Allerdings warnte auch Portugals Aussenminister Rangel davor, dass Spaniens Migrationspolitik falsche Signale senden und einen «Pull-Faktor» erzeugen könnte. Spaniens sozialistische Regierung verfolgt eine wenig restriktive Einwanderungspolitik. (con)
Spanien: «Fast alle» Migranten zurück in Marokko ++ Italien setzt Schengen-Abkommen aus
Spanien erhält Unterstützung von Portugal
Allerdings warnte auch Portugals Aussenminister Rangel davor, dass Spaniens Migrationspolitik falsche Signale senden und einen «Pull-Faktor» erzeugen könnte. Spaniens sozialistische Regierung verfolgt eine wenig restriktive Einwanderungspolitik. (con)
Spaniens Aussenminister: Fast alle Migranten zurück in Marokko
José Manuel Albares.
Minister: Italien setzt Schengen-Abkommen mit Spanien aus
Zuvor meldeten die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos die vom Innenministerium in Rom angeordnete Schliessung der See- und Luftgrenzen zu Spanien. Italien hat keine Landgrenze mit Spanien. Die Massnahme dürfte daher Reisende, die mit dem Flugzeug oder Schiff unterwegs sind, mit neuen Grenzkontrollen betreffen.
Kritiker werfen Meloni innenpolitisch motivierte Symbolpolitik vor
Angesichts der Ankunft zahlreicher Migranten binnen weniger Tage in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta hatte Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni einen solchen Schritt bereits am Donnerstagabend angekündigt. In Spanien sorgten die Verlautbarungen von Meloni und anderen Regierungsmitgliedern für Kritik.
Kritiker der rechten Regierung in Rom werteten den Schritt als vor allem innenpolitisch motivierte Symbolpolitik. Melonis Regierungskoalition war 2022 mit dem Versprechen an die Macht gekommen, die irreguläre Migration zu verringern.
Derzeit gibt es allerdings keine Hinweise, dass die Migranten in Ceuta überhaupt die Absicht hätten, nach Italien weiterzureisen. Die Migranten befinden sich in der nordafrikanischen Exklave zudem weder im Schengen-Raum noch auf europäischem Festland. Sollten sie versuchen, das Mittelmeer zu überqueren, würden sie zunächst an einer EU-Aussengrenze ankommen – in Binnengrenzkontrollen können sie also zunächst gar nicht geraten.
Druck von rechter Vannacci-Partei
Derzeit steht die Meloni-Regierung zudem unter erheblichem Druck durch die neu gegründete rechte Partei «Futuro Nazionale» des Ex-Armeegenerals Roberto Vannacci. Seine äusserst migrationskritische Rhetorik findet bei einem nicht unerheblichen Teil der Wählerschaft der Regierungsparteien Anklang. (sda/dpa/con)
Der italienische Aussenminister Antonio Tajani.
Spannungen an Grenze bei Melilla
Über 48'000 Migranten zurück in Marokko
Italien setzt Schengen-Abkommen mit Spanien aus
Zahl der Todesopfer steigt auf 57
Sanchez reagiert auf Ausschluss-Forderungen
EU schliesst Transit von Migranten in andere Länder aus
Bereits über 37'500 Menschen zurückgekehrt
Israelischer Minister macht sich über Spanien lustig
Mis felicitaciones al Presidente del Gobierno de España, Pedro Sánchez, por su profundo compromiso con la acogida de la inmigración y la "diversidad humana".
— איתמר בן גביר (@itamarbengvir) July 31, 2026
Como alguien que demuestra una gran preocupación por Hamás y los residentes de Gaza, le llamo a traducir las palabras en…
Deutschland verlängert Grenzkontrollen
«Wir werden die Möglichkeit der Binnengrenzkontrollen über den September hinaus verlängern», kündigte der CSU-Politiker an. Um die bisherigen Erfolge beim Zurückdrängen der illegalen Migration zu erhalten, müssten «flexible und angepasste Binnengrenzkontrollen» aufrechterhalten werden. Bis wann die Kontrollen verlängert werden sollen, sagte Dobrindt nicht.
