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Sihanoukville: Kreuzfahrtschiff Odyssey soll schon bald weiterfahren

epaselect epa13337925 Workers drive past the cruise ship 'Odyssey', operated by Villa Vie Residences, docked at Sihanoukville port in Preah Sihanouk province, Cambodia, 29 October 2026. The  ...
Das Kreuzfahrtschiff Odyssey bleibt vorübergehend in Sihanoukville in Kambodscha. (Foto: 29. Oktober 2026)Bild: keystone/EPA/KITH SEREY

Kreuzfahrt-Aus in Kambodscha sorgt weltweit für Aufsehen

Sieben Stunden Packzeit, dann war Schluss mit dem Leben auf See: Nach dem abrupten Ende der Weltreise des Kreuzfahrtschiffs Odyssey werden immer mehr Details bekannt.
29.10.2026, 13:1129.10.2026, 13:11

Wegen explodierender Treibstoffkosten hatte der US-Anbieter Villa Vie Residences den Betrieb vor wenigen Tagen in Kambodscha ausgesetzt. Mittlerweile sorgt der Fall weltweit für Schlagzeilen.

Am Dienstag sei den rund 200 Gästen aus gut einem Dutzend Ländern morgens im Hafen von Sihanoukville plötzlich mitgeteilt worden, dass sie ihr schwimmendes Zuhause bis zum frühen Nachmittag verlassen müssten, zitierte die Zeitung «Phnom Penh Post» den Vize-Provinzgouverneur Long Dimanche.

«Die plötzliche Anordnung zur Ausschiffung hat viele der Rentner und Fernarbeiter an Bord obdachlos gemacht», betonte er. Auf dem Schiff lebten auch rund 150 Crew-Mitglieder.

Was machen die Passagiere jetzt?

Viele der Bewohner hätten erklärt, für die endlose Kreuzfahrt ihre Häuser und Autos verkauft zu haben, betonte der Politiker. Viele sässen nun Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt in dem südostasiatischen Land in Hotels fest. Andere hätten das Land bereits per Flugzeug verlassen.

Das kambodschanische Tourismusministerium und die Provinzbehörden erklärten sich zwar bereit, Unterstützung zu leisten. So kam es bereits zu einem Treffen zwischen den Kapitänen der Odyssey und dem kambodschanischen Tourismusminister Huot Hak. Grundsätzlich handle es sich jedoch um eine Angelegenheit zwischen dem Unternehmen und seinen Passagieren, sagte Dimanche.

Was war passiert?

Seit zwei Jahren war die Odyssey für ihre Bewohner eine Art Zuhause auf dem Ozean. Das Konzept des Anbieters verbindet langfristige Weltreisen auf dem Meer mit dem Komfort eines festen Zuhauses. Ursprünglich sollte die dreijährige Tour alle sieben Kontinente umfassen und noch bis Ende 2027 dauern. Dann aber brach der Iran-Krieg aus – und in der Folge schossen die Treibstoffkosten in die Höhe.

Während der monatliche Spritaufwand pro Kabine früher durchschnittlich rund 1800 US-Dollar betrug, seien es in Asien zuletzt schätzungsweise 6000 bis 8000 US-Dollar gewesen, hatte der Betreiber mitgeteilt.

Weiterfahrt am Wochenende – aber wohin?

Nach Angaben des Vize-Gouverneurs soll das Schiff am Samstag in Sihanoukville Treibstoff aufnehmen und anschliessend den Hafen verlassen. Wohin es fährt und ob Passagiere an Bord sein werden, ist bislang unklar. Ursprünglich war eine Weiterreise nach Vietnam geplant. (sda/dpa)

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