International
Migration

Bericht: Rekordzahl an Flüchtlingen im Ärmelkanal aufgegriffen

Bericht: Rekordzahl an Flüchtlingen im Ärmelkanal aufgegriffen

Die Zahl der Migranten, die an einem einzigen Tag den Ärmelkanal überqueren wollten, hat einem Bericht zufolge am Donnerstag einen neuen Rekord erreicht.
07.08.2020, 14:1907.08.2020, 14:19
Migranten auf einem Schlauchboot im Ärmelkanal. (Archivbild)
In Schlauchbooten setzen die Migranten über den Ärmelkanal.Bild: AP

235 Menschen wurden nach Angaben des britischen Innenministeriums bei der Überfahrt von Frankreich nach England in kleinen Booten entdeckt - der Nachrichtenagentur PA zufolge so viele wie noch nie zuvor an einem einzigen Tag. In einem Fall hatten die Migranten bereits die englische Küste erreicht. Zu Nationalität, Alter und Geschlecht der Migranten machte die Regierung zunächst keine Angaben. Allein im Juli wurden PA zufolge mehr als 1000 Menschen bei der Überquerung der stark befahrenen Meeresenge aufgegriffen.

Der zuständige britische Staatssekretär Chris Philp kündigte an, kommende Woche zu Gesprächen nach Paris zu reisen. «Die Überquerungen sind komplett inakzeptabel und unnötig, da Frankreich ein sicheres Land ist», sagte Philp einer Mitteilung zufolge. Er wolle mit der französische Seite stärkere Massnahmen vereinbaren, einschliesslich des Abfangens von Booten und der Abschiebung von Migranten. «Diese Situation kann einfach nicht so weitergehen», so der Staatssekretär. (chmedia)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Wildes Wochenende in Europa: Wo, wie und warum es zu Demos kam
Seit Wochen gehen Albanerinnen auf die Strasse. Ihre Wut richtet sich gegen die Regierung von Premierminister Rama. Die Demonstranten werfen ihm Korruption vor – und einen Ausverkauf von nationalen Gütern. Im Zentrum stehen geplante Luxus-Ferienanlagen, die Investoren rund um Trumps Schwiegersohn Jared Kushner an der Küste und der einzigen nennenswerten Insel Albaniens aus dem Boden stampfen wollen.
Zur Story