Obwohl die Grenzen innerhalb der EU eigentlich offen sein sollen, wird seit dem 16. September 2024 wieder an allen deutschen Aussengrenzen kontrolliert. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte dies angeordnet, um die Zahl der unerlaubten Einreisen einzudämmen. Trotz wachsender Kritik wurde die Regelung dreimal verlängert – zuletzt bis Mitte September 2026.
«Die Situation in Ceuta verdeutlicht die volatile Lage bei der illegalen Migration», erklärte Dobrindt die erneute Verlängerung. In den vergangenen Tagen waren Schätzungen der regionalen Behörden zufolge rund 60'000 Migranten von Marokko aus irregulär in die spanische Exklave gelangt. (sda/dpa)
Frontex hat noch keine Anfrage erhalten
«Frontex kann einen Mitgliedstaat unterstützen, jedoch nur auf dessen Ersuchen hin», teilte die Behörde mit. Man beobachte die Situation laufend.
Weiter hiess es in der Erklärung, derzeit würden Frontex-Beamte die spanischen Behörden ausschliesslich im Seehafen von Ceuta unterstützen. Sie seien nicht an den gemeldeten Vorfällen beteiligt gewesen, die sich im Grenzgebiet von Tarajal ereignet hätten. Dieses liege ausserhalb des Einsatzgebiets von Frontex.
EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hatte am Donnerstag die Bereitschaft der EU signalisiert, Spanien unter anderem auch mit Frontex zu unterstützen, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Die Regierung in Madrid setzt in der Exklave wegen der Krise erstmals seit 2021 wieder Militär zur Unterstützung der Grenzsicherung ein. (sda/dpa)
Zahl der Toten steigt weiter
Trump reagiert auf Migrationskrise in Ceuta
NEW: President Trump reacts to the massive migrant surge overwhelming Ceuta, Spain, warning it could happen in America.
— Fox News (@FoxNews) July 31, 2026
"It's terrible. Remember that picture. That's going to be us in three years if the wrong side gets in," Trump tells Fox News' @JacquiHeinrich, referring to… pic.twitter.com/Avwc1fVMYQ
Belgien beobachtet die Lage
🇪🇸 Belgium is monitoring the situation in Ceuta closely. When a Member State situated at the external border comes under such pressure, it is a European issue, not purely a Spanish one. At times like these, Spain must ensure that its borders are protected and be able to count on…
— Maxime PREVOT (@prevotmaxime) July 31, 2026
Marokko setzt Wasserwerfer ein
Österreich zieht temporäre Schliessungen der Schengen-Grenzen in Betracht
«Jetzt ist entscheidend, dass Spanien seiner europäischen Verantwortung nachkommt und sicherstellt, dass kein einziger illegaler Migrant auf europäisches Festland gelangt», sagte der Regierungschef von der konservativen ÖVP.
