Mindestens 14 Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan
Bei einem Selbstmordanschlag im Nordwesten Pakistans sind mindestens 14 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien mindestens fünf Polizisten, sagte ein Sprecher des örtlichen Rettungsdienstes der Deutschen Presse-Agentur. Weitere 18 Menschen seien verletzt worden.
Der Anschlag im Gebiet von Kabal im Swat-Tal in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa ereignete sich vor einer Polizeistation. Dort hatten Hunderte Menschen gegen die zunehmende Gewalt in der Region demonstriert. «Der Selbstmordattentäter sprengte sich in die Luft, als er vor der Polizeistation aufgefordert wurde, sich einer Durchsuchung zu unterziehen», sagte ein örtlicher Polizeibeamter.
Auf Fotos und Videos in sozialen Medien war zu sehen, wie es während einer Rede zu einer heftigen Explosion kommt und Panik ausbricht. Zunächst reklamierte keine Gruppierung den Anschlag für sich.
Pakistans Präsident Asif Ali Zardari und Premierminister Shehbaz Sharif verurteilten die Tat. «Terroristen werden mit ihren ruchlosen Bemühungen, den Frieden, die nationale Einheit und die Staatsgewalt zu untergraben, niemals Erfolg haben», erklärte Zardari in einer Stellungnahme.
Das Swat-Tal stand zwischen 2007 und 2009 unter der Kontrolle der islamistischen Taliban, bevor sie mit einer Militäroffensive vertrieben wurden. Die Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai wurde dort 2012 als Teenager von einem Taliban-Schützen angeschossen. (sda/dpa)
