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Papst Leo XIV. ruft zu Solidarität und Mitgefühl mit Migranten auf

Papst Leo XIV. ruft zu Solidarität und Mitgefühl mit Migranten auf

05.10.2025, 12:2605.10.2025, 15:55

Mit eindringlichen Worten hat Papst Leo XIV. an das Schicksal von Migranten erinnert und Gleichgültigkeit ihnen gegenüber verurteilt. In einer Ansprache auf dem Petersplatz erinnerte der Pontifex an das Leid vieler Menschen, die vor Gewalt fliehen und auf gefährlichen Routen ihr Leben riskieren. Ihr «Schrei des Schmerzes und der Verzweiflung» dürfe nicht auf «die Kälte der Gleichgültigkeit oder das Stigma der Diskriminierung» treffen.

Es gelte, Migranten mit offenen Armen und Herzen zu begegnen und ihnen Trost und Hoffnung zu geben, sagte Leo bei einer Veranstaltung anlässlich des Heiligen Jahres. Die Grenzen der Not seien längst nicht mehr geografischer Natur. Armut, Leid und die Suche nach Hoffnung kämen heute in die Mitte der Gesellschaften, sagte er weiter. Davon zeuge das Schicksal der Migranten.

Kritik an Umgang der USA mit Migranten

Leo steht seit Mai als erster US-Amerikaner an der Spitze von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken. Bisher ist nicht vollends klar, welchen kirchenpolitischen Kurs er verfolgt. Ähnlich wie seinem Vorgänger, dem im April verstorbenen Franziskus, liegt Leo jedoch das Schicksal von Einwanderern am Herzen.

KEYPIX - Newly elected Pope Leo XIV appears at the balcony of St. Peter's Basilica at the Vatican, Thursday, May 8, 2025. (AP Photo/Alessandra Tarantino)
Papst Leo XIV..Bild: keystone

Zuletzt hatte er den Umgang der USA mit Migranten schärfer kritisiert als bisher. Er äusserte Zweifel, ob dieser mit der Position der katholischen Kirche zum Schutz des Lebens im Einklang stehe. «Wenn jemand sagt, er sei gegen Abtreibung, aber mit der unmenschlichen Behandlung von Einwanderern in den Vereinigten Staaten einverstanden, dann weiss ich nicht, ob das Pro-Life ist», sagte der Pontifex. Das Weisse Haus wies die Kritik wenig später zurück. (sda/dpa)

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