«Zeit ist gekommen»: Nach Erdbeben will Oppositionsführerin Machado nach Venezuela
Nach den Erdbeben in Venezuela möchte die Oppositionsführerin María Corina Machado in das südamerikanische Land zurückkehren. Dies bestätigte die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Politikerin dem US-Sender Fox News. «Auf jeden Fall, die Zeit ist gekommen», antwortete sie auf die Frage, ob sie vorhabe, zurückzukehren.
«Ich werde sehr bald wieder in Venezuela sein», sagte Machado in dem Interview. Sie wolle nach dem verheerenden Erdbeben mit mehr als 1'400 Todesopfern mit dem venezolanischen Volk zusammen sein, mit diesem trauern und einander Kraft geben. Seit Monaten hat Machado wiederholt eine baldige Rückkehr in ihr Heimatland angekündigt. Laut einem Bericht der «New York Times» hält die US-Regierung allerdings einen solchen zeitnahen Schritt für unangebracht.
Im vergangenen Dezember war die bis dahin im Untergrund lebende Politikerin heimlich aus Venezuela ausgereist, um den Friedensnobelpreis in Oslo persönlich entgegenzunehmen. Kurz darauf, als sie bereits im Ausland war, führte Washington einen Militäreinsatz in Venezuela durch, bei dem Machthaber Nicolás Maduro gefangen genommen wurde. Nun arbeitet Washington mit der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez eng zusammen. Rodríguez war Vizepräsidentin in der Regierung von Maduro. (sda/dpa)
