Ruckstuhl, Präsident der Schweizerisch-Nepalesischen Gesellschaft (SNS) im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Auch über die Vereinsgrenze hinaus sei die Betroffenheit in der Gemeinschaft gross. Die nepalesische Gemeinschaft in der Schweiz sei klein und gut vernetzt. «Die Leute kennen sich», sagte Ruckstuhl am Freitag. Dieses Beziehungsnetz funktioniere gut, so seine Auffassung. «Man schaut aufeinander» - auch in schwierigen Zeiten.
11:12
Gesundheitsrisiko durch verwesende Opfer befürchtet
Die Leichen und menschlichen Überreste verwesten zunehmend, sagte der zuständige Bezirksbeamte Ganesh Aryal. Gesundheitsexperten warnten deshalb vor einem möglichen Risiko für die öffentliche Gesundheit. Die Behörden ordneten nun an, vor der Bestattung jeweils DNA-Proben von den Toten und gefundenen Überresten zu nehmen und nicht identifizierte Opfer dann an einem Ort im nepalesischen Devghat beizusetzen. Die Entscheidung sei bei einem Treffen der zuständigen Behörden gefallen, teilte die Bezirksverwaltung mit.

Unabhängig von den von Leichenteilen stammenden Erregern steigt in den Überflutungsgebieten das Risiko etwa für Durchfallerkrankungen. Überschwemmungen können Abwässer und Fäkalien in Trinkwasserquellen spülen, Latrinen können beschädigt, Kläranlagen überflutet sein. In Notunterkünften und provisorischen Camps kann es an Hygiene mangeln.
16:42
Person aus der Schweiz wird noch immer vermisst
Nach der Flutkatastrophe in Nepal wird noch immer eine Person aus der Schweiz vermisst, wie aus den neusten Zahlen des Nepal Tourism Board hervorgeht. Am Donnerstag hatte das Schweizer Aussendepartement gemeldet, dass zwei Personen aus der Schweiz gerettet werden konnten, eine Schweizerin werde noch vermisst. Bis am Freitagabend konnte sie also noch nicht gefunden werden.

12:22
Zahl der Toten nach Sturzflut in Nepal steigt über 500
Die Zahl der Toten in Nepal ist nach der Flutkatastrophe im Himalaya-Gebirge auf mehr als 500 gestiegen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden neben den 538 Toten weiterhin 977 Menschen vermisst, darunter 517 Ausländer. 5 weitere Tote wurden in China geborgen. (sda/dpa)
9:10
Warnung der nepalesischen Polizei
Im Flut-Katastrophengebiet zwischen Nepal und China sorgt eine Warnung vor einer möglichen neuen Flut für Unruhe. «Wir haben Informationen erhalten, dass auf der tibetischen Seite ein Damm gebrochen ist», teilte die nepalesische Polizei mit.

Das Sicherheitspersonal, Rettungskräfte und die Bevölkerung in der betroffenen Gegend seien gebeten worden, wachsam zu bleiben und sich unverzüglich an einen sicheren Ort zu begeben, hiess es weiter. Laut Berichten unter Berufung auf die Armee stellten die nepalesischen Rettungskräfte vorübergehend die Arbeit ein. Auch die chinesischen Rettungskräfte hatten in Tibet ihre Such- und Bergungsarbeiten am schwer verwüsteten Grenzposten Gyirong aus Sicherheitsgründen zuvor schon unterbrochen.

Der neu entstandene See hatte bereits am Donnerstag für Bedenken seitens der chinesischen Behörden gesorgt, weil sich darin bereits zwei Millionen Kubikmeter Wasser gesammelt hatten und weiteres Wasser eindrang. Er drohte deshalb, überzulaufen und eine neue Sturzflut auszulösen.


Ob es zu Schäden oder weiteren Verletzten und Toten kam, war zunächst unklar. Das chinesische Staatsfernsehen hatte zuvor berichtet, dass an einem See in der Region, der sich nach der Sturzflut am Mittwoch neu gebildet hatte, das Wasser «natürlich abgeflossen» und der Wasserstand deutlich gesunken sei. Die Gefahr nehme ab, hiess es weiter. (sda/dpa)

(her)

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