Sollte sich die Lage so entwickeln, «dass wir Druck auf unsere nationalen Grenzen spüren, werden wir alles unternehmen, um diese zu schützen – dazu gehören im Bedarfsfall auch temporäre Schliessungen der Schengen-Grenzen», so der Politiker. (sda)
25'000 Menschen bereits wieder zurück
Sánchez gibt Schleusern die Schuld
Sánchez geht von einer baldigen Beruhigung aus
Mette Frederiksen fordert EU zur Prüfung von Schengen-Ausschluss auf
Frankreich will Grenzkontrollen verstärken
Britischer Premierminister in Kontakt mit Spaniens Regierung
Sánchez kündigt konkrete Massnahmen an
Zwar kamen bis Freitagmorgen weitere Menschen über die Grenze, zugleich kehrten aber viele nach Marokko zurück. Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders RTVE entspannte sich die Lage dadurch etwas. (sda)
Regionalpräsident spricht von 60'000 Eingereisten
Merz fordert Marokko zum Handeln auf
Die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann warnte vor einem Kontrollverlust an der EU-Aussengrenze. «Illegale Migration bedroht uns als Land und Gesellschaft. Es darf keinen Kontrollverlust an den Grenzen geben», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Das neue europäische Asylsystem GEAS müsse diesem «ersten grossen Anwendungsfall» standhalten. Die Reform zielt auf verbesserte Kontrollen und Registrierungen an den EU-Aussengrenzen ab. (sda)
Mittlerweile 34 Tote gemeldet
Auch von der Leyen meldet sich zu Wort
Sánchez will Rückführungen vereinfachen
Jetzt spricht Sánchez
Auch Schweden macht Druck auf Spanien
Sánchez mittlerweile eingetroffen
Zahl der Toten steigt auf 27
Finnland fordert Schengen-Ausschluss Spaniens
Espanja on täysin epäonnistunut suojaamaan Schengen-alueen ulkorajan maahantunkeutumiselta. Näin ei voi jatkua. Kaikkien Euroopan maiden tulee tukea Melonin esitystä. Sellaiset maat jotka eivät täytä velvollisuuttaan suojata ulkorajaa, eivät voi olla Schengenin jäseniä.
— Mari Rantanen (@MariPSRantanen) July 31, 2026
Auch Migranten in Melilla
Migrantenansturm in Ceuta
Nach Angaben der Nachrichtenagentur «Europa Press» und anderer Medien hielt der Migrantenandrang am Donnerstagabend an. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Guardia Civil, Rachid Sbihi, sprach von «reinstem Chaos». Die Grenze sei so gut wie zusammengebrochen. Er sprach gar von «Tausenden Migranten», welche versuchen würden, die Grenze zu überqueren. Es sei nicht möglich, genaue Zahlen zu nennen.
Die Lage ist angespannt: Bereits am Mittwoch hatte Ceutas Regionalpräsident Juan Jesús Vivas erklärt, die Aufnahmeeinrichtungen seien völlig überlastet. Hunderte Migranten müssten auf den Strassen übernachten. Zudem sind laut der spanischen Polizeieinheit Guardia Civil am Mittwoch und Donnerstag die Leichen von insgesamt 19 Menschen gefunden worden, die vermutlich in den vergangenen Tagen versucht hatten, schwimmend nach Ceuta zu gelangen. Vivas sagte zuvor, in den vergangenen zwölf Monaten seien bereits rund 60 Leichen von Migranten geborgen worden. (sda/dab)
- Die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika wurde von Migrantinnen und Migranten überrannt. Allein innerhalb von 24 Stunden wurden rund 60'000 Menschen gezählt. Bisher wurden 57 Todesopfer gemeldet.
- Auch in der zweiten spanischen Exklave Melilla wurde ein Ansturm registriert. Die Grenze wurde dort von den spanischen Behörden rasch geschlossen. Am Freitagabend gab es weitere Versuche von Menschen, dort einzudringen.
- In Ceuta wurde das Ausrufen des Notstandes gefordert. Strassen waren überlaufen, Menschen mussten draussen übernachten, das Gesundheitssystem drohte zu kollabieren. Auch gemeinnützige Organisationen kamen mit der Versorgung der Menschen nicht mehr nach.
- Der Druck auf die spanische Regierung war gross. Mehrere EU-Länder übten scharfe Kritik. Italien etwa forderte den Ausschluss Spaniens aus dem Schengen-Vertrag. Am Freitagabend wurde bekannt, dass Italien die Luft- und Seegrenzen zu Spanien vorübergehend schliessen will.
- Auch an Marokko gibt es Kritik, da dem Land vorgeworfen wird, bei der humanitären Krise nur zuzuschauen. Die Grenzbeamten hätten bloss zugeschaut, während Menschen ertrinken würden.
- Es ist nicht der erste Ansturm von Migranten auf Ceuta. Bereits 2021 hatte Marokko die Grenzkontrollen gelockert, sodass tausende Menschen in das europäische Land strömten. Die Spannungen zwischen Spanien und Marokko dauern seit Jahren an.
