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Polizeirapport

«Viele Spekulationen»: Mehrere Tote und Verletzte nach Messerangriff in Würzburg

In der Innenstadt von Würzburg hat ein Mann mehrere Menschen mit einem Messer verletzt – drei von ihnen tödlich.
25.06.2021, 19:5425.06.2021, 22:58

Bei einer Messerattacke in Würzburg (Bayern) sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur drei Menschen getötet und fünf Menschen verletzt worden. Die Hintergründe der Attacke am Freitag mitten in der Innenstadt waren zunächst unklar.

Ein Grossteil des Gebietes wurde am Nachmittag abgeriegelt. Der mutmassliche Täter, ein 24 Jahre alter Somalier, sei überwältigt und festgenommen worden, hiess es. Die Polizei habe dafür schiessen müssen. Der Verdächtige sei verletzt worden, aber ausser Lebensgefahr. Er war in psychiatrischer Behandlung, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte.

«Wir haben keinerlei Hinweise auf weitere Täter», sagte ein Polizeisprecher. Die Gefahr für die Bevölkerung sei vorüber. Über die möglichen Tatmotive wurde zunächst nichts bekannt. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 17.00 Uhr alarmiert worden.

Herrmann war nach der Messerattacke in Würzburg. Er wollte sich am Tatort ein Bild der Lage machen, wie ein Sprecher des CSU-Politikers sagte. Am Abend sollte sich Herrmann zudem zu dem Vorfall äussern.

Es bestehe keine Gefahr mehr für die Bevölkerung, teilte die Polizei mit. Ein Tatverdächtiger sei gefasst, man habe keine Hinweise auf einen weiteren Täter. Über die möglichen Motive des Festgenommenen wurde zunächst nichts bekannt. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 17.00 Uhr alarmiert worden.

Die Polizei rief zur Zurückhaltung in den sozialen Netzwerken auf. «Bitte teilt keine Bilder oder Videos», hiess es am Freitag in einem Tweet der Polizei. Sie forderte dazu auf: «Respektiert bitte die Privatsphäre der Opfer!» In den sozialen Netzwerken gab es bereits kurz nach dem Ereignis erste Videos, die angeblich das Geschehen zeigen sollen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete die Nachricht von Toten und Verletzten bei einer Messerattacke am Freitag in Würzburg als entsetzlich und schockierend . «Wir trauern mit den Opfern und ihren Familien», schrieb der CSU-Politiker auf Twitter und fügte hinzu: «Wir bangen und hoffen mit den Verletzten.» Zudem dankte er Zeugen: «Ein grosser Dank und Respekt für das beherzte Eingreifen vieler Bürger, die sich dem mutmasslichen Angreifer entschlossen entgegenstellten.»

Vor knapp fünf Jahren, am 18. Juli 2016, waren bei einer Attacke in einer Bahn bei Würzburg vier Menschen schwer verletzt worden. Ein 17-jähriger afghanischer Flüchtling hatte mit einer Axt und einem Messer in einem Regionalzug auf dem Weg nach Würzburg die Reisenden angegriffen. Anschliessend flüchtete er zu Fuss, attackierte eine Spaziergängerin und wurde schliesslich von Polizisten erschossen. (sda/dpa)

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