International
Migration

International: Niederlande starten Grenzkontrollen im Dezember

Niederlande starten Grenzkontrollen im Dezember

11.11.2024, 18:0911.11.2024, 18:09

Die Niederlande wollen ab 9. Dezember die angekündigten Grenzkontrollen starten. Die Grenzpolizei werde dann mobile Teams einsetzen, um «illegale Migration und Migrantenschmuggel» abzuwehren, teilte die radikal-rechte Asylministerin Marjolein Faber in Den Haag mit. Der private Grenzverkehr und Lkw-Transporte sollten so wenig wie möglich behindert werden.

Die Kontrollen sollen nach den Worten der Ministerin zunächst sechs Monate dauern. Sie sollten ursprünglich bereits im November beginnen.

Kritik von Grenzkommunen

Grenzkommunen hatten sich gegen die Kontrollen ausgesprochen. Das sei eine «schädliche Entwicklung» und eine «Scheinlösung», hiess es in einer gemeinsamen Erklärung. Sie weisen auch darauf hin, dass die deutschen Grenzkontrollen regelmässig für Staus und auch Unfälle sorgen. Transportunternehmen klagen über erhöhte Kosten durch Verzögerungen.

Scharfe Asylpläne

Die Grenzkontrollen sind Teil der Pläne der Regierung, das Asylrecht zu verschärfen. Darauf hatten sich die vier Regierungsfraktionen, darunter die radikal-rechte Partei des Populisten Geert Wilders, geeinigt. Die Regierung will auch Teile Syriens zu sicheren Gebieten erklären und Flüchtlinge dorthin zurückschicken. Menschen ohne Asylstatus sollen schneller abgeschoben und Flüchtlinge mit Aufenthaltsgenehmigung in bescheidenen Unterkünften wie etwa Containerwohnungen untergebracht werden. Über die Pläne müssen noch beide Kammern des Parlaments abstimmen. (sda/dpa/lyn)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Selenskyj-Berater: Schweizer Bauteile in 95 Prozent der russischen Drohnen und Raketen
Dass die russische Armee auf Waffen mit Schweizer Bauteilen setzt, ist schon länger bekannt. Dafür stand die Schweiz auch schon in der Kritik. Verändert hat sich die Situation dadurch aber nicht: Wie aus einer Datenbank des ukrainischen Militärgeheimdiensts HUR hervorgeht, sind auch in neuen oder weiterentwickelten russischen Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern weiterhin Schweizer Bauteile. Das berichtet SRF.
Zur Story