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Mindestens zehn Flüchtlinge ertrinken in der Ägäis

Eine freiwillige Helferin trägt ein Kind.
Eine freiwillige Helferin trägt ein Kind.
Bild: GIORGOS MOUTAFIS/REUTERS

Mindestens zehn Flüchtlinge ertrinken in der Ägäis

Bei mehreren Bootsunglücken in der Ägäis sind innerhalb eines Tages mindestens zehn Flüchtlinge auf dem Weg von der Türkei nach Griechenland ums Leben gekommen. Vor der Insel Lesbos setzten Rettungskräfte derweil die Suche nach Überlebenden eines Schiffsunglücks fort.
29.10.2015, 02:5029.10.2015, 06:46

Etwa 240 Menschen konnten nach einem Schiffsunglück vor Lesbos bislang gerettet werden, ein Mann und zwei Kinder wurden tot geborgen. An der Suchaktion beteiligten sich auch zahlreiche Fischer und Einwohner der Insel.

An einem Strand auf Lesbos sah ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP zuvor, wie Helfer versuchten, sechs Kinder zu reanimieren. Ein siebenjähriger Junge, der nach dem Untergang eines weiteren Flüchtlingsschiffs bewusstlos geborgen worden war, starb später in der Krankenstation von Mithymna auf Lesbos.

Am Mittwochabend wurden die Leichen von zwei Kindern und einer Frau vor der Insel Aghatonisi in der Südlichen Ägäis geborgen, wie die Behörden mitteilten. Weiter südlich vor der Insel Samos ertranken zwei Kinder und ein Mann, als ihr Boot am frühen Nachmittag sank. Ein Kind und zwei Männer wurden in der Region noch vermisst.

Hauptsächlich Kinder sterben

Damit stieg die Zahl der seit 1. Oktober bei der Flucht in griechischen Gewässern ums Leben gekommenen Menschen auf mindestens 39, wie eine AFP-Zählung ergab. Die Einsätze der griechischen Hafenpolizei würden leider immer mehr ein «beängstigendes Einsammeln von ertrunkenen Flüchtlingen», erklärte Marineminister Theodoros Dritsas.

Seit Jahresbeginn gelangten rund 560'000 Migranten und Flüchtlinge nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) über das Mittelmeer nach Griechenland. Insgesamt erreichten mehr als 700'000 Menschen auf diesem Weg Europa. Mehr als 3200 Menschen kamen demnach bei ihrer gefährlichen Reise ums Leben, die meisten von ihnen Kinder.

Flüchtlinge im Oktober 2015: Die lange Flucht auf dem Wasser, zu Fuss, mit dem Zug

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Flüchtlinge im Oktober 2015: Die lange Flucht auf dem Wasser, zu Fuss, mit dem Zug
Die Tage werden kälter, doch die Flüchtlingsströme reissen nicht ab. Noch immer kommen täglich Tausende an Europas Aussengrenzen an. Auf der griechischen Insel Lesbos etwa. Diese Flüchtlinge lassen am 21. Oktober den gefährlichsten Teil ihrer Flucht – die Fahrt übers Mittelmeer – hinter sich.
quelle: ap/ap / santi palacios
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Andrang bei deutscher Grenze

Der Zustrom von Flüchtlingen an der österreichisch-deutschen Grenze hat auch in der Nacht zu Donnerstag unvermindert angehalten. Alleine in Wegscheid und dem Grenzübergang Achleiten-Passau seien knapp 5000 Migranten angekommen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Passau in der Nacht zu Donnerstag.

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Vor allem in den frühen Abendstunden hatte die Zahl der Busse, die die Flüchtlinge aus Österreich an die Grenze transportierten, noch einmal zugenommen.

Stundenlang hatte der Grossteil der Flüchtlinge bei Dunkelheit, Feuchtigkeit und Kälte auf den Weitertransport nach Deutschland warten müssen. Das Hauptproblem ist mittlerweile die zu geringe Zahl von Bussen, die die Menschen von der Grenze in die Notquartiere nach Deutschland bringen. (dwi/sda/afp/dpa)

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«Ich wollte nur noch sterben»: Wie die Dürre den Menschen in Äthiopien alles nimmt
Immer kürzere Regenzeiten, immer längere Dürreperioden: Im südlichsten Teil Äthiopiens wächst kaum mehr etwas. Für die Menschen, die mehrheitlich von der Viehhaltung leben, ist das eine grosse Herausforderung. Dass sie trotzdem bleiben, hat auch mit der Schweiz zu tun.
«Ich wollte nur noch sterben», sagt Elema Wario, eine 56-jährige Frau, als ich sie in ihrer kleinen fensterlosen Lehmhütte etwas ausserhalb von Dubuluk im Süden Äthiopiens treffe. Hier lebt sie seit der letzten grossen Dürre, die Ende 2021 einsetzte und fast zwei Jahre anhielt. Rund 3,3 Millionen Nutztiere – Kühe, Schafe, Ziegen, Kamele – verhungerten in dieser Zeit in Borana, dem südlichsten Zipfel Äthiopiens. 90 Prozent des ganzen Viehbestandes.
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