International
Migration

Hunderte Migranten schwimmen von Marokko nach Ceuta in Spanien

Hundreds of people swim across to Ceuta from Morocco, with a crowd waiting on the other side of the border. Several migrants attempt to swim across the border on July 30, 2026, in Ceuta, Spain. Hundre ...
Migranten auf dem Weg von Marokko nach Ceuta.Bild: www.imago-images.de

Hunderte Migranten schwimmen nach Ceuta – Spanien schickt Soldaten

30.07.2026, 15:1130.07.2026, 22:28

In der spanischen Exklave Ceuta herrscht in diesen Tagen Ausnahmezustand. In die Ortschaft im Nordwesten Afrikas sind in den letzten Tagen Hunderte Migranten gelangt. Insgesamt sollen 1500 Migranten versucht haben, das Gebiet zu erreichen, das an Marokko grenzt. Dies ist nur schwimmend möglich – an der marokkanisch-spanischen Grenze gibt es einen meterhohen Grenzzaun.

Hier liegt Ceuta:

Wie spanische Medien berichten, herrscht in Ceuta derzeit Ausnahmezustand. Laut dem Regierungschef der Exklave haben die Küstenwache und das Rote Kreuz zahlreiche Personen aus dem Wasser retten müssen, darunter auch Minderjährige. Die Aufnahmezentren sollen massiv überlastet sein: Gemäss dem Präsidenten Ceutas sollen die Aufnahmeeinrichtungen teils zu mehr als 2000 Prozent überbelegt sein. Hunderte Menschen sollen im Freien übernachten. Zudem soll es einige Verletzte geben.

Madrid will keinen Notstand ausrufen, ordnete aber unterdessen den Einsatz von in Ceuta stationierten Armeeeinheiten zur Unterstützung der Grenzbeamten an, wie die Zeitung «El País» und andere Medien am Abend unter Berufung auf die Regierung berichteten. Diese Massnahme war bereits während der Migrationskrise im Mai 2021 in Ceuta ergriffen worden. Es seien insgesamt 120 Einsatzkräfte des Militärs, schreibt «El País».

Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte davor am Nachmittag auf der Plattform X mitgeteilt, man setze «alle Hebel in Bewegung, um umgehend auf die Lage in Ceuta zu reagieren», war aber nicht konkreter geworden. Am Abend teilte die Regierung in Madrid mit, Sánchez werde am Freitag nach Ceuta reisen.

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Der Weg nach Ceuta ist gefährlich.Bild: www.imago-images.de

Weiter fordert der Präsident von Ceuta die Abschiebung von Neuankömmlingen – dies ist allerdings nicht erlaubt. Personen, welche die Exklave schwimmend erreichen, dürfen nicht abgeschoben werden, da man ihnen gemäss geltendem Recht nicht vorwerfen kann, gewaltsam spanische Grenzanlagen durchquert zu haben. Dieses relativ neue Urteil – es stammt vom 16. Juni – könnte sich unter Migranten herumgesprochen haben, so der Marokko-Korrespondent der ARD Stefan Ehler gegenüber SRF.

Dutzende sterben beim Versuch, spanisches Gebiet zu erreichen

Nicht alle, die in die EU wollen, schaffen es: Die spanische Polizeieinheit Guardia Civil entdeckte am Mittwoch und am Donnerstag die Leichen von insgesamt zehn Menschen, die vermutlich in den vergangenen Tagen versucht hatten, schwimmend nach Ceuta zu gelangen. Vivas sagte zuvor, in den vergangenen zwölf Monaten seien bereits rund 60 Leichen von Migranten geborgen worden.

Ceuta steht immer wieder im Zentrum von Diskussionen bezüglich der Migration in die Europäische Union. So versuchen immer wieder Personen aus Afrika, vor allem aus Marokko und Algerien, über diese Grenze europäisches Staatsgebiet zu erreichen. Der Weg ist allerdings gefährlich: Aufgrund des Grenzzauns ist ein stundenlanger Schwumm durchs Meer nötig, um das spanische Staatsgebiet von Marokko aus zu erreichen. Allein im letzten Jahr wurden 60 Leichen vor der Küste geborgen. In den letzten Tagen starben vier weitere Menschen. (dab, mit Material von sda/dpa)

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125 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Voraus denken!
30.07.2026 17:41registriert März 2022
"dürfen nicht abgeschoben werden".

Dann ändert die entsprechenden Gesetze und zwar rückwirkend!

Europa schafft sich nach und nach komplett ab.

Diese selbstzerstörerische Haltung ist inakzeptabel und extrem frustrierend!

Was braucht es noch damit Europas Politik endlich erwacht? WAS?
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Dave Hawtin
30.07.2026 17:13registriert Dezember 2021
Ich muss das so direkt sagen, hoffe auf Einsicht

Ein sozialis. Präsident der über 1 Mio illegalen Menschen den Aufenthaltsstatus legalisiert hat u dann wundert man sich, dass man kompl überrant wird? Sind Linke wirklich nicht fähig, über die eigene Nasenspitze hinaus zu denken? Abstraktes denkvermögen fehlt vollkommen.

Das Gleiche in Basel. Man fand das Bettelverbot entwürdigend u diskriminierend armen Menschen ggü. u 2 Wochen nach der Aufhebung des Verbots, versakt die Stadt ein einer Flut von organsierten Bettelbanden.

Man schafft sich die Probleme, die man davor nicht hatte. C'mon!!!
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GustiGR
30.07.2026 16:55registriert November 2015
... und in 2 Wochen haben alle einen spanischen Pass. Cool
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