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Nordkorea

Ukraine erwartet bis zu 50'000 nordkoreanische Soldaten in Russland

In this photo provided by the North Korean government, a soldier who was dispatched to Russia carries a Russian flag during a parade at Kim Il Sung Square in Pyongyang, North Korea Wednesday, Feb. 25, ...
Nordkoreanische Soldaten mit russischer Flagge bei einer Parade.Bild: keystone

Selenskyj: Ukraine erwartet bis zu 50'000 nordkoreanische Soldaten in Russland

10.08.2026, 06:4210.08.2026, 06:42

Die ukrainische Staatsführung rechnet nach eigenen Angaben damit, dass Russland weit mehr Truppen aus Nordkorea zur Unterstützung seines Angriffskriegs bekommen könnte als bisher angenommen. «Nun wurde die Entscheidung getroffen, 30'000 bis 50'000 Nordkoreaner auf russischem Territorium einzusetzen», schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag auf der Online-Plattform X.

Im Juli hatte er unter Berufung auf Geheimdienstberichte noch von 30'000 weiteren nordkoreanischen Soldaten gesprochen, nun nannte er statt dieser Zahl die deutlich grössere Spanne. Selenskyjs Angaben liessen sich nicht unabhängig überprüfen, die Quelle für seine Darstellung liess er offen.

Laut dem Präsidenten stellt Nordkoreas Engagement im Ukraine-Krieg auch eine Gefahr für asiatische Staaten dar. «Es ist völlig klar, dass Nordkorea seine Erfahrungen in der modernen Kriegsführung weiter ausbauen, von Russland Lizenzen und alle möglichen militärischen Mittel bekommen wird», schrieb der ukrainische Präsident weiter.

Selenskyj hofft auf engere Zusammenarbeit mit Südkorea

Die Ukraine hoffe insbesondere auf eine engere Zusammenarbeit mit Südkorea. Konkret wünscht sich Selenskyj von der Regierung in Seoul Unterstützung bei Luftverteidigungssystemen. Im Gegenzug sei man dazu bereit, im Bereich Drohnen zusammenzuarbeiten, wo die Ukraine im Zuge des viereinhalbjährigen Kampfes gegen die russischen Invasoren viele Erfahrungen gesammelt hat.

Zwar hat Südkorea die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 politisch unterstützt und sich auch den internationalen Sanktionen gegen Russland weitgehend angeschlossen. Doch während das Land Waffensysteme an Polen und andere Nato-Mitglieder exportiert, verkauft es diese nicht direkt an die Ukraine. Südkoreas amtierender Präsident Lee Jae Myung befindet sich in einem Dilemma: Er sucht einerseits eine nähere Anbindung an die Europäische Union sowie die Nato. Gleichzeitig möchte er die Beziehungen seines Landes mit Nordkorea verbessern.

Nordkorea hatte sich bereits im Vorjahr mit schätzungsweise bis zu 15'000 Soldaten am Krieg Russlands gegen die Ukraine beteiligt. Die Soldaten unterstützten die russische Armee dabei, von der Ukraine in einer Überraschungsoffensive bei Kursk kontrollierte Gebiete zurückzuerobern. Dabei wurden nach offiziell unbestätigten Schätzungen mindestens 2'000 Nordkoreaner getötet.

Moskau und Pjöngjang verbindet ein Vertrag über strategische Partnerschaft. Die Aussenminister beider Länder bekräftigten die enge Kooperation ihrer Länder erst vor wenigen Wochen. (dab/sda/dpa)

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Die beliebtesten Kommentare
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HappyUster
10.08.2026 07:17registriert August 2020
Und was macht der Westen?

Wann endlich wird entschieden gegen diesen Agressor vorgegangen?
Also nicht Kriegerisch... sondern mit 100% richtig schwerwiegenden Sanktionen?
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Janster
10.08.2026 07:23registriert März 2021
Wäre mal spannend zu wissen was die Gegenleistung ist. Und vor allem wäre es interessant zu wissen was man den Soldaten sagt. Und später den Eltern wenn die Kinder im Sarg nach Hause kommen
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